"

Herzlich Willkommen

Herzlich Willkommen
Willkommen - ich wünsche Ihnen einen spannenden und informativen Aufenthalt: Zum Stöbern clicken Sie auf die schmale gespiegelte Leiste oben - und dann scrollen: los gehts ... - über 2.ooo Posts stehen zur Verfügung ... | Suchen ggf. nach Themen mit dem passenden Label/Stichwort in der Sidebar rechts unten ...

Donnerstag, 29. Januar 2015

Gedicht & Bild: urban

S!NEDi: urban | von 20011/2015


geh in diesem bild spazieren
mitten durch diese zerstörungen
latsch durch die pfützen
im schwarzen kopfsteinpflaster
spiegel dich in
kräuselndem neonlicht
schmeiß noch eine
fensterscheibe ein
hier ist eh alles zu spät
du rettest den freund nicht mehr
unter dem pflaster
ja da liegt der strand
oben dieses hellbunte gewölk
als sei da jemand
der gleich die läden schließt ...
hörst du die stiefel marschieren
hörst du das echo der kommandos
da vorn töffkert ein pritschenwagen
gleich die trillerpfeife
und kurze rasche befehle
schüsse vielleicht - schreie -
und dann sinkst du zurück
ins moddrige kissen
das sich irgendwie
nebelfeucht anfühlt ...
es riecht nach
altem blut ...
 sinedi



Mittwoch, 28. Januar 2015

Fotohonorar vom Design-Büro: Geschichte eines "Blattstruktur"-Photos von 2012 - "Erst kommt das Fressen - dann kommt die Moral."

Die Geschichte 
einer "Blattstruktur" ...


mein Original-Photo - unbearbeitet - vom 26.05.2012



Nein - ich will mich ja gar nicht beklagen - es ist alles mit "rechten Dingen" zugegangen - und wenn dieses Design-Büro halt - da irgendwo in €uropa oder in Deutschland (ich werde natürlich keine Namen, Orte oder kompromittierenden Details nennen ...: - denn "der Gentleman genießt und schweigt" ...) - mein Foto aus der "Google-Bildersuche" herausfischt, um es in einem seiner Homepage-Auftritte als Background zu verwenden - dann sollte ich mich eigentlich nichts als nur geehrt fühlen - ich als alternder kleiner Photoamateur- und augenzwinkernder Möchtegern-Profi ...

Ich hätte das ganze Prozedere ja auch gar nicht wahrgenommen, wenn dieses Design-Büro einfach heimlich, still und leise dieses Bild mit dem "S!NEDi|photogemälde"-Titel "Blattstruktur" einfach heruntergeladen - entsprechend seiner weiteren Verwendung bearbeitet - und dann ganz stickum in seine Seite eingebracht hätte ...

Inzwischen hatte ich das oben abgebildete Photo beschnitten, gedreht, und mittels allerhand Photoshop-Filter "verschönt" bzw. "verfremdet" - und ebenfalls am 26.05. in diesem Blog veröffentlicht




Nun - das Design-Büro ist aber ein seriöses Unternehmen und hat löblicherweise sich um das "Urheberrecht" solcher Art www.-Bild-Fundstücke bei einer beabsichtigten kommerziellen Nutzung gekümmert: Es mailte mich an - ob ich das Bild nicht "hochaufgelöst" zur Verfügung stellen könnte - und "unter welchen Bedingungen" ich es ihm zur Nutzung überlassen könnte ...

Google-Bildersuche mit "meinem" Bild ...


Daraufhin habe ich mich natürlich hocherfreut bedankt - habe nach einigen Mails hin und her sogar noch mit meinen amateurhaften Bordmitteln die Auflösung des Bildes auf 300 dpi ganz den Wünschen des Design-Büros entsprechend erhöht - nachdem ich zuvor bereits die "von natur" hochaufgelöste unbearbeitete Original-Aufnahme als jpg-Datei mitgeschickt hatte, um so auch mal einen Anhaltspunkt zu liefern, wieviel an Photoshop-Arbeit und KIZOA-Filter-Probiererei nötig ist, um ein solches Endergebnis dann letztendlich auch zu erzielen ...

... Und habe dann festgelegt, dass ich - wie von dem Design-Büro nun ganz formal "vertraglich und buchhalterisch" eingefordert - keine Honorar-Rechnung und auch keinen Nutzungs-Vertrag dafür ausarbeiten und (unter)schreiben wolle - sondern man solle mir einfach eine "Spende" in der Höhe auf mein Konto überweisen, die dem Design-Büro dieses Bild nun für seine unbegrenzten Nutzungsrechte in seiner Werbung "wert" sei ...

Man bot mir dann doch postwendend tatsächlich 10,00 €uro Honorar (i. W.: "Zehn---- EURO") an ... (boooaaahhh eeeeiii ...!!!) ... - worauf ich allerdings müde lächelnd geantwortet habe, das sei ja wohl einfach nur "lächerlich" ... - (und doch - bedenke: Wer den Cent nicht ehrt - ist des €uros nicht wert ...).

Und heute nun - nach weiteren drei Wochen Prozess-Reifungsdauer - erkannte ich auf dem Kontoauszug meines Girokontos den Eingang von tatsächlich genau 10,00 €uro (i. W.: "Zehn---- EURO") "Honorarkosten" für dieses Bild, das ich in insgesamt 4 jpg-Dateien zu unterschiedlichen Auflösungen und Motivausschnitten per Mail in der Anlage jeweils zur Verfügung und Nutzung stellte ...

Übrigens - das Design-Büro arbeitet für große und allergrößte Verkehrsunternehmen ... - und bekommt für seine Bemühungen sicherlich (auch "umgerechnet") weit mehr als 10,00 €uro Honorar für ein solches original-entwickeltes bzw. skizziertes Artefakt-Detail - auch wenn sich "mein" Bild ja "nur" als Werbehintergrund auf einer Seite der Design-Homepage irgendwo und irgendwie aufhält ...

ich habe hier nun den mir zugemailten "Entwurf" dieser Seite für die Design-Büro-Homepage als Eindruck unleserlich verfremdet ...

Auf alle Fälle: Viel Spaß wünsche ich damit ... - und ich werde mir von den 10,00 €uro (eigentlich ein viel zu geringes Schmerzensgeld für eine derartige "Beleidigung" ...) eine Flasche voll klaren Inhalts kaufen ... - und auf diesen tollen "Deal" grölend anstoßen ... - denn:

"Erst kommt das Fressen - 
dann kommt die Moral."
Bertolt Brecht *)


*) meinem ersten Impuls, die 10 €uro einfach wieder zurückgehen zu lassen, werde ich "aus lauter infantilem Trotz" nun doch nicht nachkommen ...

Dienstag, 27. Januar 2015

Hitler-Gruß - und Julia Klöckner ... Fettnäpfchen - und immer hinein ...

Freie Meinungsäußerung (???)

Julia Klöckner (CDU) - und ihr Rechtsverständnis vom Hitlergruß

von Kristiana Ludwig | SPIEGEL.de


CDU-Vizechefin Julia Klöckner irritiert mit der Aussage, der Hitlergruß sei Teil des Rechts auf freie Meinungsäußerung. SPD und Grüne in Rheinland-Pfalz werfen der Fraktionschefin Verharmlosung vor. Sie selbst fühlt sich missverstanden. Die CDU-Vizevorsitzende Julia Klöckner hat mit Aussagen über den Umgang mit Pegida-Demonstranten Kritik ausgelöst.


Es gilt das gesprochene Wort - S!NEDi|photo|caricatur
In einem Interview mit dem "Pfälzischen Merkur" sagte sie: "Ich mag natürlich auch keinen, der sich mit einem Hitlergruß ablichten lässt und Anführer einer Pegida-Demonstration ist. Dennoch ist das Recht auf freie Meinungsäußerung, auch wenn einem die Inhalte nicht gefallen, grundlegend für unsere freie Gesellschaft."


Screenshut-Ausriss aus dem Interview mit dem "Pfälzischen Merkur"
Ein Hitlergruß ist in Deutschland als "Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen" verboten. Wer den rechten Arm wie zur Zeit des Nationalsozialismus hebt, macht sich zudem wegen Volksverhetzung strafbar.

In Rheinland-Pfalz, wo Klöckner Fraktionsvorsitzende der CDU ist, kritisierte sie SPD-Generalsekretär Jens Guth scharf: "Ein Hitlergruß hat nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun. Wer den Hitlergruß des ehemaligen Pegida-Vorsitzenden Lutz Bachmann in eine Argumentationskette für Meinungsfreiheit bringt, handelt verharmlosend und geschichtsvergessen." Auch die innenpolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion, Pia Schellhammer, sagte: "Es ist erschütternd, wenn die stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU eine solche Pose verharmlost und sogar noch als Ausdruck von Meinungsfreiheit legitimiert."

Julia Klöckners Sprecher nannte die Reaktion auf ihre Aussagen "bösartig". Sie habe sich keinesfalls für eine Legitimierung des Hitlergrußes ausgesprochen und weise diesen Vorwurf "mit allem Nachdruck zurück". In dem Interview habe sie allein über das Demonstrationsrecht gesprochen. Ihr Standpunkt: "Die Leute, die in Demonstrationen einem Herrn Bachmann hinterherlaufen, nehmen ein Grundrecht wahr."

In der Debatte um den Umgang mit Pegida hatte Julia Klöckner zuletzt den Satz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisiert, der Islam gehöre zu Deutschland. Es gebe "Ausprägungen im Islam, die erhebliche Probleme mit der Gleichberechtigung von Mann und Frau haben und die die Scharia als mindestens gleichwertiges Rechtssystem zu unserer Rechtsordnung ansehen. Ein solcher Islam ist nicht automatisch ein gewollter Teil Deutschlands." Sie fordert seit längerem ein Burka-Verbot für Deutschland.

Burka unmöglich - aber Hitler-Gruß schon ...

.............................................................

Ausgerechnet zum 70. Jahrestag der Befreiung des KZ von Auschwitz wird wieder eine solche - na ich will es mal gnädigerweise "Verhaspelung" nennen - einer prominenten CDU-Politikerin bekannt ... Irgendwie sollten diese Jahrestage doch auch die Sensibilität der jüngeren Nachrückerinnen für Frau Merkel etwas mehr schärfen - gerade auch in Zeiten des laufenden NSU-Prozesses... - und von PEGIDA-Spaziergängen als "stummer" Protest zur Ausgrenzung einer gelebten und in Deutschland relevanten Religion - PEGIDA ist also auch der Protest gegen ein bestehendes Grundrecht in der Bundesrepublik - denn das Grundgesetz (GG) sichert die Religionsfreiheit in Art. 4 Absatz 1, 2 [zum Grundrecht der "ungestörten Religionsausübung" bitte hier anclicken - ich finde, durch PEGIDA wird die Religionsausübung der deutschen Muslime massiv "gestört" ...] - und dafür kann man ja schlecht mit einem anderen Grundrecht, dem der freien Meinungsäußerung, argumentieren ... 

Es ist sehr traurig, wie wenig Geschichtsbewusstsein da vorhanden zu sein scheint  - wie wenig frau da anscheinend ihre Schularbeiten gemacht hat - ehe sie ihre CDU-politische Karriere startete... Hinterher mit Sprecher-Erklärungen und zurückrudernden Verlautbarungen alles wieder ungeschehen machen zu wollen, ist schwierig, denn die
Bildquelle: WIKIPEDIA
Politiker selbst haben ja ihren Manuskript-Stempel erfunden: Es gilt das gesprochene Wort - Sperrfrist bis .... - und gerade Interviews wie das von Frau Klöckner mit dem "Pfälzischen Merkur" werden oft vor ihrer Veröffentlichung noch einmal gegengelesen ... - und wenn es sein muss, korrigiert ...: 


Hier wäre eine sensible Korrektur dringend nötig gewesen ...

Philipp Jenninger musste 1988 wegen der falschen Betonung bei einer Rede zum Holocaust-Unrecht zurücktreten ... - Und erst neulich hatte unser aller Angela in ihrer Regierungserklärung am 15.01.2015 mit dem Versprecher "Antisemitismus ist unsere staatliche und bürgerliche Pflicht" aufhorchen lassen - und meinte hoffentlich natürlich den Kampf gegen Antisemitismus. Merkel selbst registrierte den Ausrutscher gar nicht - sie folgte ihrem Manuskript bis zum Ende - ich hab auch danach nichts gehört von Bedauerung oder Richtigstellung: 
Es gilt das gesprochene Wort ...!!!

Auschwitz/Oswiecim: NIGHT WILL FALL - deutsch

zum 70. jahrestag der befreiung  des konzentrationslagers auschwitz/oswiecim: 



Night will fall - Hitchcocks Lehrfilm für die Deutschen
Film von André Singer - Dokumentarfilm 


Renommierte Regisseure wie Alfred Hitchcock wurden nach der Entdeckung der Konzentrationslager damit beauftragt, aus dem Filmmaterial der alliierten Truppen schonungslose Dokumente der Todeslager zu erschaffen. Doch die Fertigstellung seines Films verzögert sich und er landet bald unvollständig in den Archiven. Der Dokumentarfilm Night Will Fall" zeigt die Wiederherstellung des Hitchcock-Films und die dafür verantwortlichen Experten und er rekonstruiert zugleich mit Hilfe von Zeitzeugen - ehemaligen Lagerinsassen ebenso wie ehemaligen Soldaten und Kameraleuten - die Befreiung der Konzentrationslager 1944/45.

Karikatur: Die Preise der deutschen Zeitungsverleger ...


aufgedeckt
Preis der deutschen Zeitungs-Verleger


Ja - gefährlich ist's über's Moor zu gehen - 
Karikaturisten hierzulande


Mit Spannung ist die Verleihung des Karikaturenpreises der deutschen Zeitungen erwartet worden. Jetzt stehen die drei Gewinner fest, und der Hauptpreis hat mit Klaus Stuttmann den Richtigen getroffen.

Keine drei Wochen nach der versuchten Auslöschung der gesamten Redaktion des französischen Satiremagazins „Charlie Hebdo“, die allein fünf Karikaturisten das Leben kostete, wird einer der wichtigsten deutschen Preise auf dem Feld der deutschen Karikatur vergeben, noch dazu von der Presse selbst - das ist also ungefähr so - als wenn die Deutsche Bischofskonferenz jedes Jahr ihren besten Priester ausloben würde ... ( ...etwa: ...im letzten Jahr war es einer aus dem Bistum Paderborn - also wäre dies Jahr ja wohl mal  wieder Fulda dran ...)
Die Auftraggeber und Vertragspartner der deutschen Karikatur wählen aus und in ihren Reihen die doch auch irgendwie abhängig beschäftigten Karikaturisten aus  ...

Zwar muss das ja normalerweise zwangsläufig zu Proporz-Verstrickungen und Interessenkonflikten unter den Verlegern führen, doch dieses Jahr sind dabei doch anscheinend sehr "weise" salomonische Entscheidungen herausgekommen ...
Die Gewinner-Karikatur von Klaus Stuttmann (c) BDZV


Ausgezeichnet worden ist Klaus Stuttmann für eine spezielle und in ihrer subtilen mehrdimensionalen Aussage gut getroffenen Karikatur. Sie zeigt Wladimir Putin und Gerhard Schröder in sektlauniger Umarmung, und der ehemalige Bundeskanzler sagt zum russischen Präsidenten: „Obama hat ihn schon, die EU hat ihn schon – ich finde, jetzt bist du mal dran mit dem Friedensnobelpreis.“ 

Denn der Witz bei Klaus Stuttmanns Arbeiten besteht häufig darin, dass die oberflächliche Pointe eine tiefere Kritik verbirgt, hier ist es die an voreiligen Verleihungen dieser international wichtigsten politischen Auszeichnung, wie sie immer wieder vorkommen. Stuttmann legt seinem Gerhard Schröder eine Äußerung in den Mund, die ein vernichtendes Urteil über den Friedensnobelpreis fällt.

An dem Wettbewerb um den Karikaturenpreis der deutschen Zeitungen nahmen diesmal sechzig Zeichner teil. Neben Stuttmann wurden noch zwei weitere Auszeichnungen verliehen. 

Platz zwei für Martin Erl  (c) BDZV


Der  zweite Platz ging an Martin Erl, der unter anderen für die „Saarbrücker“ und die „Braunschweiger Zeitung“ zeichnet, für seine Szene eines Billardstoßes, bei dem eine mit A gekennzeichnete Kugel zwei andere mit F und D rammt, so dass eine vierte mit dem Buchstaben P vorangetrieben wird. Das ist denkbar einfach gezeichnet, aber subtil gedacht und ohne Spott gegenüber AfD oder Pegida - Karikatur als gezeichnete Analyse. 

Auf dem dritten Platz: Thomas Plaßmann  (c) BDZV

Der dritte Preis ist an Thomas Plaßmann („Frankfurter Rundschau“) vergeben worden. Die prämierte Karikatur zeigt einen hin- und hergerissenen verstörten Fahrgast in der U-Bahn, dessen Nachbarn Zeitungen mit zwei unterschiedlichen Schlagzeilen lesen: „Rentenreform kostet 60 Milliarden“ und „Deutsche für Sterbehilfe“. 

So hat der Wettbewerb Karikaturen doch auch - wenn auch indirekt - zu den drei heißen Jahres-Themen geführt: zur Ukraine-Krise, zu Pegida und zur Sterbehilfe. Das Massaker von den fünf Karikaturisten in Paris lag diesmal noch jenseits der Ausschreibungsfrist.

nach einem faz.net-Artikel von ANDREAS PLATTHAUS

Sonntag, 25. Januar 2015

Gedicht & Bild: "De Zwarte St.Piet" - Senioren-Betreuungsinstitut für Jong & Oud

S!NEDi | wohnanlage jung & alt - "inklusion = zugewinn" - achten sie auf die video-überwachungskamera - ganz rechts an der backsteinwand - vollkommene sicherheit für jedermann ist unser oberstes ziel ...

















Da werfe ich halt den ersten Stein
Und manchmal Angelschnüre

In die Weite - knapp über den Wassern
Mal sehen  - wie sie auf der Oberfläche hüpfen
Ehe sie eintauchen -
Und Blasen aufsteigen -
Und Kreise ziehen ...


In dieser Wohnanlage 
"De Zwarte St. Piet" 

Im niederländischen 
Oud-Voorsloot 

Ganz nahe der deutsch-niederländischen Grenze - 
Habe ich mich zunächst erst einmal vormerken lassen - 

Falls für mich mal über kurz oder lang - Jong & Oud
Ein Pflegeplatz rund um die Uhr 

In Frage kommen sollte - bzw. benötigt wird ...

In dieser individuellen Wohnanlage für Senioren 
Sind philippinische, thailändische 

Und polnische Pflegekräfte zu Genüge rund um die Uhr 
Mit garantiert bundesdeutschen Tarifverträgen -  

Nach Meinung des Betreibers - in ausreichender Zahl  - vorhanden ...

Und ich finde dort - so wurde mir verbindlich zugesichert - 
Ein komfortables und lebendiges auch deutschsprechendes Haus für ein allseits erfülltes Leben im Alter. 

Hier wohne ich in direkter Nachbarschaft mit 
Historischen Denkmälern aus der niederländischen Geschichte ...  -

In der Anlage befindet sich noch eine Kindertagesstätte und eine Werkstatt für Auszubildende im Friseurhandwerk - sowie Studentenappartements (= Jong & Oud) ... - 


Aber lassen wir doch das Betreuungs-Institut aus ihrem
Informativen Flyer direkt zu uns sprechen ...:

In nur sieben Minuten von unserem Standort aus erreichen Sie 
Mit dem Bus oder dem Taxi die Innenstadt, mit dem Theater, 

Die Hochschule - und das veraltete Schloss einer 
Längst ausgestorbenen Fürstenfamilie ... 

Der niederländische grenznahe Ort zieht Kulturbegeisterte und Gäste auch aus umliegenden Regionen an ...

WIR REDEN NICHT ÜBER "INKLUSION" - WIR (ER)LEBEN SIE SCHON ...

Sie können also ab und an auch mal Deutsch oder sogar Plattdeutsch sprechen ... - 
Und so  kommen Sie vom Norm-Deutsch-Russisch der "normalen" deutschen Pflegekräfte Endlich einen Schritt weit weg ... 

Sie wohnen gut betreut in Ihren eigenen "4-Wänden" und müssen,
Wenn Sie einmal auf Hilfe angewiesen sind, 
Nicht auf eine Pflegestation umziehen. 

Anders als in anderen Altenheimen versorgt und betreut Sie unser Ambulanter Pflegedienst 

(Sogar ganz zum Schluss, 
Den Sie bestimmen - 
Unser institutseigenes Hospiz-, 
Sterbehilfe- und Bestattungs-Team - 
Alles aus einer Hand ...  
s. das Kleingedruckte unten ...)

In Ihren "eigenen 4-Wänden" - ist das doch einfach nur schööön ...

In der Seniorenresidenz finden Sie ein umfangreiches Service- und Veranstaltungs-Angebot vor:
Vom eigenen Pflegebett mit Schrank und Tischchen bis hin zum Bewegungsbad - und ein hochwertiges Kulturprogramm 

Wir fahren Sie zu einer direkt für Sie ausgeklügelten Physiotherapie - 
Und da sind für die Seele kulturell z.B. Gottesdienste aller Konfessionen -

Auch Muslimisch und Buddhistisch... - 
Bulli-Transporte zu den Gotteshäusern ... - Kino - Heim- bzw. Puschenkino in den eigenen "4-Wänden" ...

Ausflüge je nach Jahreszeit z.B. Ostermarkt - Sommermarkt - 

Sommer-Ausflug "ohne Koffer" meist zu einem der in der Nähe liegenden Ausflug- oder Badeseen - oft - je nach Tarif - mit Kaffe & Kuchen einhergehend -
Und fakultativ: Herbst- bzw. Vor-Weihnachtsmarkt - Weihnachtsmarkt ... usw. - 

Je nach dem wie lange Sie dann insgesamt bei uns sind - mal so - mal so ...

Sie werden kostenlos bzw. äußerst günstig 
Zur Teilnahme an Beisetzungen und Beerdigungen Ihrer Angehörigen und Bekannten -

Aber auch - falls vonnöten - zu Taufen eines Ihrer süßen Enkelchen und Urenkel Transportiert - aber auch gerne auf Wunsch zu Beisetzungen  von 

"Prominenten", die Ihr Leben begleitet und bereichert haben...  - auch "Auswärts" ...

Alles, was Sie zum täglichen Leben brauchen, ist in Ihrer Wohnung 
Oder nur ein paar Schritte von Ihrer Wohnung entfernt ... 

Kultureller Mittelpunkt des Hauses ist der großartig gestaltete Festsaal, 
Der mit seinem hochwertigen Kulturprogramm - mit Konzerten, 

Theaterabenden, Vorträgen, Kabarett und Ausstellungen auch viele Gäste außerhalb des Hauses anzieht. 
Zudem bietet diese Seniorenresidenz exklusiv für ihre Bewohner 

Veranstaltungen wie Gedächtnistraining (!), Stammtische (!), Lesungen(!) oder Bridge (!) an - 
Leider haben wir zur Zeit für "11-er-raus" keine Fachkraft angeheuert ... - 

Aber was nicht ist - kann ja noch werden (das Gleiche gilt auch leider für "Schach" ...)

Ja - und trotzdem - ist das nicht einfach nur alles prima - prima - und das merken Sie lieber Leser ja auch - unmittelbar  ... ???

...Von der Wiege bis zur Bahre ... - eben für Jung & Alt - 


(... Übrigens: wir helfen auch professionell - 
Auf eigenen Wunsch - 
Wenn es einmal soweit ist - 
In Fragen zur aktiven "Sterbehilfe"
[in den Niederlanden kein Problem...]
Und mit unserem institutseigenen Bestattungsinstitut - 
Mit eigenem Krematorium und Personal - 
Bei einer raschen Abwicklung - 
Gern über den Tod hinaus ... - 
Motto: Es ist für alles gesorgt - 
       Hier werden Sie würdevoll entsorgt -)
...Wir warten gern auf Sie ...


"De Zwarte St. Piet"
  Oud-Voorsloot

  ...in den Niederen Landen

Und all die bunten Fensterrahmen
Ganz individuell - ein jeder nach seiner Fasson
Mal sehen -  das steht dann wohl
Für das Individuelle in jedem Menschen ...

Zermalmt - vollständig zerkleinert wie das Mehl
Zerstäubt in viele aberhunderttausende allerkleinste Partikelchen ...
Aber nicht - gänzlich vernichtet ... - 
Herumwabbernd im Wolkendampf  - wie Krankenhauskeime ...
Vergessen Sie nicht - ihre Schutzkleidung
Anzuziehen ...

S!NEDi

P.S. Alle Bezeichnungen sind frei erfunden - Ähnlichkeiten oder Übereinstimmungen mit tatsächlich vorhandenen Instituten bzw. Ortschaften und Landstrichen gleichen Namens wären rein zufällig ...

Photos wie gemalt | S!NEDi | Ein kostenloser Sonntags-Gallery-Besuch ...


Photos wie gemalt
S!NEDi 2015

Zum Nebel-Schnee-Sonntag ein kostenloser Gallery-Besuch in 6,5 Minuten ... 43 Arbeiten - angelehnt an den Werkstil von Jörg Sasse - zu der wunderschönen Musik von G.F. Händel "Sarabande", gesungen von Sonja Youcheva ...


Samstag, 24. Januar 2015

S!NNTAGSMALER: green green snow

S!NEDi | man muss das auch mal so sehen ... | von heute

Freitag, 23. Januar 2015

Photography: Jörg Sasse | Malerphotograph = großes Vor-Bild für S!NEDi

Malerei und Photographie in den Arbeiten Jörg Sasses

9994, 2001 | 120 x 200 cm | 47.2 x 78.7 inch - Detail - Kategorien:  Berge    Grün    Pflanze    Rot    Struktur    Wasser
Ein Stück 'Wirklichkeit' oder 'Außen' haftet allen Fotos an und zwingt ihre Erzeuger wie auch ihre Betrachter in eine gewisse Distanz. Genau diese Entfernung entzieht sie der Kontrolle und unterscheidet sie von Bildern, wie sie die Malerei hervorzubringen vermag. Die Arbeiten Sasses sind keine Fotografien. Ihnen haftet dennoch etwas von Fotografien an und sie bestimmen ihre Entstehung mit. Schnappschüsse werden mittels digitaler Bildbearbeitung in ein anderes Medium überführt und mit diesem gelingt die Verwandlung in 'Malerei'. 9994, 2001 (120 x 200 cm) Dabei geht die Kontrolle über das entstehende Bild wieder an die Hand zurück. Analog zur Hand des Malers, die den Pinsel führt, führt sie nun die Maus. Ihre Herstellung verdanken sie einer Umkehrbewegung: statt eine weiße Leinwand zu füllen, wird ein aus fremdem Kontext entnommenes Foto durch Wegnahme und Veränderung des Vorhandenen in ein Bild verwandelt. Das als 'Wirklichkeit' Festgehaltene des Fotos wird zum Material, aus dem die Wirklichkeit des Bildes entsteht. 

Das Ergebnis ist den Bildern, die Malerei erzeugen kann, nahe. Dennoch ist es nicht Malerei mit anderen Mitteln. Es hat sich etwas von dem eingeschlichen, was das Foto von allen anderen Bildmedien unterscheidet und sich auch in seinen Derivaten Film, Fernsehen, Video und Internet erhalten hat. Es sind kontrollierte Bilder, denen das Herausfallen aus der Kontrolle anzusehen ist. Damit haben diese Bilder die Tendenz, 'Wirklichkeit' zu transportieren: als das Unvorhersehbare, Zufällige, das sich manchmal spät erst und überraschend äußert. Beim Foto nehmen immer zwei wahr. Der Fotograf, der bemüht ist den Ausschnitt und damit das Bild zu kontrollieren, und die gleichgültige Mechanik der ablichtenden Kamera, durch die sich ein Stück Unkontrolliertes auf das Bild zeichnet. Nicht nur die Amateurfotografien zeigen Dinge, die unbemerkt im breiten Strom des Wahrgenommenen mitschwimmen. Nach Benjamin erfahren wir durch sie vom Optisch-Unbewußten. Es ist klar, was das ist: ein unkontrolliert Wahrgenommenes, das im Foto zu einem Wahrgenommen wird, das sich unserer ordnenden Kontrolle entzieht. Daher kann es neugierig machen, befremden, beunruhigen, überraschen.

Mit Sasses medialen Transformationen wird aus dem Multiplen und Wiederholbaren, das dem Amateurfoto eignet, das Unwiederholbare, Einzigartige, das ein Bild definiert wie es die Malerei anstrebt. Doch ist die Umkehrung tiefer, denn sie verwandelt das vermeindlich als 'wirklich' festgehaltene und sich als utopische Konvention entpuppende 'Augenblicksbild' zum Einblick in die verstellte 'Wirklichkeit' unserer Zeit, in die Unzugänglichkeit von 'Wirklichkeit'. Das kennzeichnet auch die Umkehrung oder wechselseitige Durchdringung von Malerei und Fotografie in Sasses Arbeit am Bild. Der festgehaltene Augenblick wird zum dauernd Flüchtigen gewandelt. Um das zu zeigen, bedarf es der Schönheit. Es ist die Glätte der bildnerischen Lösung, die uns verführt, diese Bilder zu genießen, die aber darum nicht davor bewahrt, das Verschwinden des 'Wirklichen' als deren eigentliches Thema zu bemerken. Es sind dies aufdeckende Kräfte, die seine Bilder denen der Fotografie ähnlich machen. Doch ist die Art des Aufdeckens verschieden. Die Malerei deckt auf, um ein Ganzes oder die Totalität zu zeigen, die Fotografie deckt auf, um mit der Herauslösung aus der Totalität der Dissoziation ansichtig zu werden. Die wechselseitige Durchdringung der Medien gibt Einblicke in unser Verhältnis zur Welt. Dabei zeigt sich in Sasses Arbeiten die Aporie des fotografischen Bildes mit den Mitteln der Malerei als Aporie unseres Verhältnisses zur 'Wirklichkeit', die wir seit langem schon vor allem durch Bilder wahrnehmen.

Thomas A. Lange, 2002 - 


----------------------------------------------------------------

Was mich interessiert, ist der Punkt, an dem das autonome Bild an der Wand mit dem Verweis auf die gewesene Wirklichkeit trifft. Der Punkt, an dem man meint, etwas erkannt zu haben, das sich im nächsten Moment jedoch wieder entzieht. (Jörg Sasse)
Jörg Sasse | bearbeiteter Ausschnitt aus: WIKIPEDIA | Hochgeladen von Hpschaefer


Jörg Sasse (* 1962 in Bad Salzuflen) ist ein deutscher Fotograf und bildender Künstler. Er gilt als Vertreter der Düsseldorfer Fotoschule.

Er lebt und arbeitet in Brandenburg. Sasse studierte als Meisterschüler bei Bernd Becher an der Kunstakademie Düsseldorf. Dort hatte er von 1988 bis 1989 einen Lehrauftrag. Anschließend folgten diverse Projekte und Vorträge an verschiedenen Hochschulen. Ab 2003 war Sasse Professor für Dokumentarfotografie an der Universität Duisburg-Essen (heute Folkwang Universität der Künste), die er auf eigenen Wunsch nach fünf Jahren Lehrtätigkeit wieder verließ.

Jörg Sasse ist im traditionellen Sinne kein Fotograf. Fotografien Anderer aus sehr unterschiedlichen und zufälligen Quellen wie Fotoalben (Aufkauf von Nachlässen) und Flohmärkten dienen ihm als Vorlagen, die als Grundlage für neue Bilder dienen. Diesen Prozess des Collagierens und Veränderns betreibt Sasse am Computer. Jörg Sasse verändert eine Vielzahl der vorgefundenen Elemente der Fotografien: Ausschnitt, Perspektive, Farbe, Schärfe usw. Es entstehen Bilder, deren Ursprung oft nicht mehr erkennbar ist. Sie präsentieren eine perfekte neue Realität, die aber Sprünge besitzt. In seinem Spiel mit der Wirklichkeit bzw. der fotografisch dargestellten Realität gelingt es Sasse, dass für die Betrachter bei genauerem Hinsehen Irritationen entstehen, die aus Widersprüchen zwischen Alltagserfahrung und -wahrnehmung herrühren (z. B. in dem er die Zentralperspektive scheinbar aufhebt). Die Bildtitel generiert Sasse in der Regel als vierstellige Zahlenkombinationen, so dass Verweise auf die Gegenstände der verwendeten Fotografie ebenso fehlen wie auf einen intendierten neuen Gegenstand.

Sasse beschäftigt sich in seiner fotografischen Arbeit mit dem Alltag, der Alltagskultur, die in den Werken von Amateurfotografen abgebildet ist. Ausgangspunkte waren der frühe Beginn einer Sammlung von Amateurfotografien, sowie die seit den 1980er Jahren selbstfotografierten alltäglichen Inneneinrichtungen, entsprechende Details und Schaufenster. Angesichts der Möglichkeiten der Computertechnik konzentrierte er sich seit ca. 1990 schließlich zunehmend auf das Bearbeiten fremder Fotografien, 1993 veröffentlichte er sein erstes auf diese Weise entstandenes Bild, ein sogenanntes „Tableau“.

2004 stellte er erstmals seine „Skizzen“ vor, digital bearbeitete Aufnahmen in kleineren Formaten. Die aus Skizzen entstehenden Arbeiten bezeichnet er als „Tableaus“, sie bilden seit den 1990ern den Schwerpunkt seines Werkes. Es handelt sich um großformatige Bilder, die teilweise stark verfremdet sind und sich von der Auseinandersetzung mit dem Alltag entfernen (siehe hierzu das Plakat auf dem Porträt Sasses, das einen Ausschnitt aus einem seiner Tableaus wiedergibt). Sie zeichnen sich aus durch eine Art malerische Komponente.

Sasses 2008 erstmals im Musée National d’Art Moderne in Paris ausgestellte Arbeit Speicher I ist eine 3-dimensionale Skulptur, die 512 Bilder beinhaltet. Die Arbeit ist die Analogisierung einer komplexen digitalen Datenbank, die es ermöglicht, zu 56 unterschiedlichen Kategorien die verschiedenartigsten Hängewände zu erzeugen. Die Arbeit ist seit 2010 im Kunstmuseum Bonn in einem eigenen Raum zu sehen.

Der Speicher II, der das erste Mal in Essen im Rahmen der RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas gezeigt wurde, umfasst ebenfalls 512 Bilder. Das Ausgangsmaterial für den Speicher II stammt jedoch gänzlich aus dem Ruhrgebiet aus den Jahren zwischen Mitte der 1950er Jahre bis 2009.

Neben den „Tableaus“ entsteht seit dem Jahr 2009 die Serie der „Lost Memories“, deren fotografischer Ursprung nicht sofort ersichtlich ist. Wie auch bei den „Tableaus“ werden hier bei der Bearbeitung am Computer alle Entscheidungen zum Bild im Prozess getroffen. Die oftmals in anderen Arbeiten erzeugte Erinnerung an etwas zuvor Gesehenes wird bei den „Lost Memories“ überführt in den Spannungsraum zwischen der Wahrnehmung fotografischer Farbräume und die mit organischen Strukturen verbundenen Assoziationen. WIKIPEDIA

zu den hier erwähnten aber nicht abgebildeten Arbeiten  siehe Homepage von Jörg Sasse

--------------------------------------

Jörg Sasse

Im Rahmen seines künstlerischen Werks versteht Jörg Sasse die Fotografie niemals als eine bloße Abbildung der Wirklichkeit, sondern er analysiert die Bedingungen, sowohl der Entstehung als auch der Wahrnehmung, des fotografischen Bildes. Im Zentrum dieser künstlerischen Reflexion stehen sowohl Fragen nach der Entstehung als auch nach den visuellen Qualitäten solcher Bilder. Als Grundlage für seine konzeptuelle Arbeit am Bild dienen Sasse sowohl eigene Digitalfotografien als auch vorgefundene Amateuraufnahmen. Die Motive dieser Fotografien sind alltäglich bis banal und stammen aus allen denkbaren Lebensbereichen. Für ihre Bearbeitung setzt Sasse bereits seit Anfang der 1990er Jahre digitale Techniken ein. Dabei wird diese Arbeit am Computer nicht als Manipulation oder Verfälschung des Urbildes gesehen, sondern sie stellt eine Ergänzung der fotografischen Arbeit dar, durch die die von Sasse gesuchte bildliche Autonomie erst möglich sein kann. Durch die Bearbeitung, die jene für das Medium typische Referenz zur Wirklichkeit endgültig löscht, werden die ursprünglichen Farben und Formen verändert und lösen sich an der Oberfläche in einzelne Pixelstrukturen auf. So werden Räumlichkeit und Tiefe auf einmal zur reinen (Projektions-)Fläche. Diese an der Realität gemessenen Unschärfen führen zu einer eigenen, abstrakten Wirklichkeit im Bild, die – vergleicht man sie mit einer herkömmlichen Fotografie – zeitlos und selbstreferenziell ist.

1962 in Bad Salzuflen geboren, lebt und arbeitet in Berlin.

Quelle



----------------------------------------------------------------------

"Wirklichkeit ist überhaupt nur darzustellen, indem man sie konstruiert." (Andreas Gursky)
Also: Haargenau die gleiche Photographier- und Bearbeitungs-Philosophie wie im Aufsatz oben von Thomas A. Lange über die Arbeiten Jörg Sasses und Sasses Ausführungen im Video, vertrete ich bei meinen Arbeiten hier in diesem Blog - soweit die aktuellen Themen, denen ich mich ja auch stelle in verschiedenen Genres, oder die im Netz "gefundenen" Photo-Vorlagen oder die eigenen Knipsereien das zulassen ... 
Ich male mit photographischen Elementen - und es entsteht immer ein originales eigenständiges Werk, das ich auch nicht genau vorherplane, sondern dass sich allmählich im Prozess mit den verschiedenen Photoshop-/u.a. Bearbeitungsfiltern ergibt - und aus meiner jeweiligen Sichtweise je nach Stimmung ...
Die Frage nach dem Bild- und Urheberrecht stellt sich bei den von mir verwendeten vorgefundenen "Rohmaterialien" ebenfalls nicht: Ich nehme das photographische Material aus einem anderen Zusammenhang und stelle wie ein Editor sie ineinander und übereinander und in anderen Farben und gedreht und gewendet usw. und geben ihnen so eine neue Bedeutung - und damit bin ich der Autor, auch wenn ich das Material nicht selber "geschossen" habe ... - so sehe ich das ... 
Die folgenden Motive stammen jedoch ausschließlich aus meiner Kamera ...

Hier nun 8 einschlägige Arbeiten von S!NEDi in einer kleinen Extra-Photo-Gallery - sozusagen nach "Sasse-Art" - (natürlich muss ich noch üben...):


S!NEDi | glubsch  | von 2009

S!NEDi | rote frau mit hund | von 2015
S!NEDi | z-strand | von 2015

S!NEDi | heimatkunde | von 2011
S!NEDi | red house | von 2015
S!NEDi | stern23 | von 2015
S!NEDi | familienaufstellung | von 2013
S!NEDi: innenleben von emil noldes gartenhaus | von 2013




Religion für das Leben | Michel Houellebecq: Ohne Religion ist das Leben ein Trauerspiel ...


aufgewühlt ...


Michel Houellebecq:
Ohne Religion ist das Leben ein Trauerspiel ...

Michel Houellebecq hat es mit dem Katholizismus versucht. Und mit dem Buddhismus. Bei letzterem habe er sich "furchtbar gelangweilt", sagt der Autor von "Unterwerfung". Ein Gespräch über Religion - ...

Auszug eines Interviews von Alex Rühle, Köln | sueddeusche.de
















Sind Sie denn selbst gläubig?

Nein, das ist ja das Tragische. Ich versuche es immer wieder. Seit ich 13 bin, denke ich, das Universum ist so unfassbar - es kann doch nicht sein, dass das alles einfach so da ist. Aber es gelingt mir trotzdem nicht, zu glauben.

Und warum braucht der Mensch die Religion? Zur Absicherung der eigenen Werte?

Ja. Das Leben ist ohne Religion einfach so über alle Maßen traurig.

Bei Ihren Versuchen, wollten Sie da zum Katholizismus konvertieren?

Stimmt, aber es hat nicht geklappt.


Haben Sie es auch noch mit einer anderen Religion versucht?

Buddhismus. Da saß ich rum, starrte die Wand an und habe mich furchtbar gelangweilt.

Ihr Held François konvertiert ja auch. Allerdings zum Islam.

Ursprünglich wollte ich, dass er Katholik wird. Aber ich habe mehrfach versucht, die Szene zu schreiben, und es fühlte sich immer falsch an. Da kam mir die Idee mit dem Islam.

Stimmt es, dass Ihre Mutter, als sie Sie als kleines Kind weggegeben hat, zum Islam konvertiert ist?

Ach die. Die ist alle paar Jahre irgendwo andershin konvertiert.

Und wo ist sie mittlerweile angekommen?

Bei den Russisch-Orthodoxen.

Ihre Mutter hat ein Buch über Sie geschrieben, in dem sie Sie übel beschimpft hat.

Pfffffff.

Okay, zurück zum Buch. War der Konfessionswechsel Ihres Helden die Grundidee?

Nein. Ich habe angefangen mit François, der ja jetzt im Buch Professor ist. Anfangs war er Student und las den ganzen Tag den Autor Joris Karl Huysmans.

Das tut er als Professor auch. Was hat Sie so an Huysmans fasziniert?

Ich war sehr unglücklich und einsam als Student. Wenn ich damals schon Huysmans' Bücher gekannt hätte, wär es mir ganz bestimmt besser gegangen.

Warum denn das?

Weil er so über die Maßen angeekelt ist von der Welt.

Und das soll einem helfen, durchs Studium zu kommen?

Ja, weil es wahnsinnig komisch ist. Er übertreibt so dermaßen, egal ob er jetzt Käse beschreibt, einen Pfarrer oder eine Straße. Das sind so intensive Beschreibungen des Abscheus, dass daraus plötzlich beim Lesen eine irrsinnig intensive Lebensfreude kommt.

Sie sind schon echt bizarr.

Überhaupt nicht. André Breton hat das ganz genauso empfunden. Probieren Sie es aus, es ist wirklich ein Heidenspaß.

Huysmans stand also am Anfang Ihres Romans?

Ja. Der war anfangs totaler Nihilist und Décadent und wurde später Katholik. Das wollte ich mit einem Helden unserer Tage probieren. Dann kam die Liebesgeschichte dazu. Zu dem Zeitpunkt merkte ich, dass um mich herum die Juden das Land verließen. Also habe ich aus der Geliebten eine Jüdin namens Myriam gemacht, die zusammen mit ihrer Familie nach Israel auswandert.

Im letzten Jahre sind 7000 Juden nach Israel gegangen.

Ja. Der Wahnsinn. Wenn die Juden Frankreich verlassen, können wir den Laden eh zumachen.

Warum wird François denn dann später Moslem?

Weil der Islam gerade enormen Aufwind in Europa hat. Und weil ich überzeugt bin, dass im Grunde nur Zivilisationen überleben können, die auf einer Religion fußen.

2002 brachten muslimische Verbände Sie vor Gericht, weil Sie den Islam als "gefährlich" und als "dümmste aller Religionen" bezeichnet hatten. Dem Richter haben Sie erklärt, Sie hassen oder verachten weder die Muslime noch die Araber, sondern nur ihre "dumme Religion". Es würden zwar alle monotheistischen Religionen eher Hass als Liebe predigen und die Bibel sei "voller Passagen, die so langweilig sind, dass man kotzen könnte", aber wenigstens sei in einigen biblischen Texten Poesie zu finden, im Gegensatz zum Koran. Würden Sie das heute auch noch sagen?

Überhaupt nicht. Ich habe mittlerweile den Koran gelesen, hat mir gut gefallen.

Im Buch sagen Sie, Transzendenz sei "ein selektiver Fortpflanzungsvorteil". Wie meinen Sie das?

Wer gläubig ist, bekommt mehr Kinder. Und die Mehrheit setzt irgendwann ihre Werte und Vorstellungen durch.

Aber reden Sie da nicht einem rechtspopulistischen Biologismus das Wort?

Nö.



Khaled Idris Bahrey - "Aufklärung" über einen Mord - In eigener Sache ...


In eigener Sache: Okay - die eklatanten Ermittlungspannen direkt nach Bekanntwerden des Mordes an Khaled Idris Bahrey (20) aus Eritrea, bei gleichzeitig am Mordtag noch durchgeführten fremdenfeindlichen PEGIDA-Abendspaziergängen in Dresden - das Hitlerbärtchen-Bild des nun zurückgetretenen PEGIDA-Chefs, die verwirrenden Ermittlungen danach ("kein Mitbewohner mehr unter Verdacht"... - dann: doch Mitbewohner als Täter ...), die Demos und Gegendemos, die Absagen des letzten Spaziergangs wegen Anschlagsdrohungen - die LEGIDA-Eskalationen - eben dieses ganze Für und Wider schafften auch hier bei mir eine Gemengelage, die mich dazu veranlassten, in diesem Blog mehrmals von diesem Mord und den Ermittlungen zu berichten - und in meinem YouTube-Kanal ein Video dazu aus den Tagesthemen hochzuladen ... 
Der Mord an einen so jungen Mann - der hier sein Glück suchte aber nur unzureichende und unwirtliche Unterkunft, Drogenmilieu und zum größten Teil massive Abweisung durch die "Gastgeber"-Bevölkerung fand, macht mich in jedem Fall weiterhin betroffen - auch nun nach der so "billigen" Aufklärung der Todesumstände ... 
Da sehr abwertende Kommentare zu dem YouTube-Video, besonders jetzt nach der formalen Aufklärung des Falles, abgegeben wurden - und ich allen Grund habe, zu vermuten, dass heute Nacht auch ein diesbezüglicher Blogbeitrag hier "gehackt" wurde und mit eigenartigen Zusätzen versehen wurde - habe ich alle Beiträge zum Thema - außer diesem hier - nun gelöscht, um wirren Leuten hier kein Forum zu bieten, ihre "klammheimliche" Freude über die Richtung dieser "Aufklärung" des Mordes zu bieten ...  
Die nun von der Staatsanwaltschaft Dresden vorgelegten und veröffentlichten Tatfakten sind formal sicherlich kaum anzuzweifeln - in einer solch aufgeladenen sensiblen Atmosphäre hoffentlich schon gar nicht - aber die eigentlichen Gründe dafür, die zu einer solchen Tat letztlich geführt haben, sind noch lange nicht mit dem Geständnis des Mitbewohners "aufgeklärt" - und dagegen sehe ich im Großen und Ganzen auch wenig Initiativen für eine vernünftige Prophylaxe gegen solche tödlichen Schicksale ...: das Ertrinken im Mittelmeer und die hier lauernde Drogeneskalation - bei einem Sozialarbeiter für mehrere 100 Asylbewerber als Integrations- und Traumaberater (Fluchterlebnisse und Kulturschock) - das ist das, was €uropa und auch Deutschland mit Mühe und Not diesen "ach so benötigten" blutjungen Menschen an "Zukunft" bis jetzt anbietet ... - meint S!NEDi ...

Khaled Idris Bahrey (20): alleingelassen und unter ganz miesen Umständen, für die wir hier letztlich Verantwortung tragen, ermordet ...

Toter Flüchtling in Dresden
Haftbefehl gegen Mitbewohner von Khaled Idris Bahray erlassen

Der Tod von Khaled Idris Bahray ist offenbar aufgeklärt: Gegen einen Mitbewohner des Asylbewerbers aus Dresden wurde Haftbefehl erlassen. Er soll gestanden haben, für den Tod des 20-Jährigen verantwortlich zu sein.

Dresden - Der gewaltsame Tod eines Asylbewerbers in Dresden ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft aufgeklärt. Gegen einen Mitbewohner und Landsmann des 20-Jährigen aus Eritrea sei Haftbefehl wegen Totschlags erlassen worden, sagte Behördensprecher Jan Hille am Donnerstag. Laut Hille handelt es sich um einen 26-Jährigen.

Der Verdächtige legte demnach ein Geständnis ab. DNA-Spuren auf der mutmaßlichen Tatwaffe hatten zu dem Mann geführt. Wie SPIEGEL ONLINE aus Ermittlerkreisen erfuhr, wurden bei der Obduktion des Toten erhebliche Spuren von Drogen im Blut gefunden.

Die Leiche des Flüchtlings war am 13. Januar morgens vor einem Hintereingang einer Plattenbausiedlung im Stadtteil Leubnitz-Neuostra gefunden worden. Dort lebte er zusammen mit sieben anderen Eritreern in einer Wohnung. Laut Staatsanwaltschaft starb Khaled Idris Bahray durch Messerstiche in Hals und Brust.

Zunächst hatte die Polizei keine Anhaltspunkte für eine Fremdeinwirkung gesehen. Nach der Obduktion wurde die Mordkommission auf 25 Beamte aufgestockt.

Die Ermittler gehen nun davon aus, dass der Fundort der Leiche auch der Tatort war. Demnach war zwischen den beiden Männern vor dem Hintereingang ein Streit über die Haushaltsführung in der Wohngemeinschaft ausgebrochen, der dann eskalierte.

Nach der Tat war bekannt geworden, dass Unbekannte zuvor Hakenkreuze an die Wohnungstür geschmiert hatten. Die Arbeiterwohlfahrt, die die Männer betreute, berichtete zudem von Tritten gegen die Tür. Auch deshalb spekulierten viele, dass Rechtsextreme für den Tod von Khaled Idris Bahray verantwortlich sein könnten. Mitbewohner des Mannes aus Eritrea, aber auch andere Asylbewerber und -helfer hatten zudem berichtet, dass in Dresden Drohungen gegen Flüchtlinge zugenommen hätten.

Zuletzt hatten sich die Mitbewohner mit einem Brief an Stadt, Politik, Polizei und Bürger gewandt. "Wir brauchen schnelle Hilfe", hieß es in ihrem Schreiben. Täglich habe man mit Anfeindungen, Aggressionen und tätlichen Angriffen zu tun.

Am vergangenen Samstag hatte ein Demonstrationszug in der Dresdner Innenstadt auf den Tod von Khaled Idris Bahray aufmerksam gemacht. Sachsens CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer sagte am Donnerstag, die "Spontan-Demonstrationen" zeigten, "welche Stereotype und Vorurteile es gegenüber Ostdeutschen gibt".

bim/stw/dpa/AFP|SPIEGEL-ONLINE