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panikattacke beim puren zeitungslesen - deutschland im juli 2016 | welt am sonntag-illustration von thomas kuhlenbeck

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RADIO CAROLINE in den 60-er/70-er Jahren auf JUIST - gut hörbar ... - CLICK ON THE PICTURE

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BARCLAY JAMES HARVEST: HYMN - ein Ohren- und Augenschmaus | S!NED!|bild|folge & music - CLICK ON THE PICTURE

Samstag, 23. Juli 2016

sprachlos ...



Klaus Brinkbäumer, Chefredaktur DER SPIEGEL:

Die Lage am Samstag
Liebe Leserin, lieber Leser,

ein Anschlag per Lkw in Nizza; ein Anschlag per Axt in Würzburg; ein Parteitag, bei dem ein narzisstischer Demagoge, dessen einzige Stärke dieser gewaltige Klang seines Namens ist, zum Präsidentschaftskandidaten ernannt wird; dann diese Woche der Dunkelheit in der Türkei; und nun die Toten von München. Das ist die Bilanz der vergangenen zehn Tage, die wie eine weitere Verdichtung eines ohnehin intensiven Jahres wirkt. Ist die Weltlage schlimmer als je zuvor? Nein, auch frühere Zeiten waren kriegerisch und tödlich, und es gab die Angst vor dem Atomschlag, auch die Angst vor dem Terror der RAF, vieles andere mehr, das allerdings langsam aus der kollektiven Erinnerung verschwindet.

Ist die Welt also wieder einmal aus den Fugen geraten? Ja, an allzu vielen Schauplätzen sieht es so aus. Politische Fehler wie verlogene, halbherzige oder unterlassene Interventionen im Irak, in Libyen oder Syrien haben sowohl Terrorismus als auch Völkerwanderungen in Gang gebracht. Die Globalisierung hat Kontinente, Länder, Städte aufgeteilt in Gewinner und Verlierer, und die Verlierer können die Produkte der Globalisierung, Smartphone und Social Media, nutzen, um ihre Wut [und ich füge hinzu: ihre angst] zu organisieren. ...
........................................................



ja - da hat es der SPIEGEL-chefredakteur heute morgen zum ausdruck gebracht, wo einem selbst die worte fehlen ... was war das für eine nacht: die meldung, die verwirrungen, die beobachtungen der "zeugen", die sich teils widersprechen und es der polizei so schwermachen in ihrer ermittlungsarbeit: und viel zu viele menschen, die sich in solchen situationen selbst profilieren müssen, ihre schlüsse, ihr halbwissen, ihr vermeintliches ausschnittswissen in die sozialen netzwerke stellen - oder ihr verwackeltes handy-video bei youtube hochladen: seht her - also ich will mit meinen aktionen mindestens auch so viel aufsehen erregen wie jener durchgeknallte attentäter dort ...
bei bild-de ist die tonspur eines solchen handy-videos verschriftlicht wiedergegeben - das spricht bände über "die lage" dieser nation: wenn durchgeknallte menschen ihre pure angst übertönen müssen, um sich als helden zu generieren:

BILD dokumentiert das Wortgefecht in Passagen. Vieles ist nicht eindeutig herauszuhören.  
DIE ABSCHRIFT DES DIALOGS 
► Anwohner 1: „ … hat seine Waffe geladen“
► Weiterer Anwohner: „... bei den Bullen … “
► Anwohner: „Ihr scheiß Kanaken … “
► Anwohner 2: „Ihr lauf da umeinander. Ihr Wichser, Alter!“
► Mutmaßlicher Täter: „Ich bin Deutscher.“
► Ein Anwohner: „Wichser bist Du! Ein Wichser.“
► Mutmaßlicher Täter: „Seid Ihr jetzt zufrieden?“
► Ein Anwohner: „Wichser du.“
► Mutmaßlicher Täter: „ Ich bin hier geboren worden. In einer Hartz-IV-Gegend. (...) Ich war in stationärer Behandlung.“
► Mutmaßlicher Täter: „Ich habe nix getan!“
► Ein Anwohner: „Du Wichser.“
► Mutmaßlicher Täter: „Kein Wort mehr. Halten Sie die Schnauze … !“
► Ein Anwohner: „Du Wichser Du!“
► Jemand schreit: „Ey! ( … ) Ihr VolIidioten.“ 
Dann fallen 2 Schüsse, Pause, Schreie. Dann wieder zwei Schüsse. Das Video endet.

die polizei sagt eindeutig, gehen sie in ihre wohnungen - aber nein: da meinen menschen, "zuerst mit dem toten sprechen" zu müssen - und ihn auch noch provozieren: "ein aufs maul - un gutt is, alter" ...

nicht die "weltlage ist schlimmer als je zuvor", sondern die menschen in diesem unserem lande: in diesem alltäglichen krieg arm gegen reich verführen die digitalen möglichkeiten und die sozialen netzwerke dazu, sich nicht mehr still in den "luftschutzbunker" zu verziehen, sondern die angst verführt dazu, sich zu präsentieren - sich "final" darzustellen - und dem verhalten des nachbarns in konkurrenz noch eins draufzusetzen: das ist das gefährliche ... - wir gefährden uns selbst mit so einem getöse ... - da wird inzwischen die privat-adresse des täters offen ins netz gestellt - und die ersten erkenntnisse, dass der täter einen facebook-account gehackt hat, um menschen zu dem schnellrestaurant zu locken, wird kommentiert mit: "...das kranke schwein ... - ...der war mehr als krank, ein perverser perser ...".

oder heute abend - also samstag - schildert der spiegel nochmal aufgeschnappte gesprächsfetzen von schaulustigen am tatort: "bin jetzt da, wo geschossen wurde, direkt davor, das glaubst du nicht, ich schick dir bilder." und auch jetzt noch verbreiten sich gerüchte und wirre geschichten. dass auch am isartor ein toter mit kopfschuss gefunden worden sei. dass die polizei den täter erschossen habe. dass "das hier noch lange nicht vorbei ist".

manchen ist es ein trost, der welt von ihrem schock zu erzählen. ein mann, mitte 40, geht an diesem nachmittag gerne vor tv-kameras. sein sohn habe hier drei freunde verloren, sagt er, zwei mädchen und einen jungen. der Junge sei sein spielkamerad aus kindertagen gewesen. sie hätten fußball zusammen gespielt.


auch der sohn eines kollegen sei unter den opfern. er selbst sei mit seinen kindern dem attentat nur knapp entronnen. am abend noch wolle man sich im bekanntenkreis treffen, zu einer kleinen gedenkfeier.

"angst essen seele auf" - heißt ein weitsichtiger auch hier zutreffender spielfilm-titel von r.w.fassbinder ...


der todesschütze - nach BILD.de 
ist der "killer: der deutsch-iraner ali 
sonboly (18)" - nach SPIEGEL.de:
"david s., 18 Jahre, aus München" ...:
ali (ein muslimisch klingender name)
oder david (ein christlich-jüdischer name)
- ist das hier die frage ???..
schon bei der attacke in würzburg habe ich ja auf dieses eigenartigen konglomerat von amoklauf mit abschließender einkalkulierter (selbst-)tötung durch sich selbst oder durch die sicherheitskräfte bezug genommen. das ist sicherlich der jüngst immer häufiger anzutreffende spezialfall eines „erweiterten“ suizids bzw. eines "mitnahme-suizids", bei dem häufig dem täter nicht bekannte menschen opfer sind. die sogenannten "selbstmord-attentäter" treten ja in ähnlicher manier auf ... - es ist zumeist die tat eines psychisch erkrankten ("ich war in stationärer behandlung ..." - polizei: "wegen depressiver erkrankungen in behandlung") oder von menschen ohne jede persönliche perspektive - meist noch jugendlich jung (dieser david diesmal war gerade 18 ...), deren geplanter abgang dann aber nicht so stickum und allein wie zum beispiel beim robert enke stattfinden soll - sondern noch einmal ein crescendo - einen abschließenden paukenschlag - setzen soll - wie auch beim herbeigeführten germanwings-absturz in den alpen 2015 - das wird regelrecht zur seuche von labilen menschen - und dann gibt es so oberhelden, die das dann auch noch provozieren und filmen und dem suizidalen typen mit ihren handlungen noch flankieren: deeskalation und "beistand" - und ganz natürliche mitmenschlichkeit - sehen diametral anders aus: nämlich vielleicht wirklich mal einfach die schnauze halten, alter - und sich ins stille kämmerlein verziehen - vielleicht hilft beten ...S!


Dienstag, 19. Juli 2016

Würzburg - Regionalbahn-Attacke: Z.91.5 ICD 10 - Updates und Schlüsse ...

update v. 20.07.2016 - 10.15 Uhr



Wir müssen das - bei allem was wir bisher wissen und im Respekt und den besten Wünschen für die Opfer - trotzdem mal einzuordnen versuchen - diese Messer-/Axt-Attacke gegen 20 Mitreisende in der Regionalbahn RB 58130 auf dem Weg von Treuchtlingen nach Würzburg, sie sollte dort um 21.12 Uhr ankommen. Um 21.15 Uhr wurde der Notruf getätigt. Nach dem Vorfall stand der Zug auf freier Strecke bei Heidingsfeld - in der Nähe von Würzburg. Diese Attacke wurde von einem heute vielleicht 17-jährigen vor einem Jahr in Bayern ankommenden sogenannten unbegleiteten minderjährigen Flüchtling aus Afghanistan oder Pakistan verübt - die Identität ist nicht eindeutig - der nach Aufenthalten in diversen Aufnahmelagern, Sondereinrichtungen nun zuletzt als Asylbewerber wohl bei einer Pflegefamilie lebte ... Er verletzte bei der Attacke vier Personen schwer, ehe er von der Polizei auf der Flucht erschossen wurde ...

Als dieser Junge vor 2 Jahren aus der Heimat lostippelte war er um die 15 Jahre alt ...- er war nach deutschem Recht jetzt bei seiner Erschießung mit vielleicht 17 Jahren immer noch nicht volljährig ...

Welche Träume hatte er ursprünglich - welche Sehnsüchte ??? - Was bewog ihn zu dem Weg über 5.000/6.000 Kilometern bis nach Deutschland - wem ist er dabei aufgesessen - wer hat das Geld für ihn an die Schlepperbanden gezahlt ... ??? Welche Perspektiven wurde ihm bisher in Deutschland in den zwei Jahren seines Aufenthaltes geboten oder aufgezeigt ???



Ich glaube, dass eine plötzliche Resignation einen vielleicht 17-jährigen alleinstehenden Menschen nach einer 2-jährigen Herumschubserei und einer plötzlichen Radikalisierung zum IS hin - wodurch auch immer ausgelöst - vielleicht durch den Tod eines Freundes in der Heimat -  dazu bringt in einer Kurzschlusshandlung im Affekt (s)einen Endpunkt zu setzen: - sei es wegen des nicht endenwollenden Kulturschocks - sei es wegen einer innerpsychischen Erkrankung oder aus einer posttraumatischen Belastungsstörung heraus - womit man ja bei der bisher bekannten Biographie des Jungen wohl rechnen muss - oder sei es durch sogenannte "Flashbacks" - plötzlich einschießende Erinnerungsfetzen an traumatische Situationen - oder aus tödlicher Langeweile und Aussichtslosigkeit ... -  Entweder kommt man dann mit einer solchen Tat in eine geschlossene Einrichtung oder in die JVA - und für die Grundbedürfnisse ist dann erst einmal für lange Zeit gesorgt und man kann kaum noch abgeschoben werden - auch wenn man dann 18 Jahre alt ist - oder man stirbt im Kugelhagel der Polizei - dann war "Allah groß", weil er dem ganzen hoffnungslosen Unterfangen so sein Ende setzte ...

Wer sich ein wenig in die inneren Vorgänge eines "unbegleiteten minderjährigen Flüchtlings" in Deutschland im Jahre 2016 hineindenken will, muss sich das obige SPIEGEL-TV-Video anschauen ... - diese Gefühls-Achterbahnen, dieses Nicht-Durchblicken, diese Enttäuschung, hier nicht das pure Paradies vorzufinden - und viele behördliche Entscheidungen in gebotenem Langmut auszusitzen.

Warum die Polizei so klar ihre finale "tödliche Rolle" in diesem Desaster ganz hyperaktiv mit einnimmt - und den Täter nicht - wie auch Renate Künst von den Grünen fragt - zunächst einmal nur mit ihren präzisen Waffen "tat-unfähig" schießt, bleibt ein Fragezeichen - zumal der Täter ja nicht mit Schusswaffen ausgestattet war, sondern mit einer Axt, die ja erst bei Anwendung in unmittelbarer Nähe verletzend oder tödlich wirken kann - was aber bei schutzgekleideten SEK-Beamten insgesamt schwierig sein sollte: hier melden auch Agenturen, der Täter sei bereits "auf der Flucht" gewesen, als er tödlich getroffen wurde.

Die Staatsanwaltschaft in Person von Bardo Backert, Leitender Oberstaatsanwalt von Würzburg, erklärte, wie es zu den tödlichen Schüssen auf den Angreifer kam. "Wie viele Schüsse abgegeben wurden, ist im Moment noch nicht klar", sagte Backert. Es seien mindestens vier gewesen - wie die beiden beteiligten Polizisten geschildert hätten: Nach seiner Flucht aus dem Zug habe der junge Afghane sich in unmittelbarer Nähe des Mains in Dickicht und Gestrüpp versteckt. Die Beamten hätten versucht, ihn dort aufzuspüren. Plötzlich sei der junge Mann aufgetaucht und auf die Polizisten zugekommen, die Axt erhoben. Ein Polizist sprach von drei bis vier Armlängen Abstand. Die Beamten hätten sich nur wehren können, indem sie schossen. [sic!]



Auf alle Fälle, so einfach wie der Polizei-Gewerkschaftsmann Wendt in einer ersten Reaktion die Künast-Frage als nervende bescheuerte "Klugscheißerei" abtut - und im Umkehrschluss als gerechtfertigte "Klugschießerei" aufbauschen will, ist es wohl auch nicht gewesen: den Job automatisch ohne Einschaltung des Kopfes zu "erledigen" ist nicht immer der Weisheit letzter Schluss  ... Wendt sagt, Frau Künast schaue wohl zuviel "schlechte Kinofilme" - ich habe nach seinen Einlassungen eher den Eindruck, er liest vielleicht zuviel US-Einsatzberichte von den weißen Kollegen drüben, die ja augenscheinlich in Rambo-Manier gegen schwarze angebliche Missetäter konsequent von der Schusswaffe Gebrauch machen, und die ja dabei auch immer mal wieder diese "Täter" "liquidieren" bzw. "neutralisieren" - ohne jede Konsequenz von Aufsichtsbehörden ... Frau Künast hat inzwischen ihre zunächst im twitter-140-Zeichenmaß lapidar hingeworfene Frage näher erläutert und präzisiert und teilweise im Ton entsprechend entschärft ...

Wendt und andere betonen, dass der Gebrauch von Schusswaffen durch die Polizei bei der Unschädlichmachung von Tätern grundsätzlich von der Staatsanwaltschaft noch einmal abschließend bewertet werde - allerdings haben hierzu bayerische Staatsbeamte und Staatsrepräsentanten ja heute bereits spontan ohne nähere Kenntnisse des genauen Hergangs das Verhalten der Polizei in diesem Falle unisono als "notwendig" und "angemessen" beurteilt - anstatt sich mit solchen Bewertungen hier ebenso vornehm zurückzuhalten wie man es denn auch von Frau Künast erwartete und ihre sicherlich ungeschickt formulierten aber berechtigten Fragezeichen zum Vorwurf macht und zum "#shitstorm" hochstilisiert - also hat die betreffende Staatsanwaltschaft doch diese bereits vorab geäußerten Meinungen ihrer Freistaats-"Dienstherren" nicht mehr im Nachhinein in Abrede stellen können - das wäre dann nämlich ein handfester Skandal ... -

Und genauso war es dann auch in der Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft: Bardo Backert, Leitender Oberstaatsanwalt von Würzburg,  kritisierte jene, die das Vorgehen der Polizei in Frage gestellt haben ...Der Staatsanwalt sagte, er habe kein Verständnis, wenn die Situation voreilig bewertet (!) werde... - und meinte dabei wohl Frau Künast - und sicherlich weniger Herrn Wendt, oder den bayerischen Inneminister Herrmann und auch den Ministerpräsidenten Seehofer - der sich klipp und klar so äußerte: „Der Polizei danke ich ausdrücklich für ihr entschlossenes und schnelles Handeln bei der Bewältigung dieser schwierigen Situation. Der Amoklauf in Würzburg zeigt einmal mehr, dass eine gut ausgestattete und handlungsfähige Polizei für unsere Sicherheit unverzichtbar ist.“ ... -  Soweit also in diesem Fall die in einem Rechtsstaat notwendige Trennung von Exekutive, Judikative und Legislative und die unvoreingenommene Unterrichtung von Politik und Öffentlichkeit - schön wär's ...

In meiner kurzen Bundeswehr-Zeit jedenfalls vor allerdings schon fast 50 Jahren (ich habe dann nach 9 Monaten den Kriegsdienst verweigert) hat man uns hinter vorgehaltener Hand bei der "Wachbelehrung" immer wieder gesagt, wenn wir schießen müssten, falls jemand nach Anrufen und Warnschüssen nicht beigeben würde, sollten wir möglichst "final" - also tödlich - treffen, das erspare eine Menge an Detailaufarbeitungen im Nachhinein ...

Trotzdem müssen wir Renate Künast dankbar sein, als aufrechte Demokratin in einem "Rechtsstaat" diese Frage - auch in ihrer Knappheit - so zu stellen: denn die völlig unangemessenen Reaktionen der Angefragten darauf zeigen ja eindeutig, wo hier bei dieser Aktion der Hase im Pfeffer liegt - und was wohl ansonsten vertuscht worden wäre ...

Insgesamt habe ich schon den Eindruck, als würde hier ein verwirrter junger Mann - ein junger Mann, der sich hier ursprünglich ein besseres Leben erhoffte als in seinem Herkunftsland - und der als "Flüchtling", als eigentlich zunächst hilfloser Mensch hierher kam und "kulturgeschockt" ist - nicht nur vom IS radikalisiert und "benutzt": sondern eben auch "von der anderen Seite" durch die Verfolgungsbehörden bzw. die Politik, die aus Budget-Verhandlungsgründen bzw. auf den Fang nach Wählern ihren "Jagderfolg" mit viel Propaganda hochstilisieren müssen - und die Medien, die ihre Auflagen und ihre "...plus"-Clicks hochhalten müssen ...

Er wird nun von den Medien und auch den Ordnungsbehörden und den staatlichen Institutionen als Popanz aufgebaut und genutzt, als ein ganz gefährlicher Brutalo stilisiert, der nur mit einem finalen Todesschuss zu stoppen war - und was vielleicht in vielen noch vor sich hin schlummert, die eine ähnliche traumatische Lebensbiographie vorweisen - und davon gibt es in Deutschland und anderswo ja bekanntlich mehrere 10.000 Menschen ... Mit Muhammad Riyadh - wie er im angeblichen "Bekenner-Video" genannt wird - oder Riaz Khan Ahmadzai - wie ihn die BILD-Zeitung nennt - hebt man nun endlich auch einen "Vorzeige"-Attentäter in Deutschland aufs Schild, der zwar andere abschrecken soll - im Umkehrschluss aber vielleicht auch viele labile Landsleute aufstachelt und radikalisiert ...

Screenshot: BILD.de - 09.20 Uhr - 20.07.2016 - Die Bilder zeigen die "verschiedenen Gesichter" des Attentäters ... - ob die Bilder des Bekenner-Videos (mehr rechts mit Messer)  mit den anderen entspannteren Bildern (mit Ohrhörer-Stöpseln) in der Person übereinstimmen (bei schon unterschiedlich genannten Namen) sollte jeder für sich bewerten - ich habe da leise Zweifel - und mir kommen alle oben abgebildeten Personen irgendwie bekannt vor - die sieht man täglich auf der Straße - mehrfach ... ...


Ein solcher Amoklauf mit abschließender einkalkulierter Tötung durch die Sicherheitskräfte ist sicherlich der in €uropa von "Asylsuchenden" jüngst immer häufiger anzutreffende Spezialfall eines „erweiterten“ Suizids bzw. eines "Mitnahme-Suizids", bei dem häufig dem Täter nicht bekannte Menschen Opfer sind. Die sogenannten "Selbstmord-Attentäter" treten ja in ähnlicher Manier auf ...

Sie sind vielleicht zumeist von den internalisierten "Leitbildern" aus dem Internet des IS ferngesteuert und angestachelt - in Wirklichkeit aber nach ihrer langen und aussichtslosen Odyssee in ein fremdes Land - in eine fremde Kultur wo angeblich "Recht & Ordnung" herrschen - im wahrsten Sinne des Wortes völlig überfordert und so emotional und psychisch und physisch vielleicht ausgelaugt und "des Lebens müde" ... Sie suchen die endlich ewige Ruhe nach dem Lärm in der Massenunterkunft und den Scharmützeln und Traumatas während der Flucht ... - aber sie wollen natürlich als "Held" sterben - und nicht als erbärmliche Memme - sind sie doch als "junge Männer" aus ihrem Herkunftsland mit den Attributen "Stolz" und entsprechendem "Macho-Habitus" sozialisiert worden und weniger mit Demut und klein-beigeben-können - und dazu sucht man(n) sich dann einen "geeigneten" theatralischen Abgang auf großer Bühne - und "radikalisiert" sich - denn der IS liefert dazu im Internet die Blaupause - man muss sie nur anclicken - und dann malt man in einen College-Block mit Filzschreiber eine wackelige IS-Flagge und schreibt noch einen wirren Abschiedsbrief an den Vater - kalkuliert also den eigenen Tod von vornherein mit ein  - und schickt noch rasch ein Bekenner-Video ins IS-Netz - und dann: ab geht's ...

Der Begriff „erweiterter Suizid“ wurde 2006 in der Schweiz zum Unwort des Jahres bestimmt. Befremden und eine Diskussion um diesen Begriff gab es auch in Meldungen und Kommentaren zum herbeigeführten Germanwings-Absturz in den Alpen 2015. Für solche Ereignisse wurde der Begriff Pilotensuizid geprägt. Die Klassifikation nach ICD 10*) würde wohl unter Z91.5 erfolgen. 

*) ICD = Die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD, englisch International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems) ist das wichtigste, weltweit anerkannte Diagnose­klassifikationssystem der Medizin.

Freitag, 15. Juli 2016

Insert your word - rätselhafte kunst allzu wörtlich genommen ...


Andere "Workshop"-Arbeiten des Künstlers Arthur Köpcke - Bildquelle: n-tv


"Insert your word"


"Insert your word" - Fügen Sie Ihr Wort ein. Künstler, die solche Aufforderungen aufs Bild pinseln, sollte man lieber nicht beim Wort nehmen. Eine 91-jährige Nürnbergerin hat das im Neuen Museum am Mittwoch schmerzhaft erfahren.

Eine einfache Sache. Das englische Wort für Mauer, Wall, war in dem Kreuzworträtsel des 1977 verstorbenen Fluxus-Künstlers Arthur Köp cke gefragt. Hanne lore K., eine pensionierte Zahnärztin, fackelte nicht lange. Von interaktiver Kunst hatte sie natürlich gehört, also griff sie zum Kuli und fügte ein, wie befohlen.

Wenig später führten sie zwei Polizisten vom Mittagessen im Literaturhaus-Café ab zur Vernehmung. Dort hatte sich die Erschöpfte von zwei eindringlichen Gesprächen mit der Museumschefin ein wenig erholen wollen. Die sieben Damen von der "Literaturwerkstatt" eines Seniorenzentrums, die das Drama mit der Delinquentin zusammen durchstanden, waren da längst auf hundertachtzig.

Wie eine Schwerverbrecherin sei Hannelore K. abgeführt worden, em pört sich Sonja Aschlener (72), die dabei war. Außerdem habe man die geistig und gesundheitlich beneidenswert fitte 91-Jährige im Museum als dement hingestellt. Sie sei in der Tat "schlimm behandelt" worden, schimpft auch Kursleiterin Gerlinde Knopp. Dass die Betroffene nach der Vernehmung vom Polizeipräsidium im strömenden Regen zurück ins Literaturhaus laufen musste, findet Knopp empörend.

Restauratorin schon am Werk

Niemand habe die Frau despektierlich behandelt, aber jedes Kind wisse, dass man das nicht dürfe. Das erklärt Museumsleiterin Eva Kraus auf Nachfrage. Es sei internationaler Standard, dass Besucher nicht einfach so auf Bildern herumkritzeln oder sie anfassen dürften. Kraus: "Es war sicher keine böse Absicht von der Dame. Aber wir müssen den Schaden melden." Auch wenn es sonst nicht ihre Art sei, gleich die Polizei zu holen.

Wie hoch der Sachschaden ist, weiß noch niemand. Der Versicherungswert des Köpcke-Werkes liegt bei 80.000 Euro; kein Wunder, dass die betagte "Täterin" am Ende des Tages bereits laut über den Verkauf ihrer Eigentumswohnung nachdachte.

So schlimm wird es nicht kommen. Die Restauratorin des Museums versuche bereits, die frischen Kugelschreiber-Buchstaben zu entfernen. Die Aufforderung "Insert your word" sei Bestandteil des Kunstwerks, heißt es im Museum. Wörtlich zu nehmen sei sie nicht. Wenn Besucher Hand anlegen dürfen, stünde das ausdrücklich dabei. Bei Arbeiten von François Morellet oder Gustav Metzger, die zurzeit am Klarissenplatz zu sehen sind, ist das der Fall.

Der Kunst und dem Alltag erfinderisch begegnen, den Betrachter aus der Passivität lösen. Diese Anliegen schreiben Kunsthistoriker dem Kreuzworträtsel-Künstler Arthur Köpcke zu. Vielleicht hätte sich der Maler sogar gefreut über Hannelore K., die so spontan zum Kuli griff. Stattdessen hat die 91-Jährige eine Strafanzeige am Hals.

Claudine Stauber | Nürnberger Nachrichten 

Donnerstag, 14. Juli 2016

Flüchtlinge, Grauhörnchen und Waschbären sollen draußen bleiben - meint die €U ...

WAS HABEN 
WASCHBÄREN, GRAUHÖRNCHEN 
UND MENSCHEN, DIE 
AUS IHRER HEIMAT 
FLIEHEN MUSSTEN,  
GEMEINSAM ... ???
Ausschnitt aus der Titeleseite der NEUEN WESTFÄLISCHEN v. 14.07.2016

WIR MÜSSEN DRAUSSEN BLEIBEN ... 

Mittwoch, 13. Juli 2016

Dienstag, 12. Juli 2016

Fußball-EM: Nationen ade ... - THE SHOW MUST GO ON ...



Fußball-Europameisterschaft

Schafft endlich die Nationen ab

Das Leben ist zu kurz, um 570 Minuten lang auf ein Tor von Thomas Müller zu warten. Aus der EM ist eines zu lernen: Sie lohnt sich nur für Länder, in denen schlechter Fußball gespielt wird.

JÜRGEN KAUBE | faz.net

Aus der Europameisterschaft müssen jetzt sofort politische Schlüsse gezogen werden. Und im Grunde kann es nur einen einzigen richtigen Schluss geben: Die Nationen müssen endlich abgeschafft werden. Denn nur wenn es keine Nationen mehr gibt, gibt es auch keine Nationalmannschaften mehr. Und nur wenn es keine Nationalmannschaften mehr gibt, bleibt uns künftig erspart, wovon wir jetzt vier Wochen lang Zeugen waren.

Das fängt beim Ende an: Die Portugiesen haben gewonnen, und das ist natürlich ebenso niedlich wie absurd. Niedlich, weil sie nach den Verteilungsgesichtspunkten höherer Europa-Gerechtigkeit einfach mal dran waren. Absurd, weil sie in der regulären Spielzeit überhaupt nur Wales geschlagen haben. (Frankreich hat fünfmal in neunzig Minuten gewonnen und sogar Island zweimal.) Außerdem haben die Portugiesen, wenn man ihre Möglichkeiten mitbedenkt, unter Beihilfe von Kroatien das schlechteste Spiel der EM hinbekommen. Es war also völlig folgerichtig, dass sie ohne ihren besten Spieler Europameister geworden sind, denn um gutes Spiel ging es ja eben gar nicht.

Die meisten Stars wollen nur nach Hause

Sondern um Abwarten. Alle haben bei dieser EM ständig abgewartet. Die großen Fußballnationen haben auf Kanonenfutter gewartet, das nicht kam. Die kleinen haben tiefstehend abgewartet, ob den großen etwas gegen sie einfällt (tat es meistens nicht) und ob der Zufall Tore schießt (tat er wiederholt gern). Die Deutschen wiederum haben unter ständigem Ballbesitz abgewartet, ob Ballbesitz Tore schießt. „1,1 pro Spiel“, lautete die Antwort, „weniger als die Italiener, aber selbst das nur, weil ihr die Slowaken hattet“. Von den Viertelfinalisten trafen bloß die Polen noch schlechter. Also warteten viele deutsche Fans mit Thomas Müller 570 Minuten lang auf Thomas Müller. Aber sie mussten es nicht persönlich nehmen. Bei keiner EM jüngeren Menschengedenkens gab es so wenig Tore. Darum wartete jeder – außer den Isländern, die auf gar nichts warteten, weil das vom Zuparken der eigenen Hälfte abgelenkt hätte –, wann diese EM endlich zu Ende sein würde.

Viele Spieler warteten darauf wohl schon vorher. Nicht nur Iniesta meinte man ansehen zu können, dass nach Liga und Pokal und Champions League und Qualifikation und zwischendurch noch Reklamespielen in Asien oder Dubai eigentlich die Motive fehlen, sich gegen Albanien oder Österreich oder Tschechien reinzuhängen. Oder umgekehrt: für Spanien, Österreich oder Albanien. Ja, ja, gewiss, Nationalmannschaft, höchste Ehre, deutscher Fußball, weiterkommen wollen, von Spiel zu Spiel denken, wir haben ein Ziel und so weiter. Aber eigentlich wollen die meisten nach der Saison und sechzig Spielen im Jahr doch nur noch nach Hause, müssen das jedoch vor Trainern, Beratern und Reportern verbergen, was die ganze Sache für sie noch anstrengender macht. Außer für Isländer, die gar nichts anstrengt, am wenigsten, ein ernstes Gesicht zu einer ermüdenden Sache zu machen.

FH Hafnarfjörour, Llandudno FC & Co.

Apropos Isländer: Der Fußball-Historiker Dietrich Schulze-Marmeling hat die interessante These aufgestellt, dass die kleinen Länder oft – das heißt: solange sie nicht gerade aus Südosteuropa kommen – nicht nur die besseren Fans haben. Sie können auch ihrem Team mehr abgewinnen, weil es bei ihnen keine so starken Vereine gibt. In der Pepsideild, der ersten isländischen Liga, heißt der Meister FH Hafnarfjörour, in die „League of Wales“ ist gerade Llandudno FC aufgestiegen. „Die Nationalmannschaft“, schreibt Schulze-Marmeling, „ist deshalb das Ding schlechthin, wird gewissermaßen zu einer Vereinsmannschaft.“ Unsereins hingegen hat sich emotional schon eine ganze Saison zugunsten von Titanenclubs wie Bayern München, Borussia Dortmund oder – Werder Bremen verausgabt, die alle, so wie sie sind, mit den Portugiesen ohne Ronaldo keine Schwierigkeiten hätten.

Außerdem verlangt einem das ganze Nationending ab, vier Wochen lang Spieler gut zu finden, die man die ganze Saison über abgelehnt hat, und als Gegner zu empfinden, wem man die ganze Saison über zujubelte. Es hat mithin die Europameisterschaft überhaupt nur für Waliser, Isländer und Albaner einen Sinn. Und jetzt die entscheidende Frage: Liegen diese Länder überhaupt in Europa? Na, also.

Quelle: F.A.Z.

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Elf gleiche Litfass-Säulen mit Rückennummern sollt ihr sein ... 

ich habe diese meinung schon oft vertreten und vertrete sie immer noch - wenn ich auch nun nicht über den umweg "fußball-em" darauf gekommen bin: schafft endlich die nationen ab!!! und im gegensatz zu einem leserbrief, der unter dem obigen artikel platziert ist - eines "roman brom" als absender - der darin behauptet: "Das Abschaffen von Nationen bedeutet Krieg und Tod - auch wieder in Europa. Oder schon vergessen das Baskenland, Nordirland, Schottland, Euro, etc., etc.? Belassen wir es doch lieber beim Status quo der Nationen, abgegrenzt durch ihren Sprach-, Kultur- und Wirtschaftsraum. Alles andere sind verklärte romantisierte Sozialträume." ... behaupte ich mal das gegenteil, nämlich dass gerade diese nationen und das denken in nationalen grenzen "krieg und tod" bedeuten und bedeutet haben: denn all die paar jahrhunderte, in denen wir solche grenzen im kopf und in wirklichkeit ziehen und verteidigen und sichern und abbauen und aufbauen und auszubauen versuchen haben diese nationalistischen ideen immer letztlich "krieg und tod"  gebracht und ausgelöst ...

und man tut immer so, als seien grenzen, nationen, von gott gegebene natürliche linienziehungen - wie etwa kontinentalplatten der erdkruste -: nein - es sind einfach "fixe ideen" der macht und der konkurrenz des groß-kapitals, der ungesunden inzucht und des vermeintlich wahrhaftig originären und einzigartigen "glaubens" an den einen und für alle gleichen gott, die letztlich angeblich "das geschäft" beleben - auf der anderen seite aber zu hass und neid führen: bei der globalen elektronisch algorithmengesteuerten wirtschaft einiger weniger und nicht immer durchweg "seriöser" interessenclans über alle nationen und grenzen und ideologien hinweg, sind diese angeblichen identifikationsräume und -linien so etwas von völlig überflüssig geworden ... und im internet - im "world-wide-web" www für jeden von uns sowieso, wo wir uns mit google informieren und mit facebook und skype und ähnlichen sozialen weltweiten netzwerken austauschen und "ewige treue" versichern - da wohnt der nachbar nur noch ein click neben uns, wo vielleicht 6.000 km distanz auf dem landweg und 8-12 nationale territoriale grenzen zu überwinden wären ...

ich behaupte sogar, dass die regionalen selbstständigkeiten und eigenarten mit dem wegfall unnatürlicher nationaler grenzen und "hoheits"territorien gestärkt würden - und friedlichere bezüge viel eher in einem miteinander der unterschiedlichen regionen möglich wären: schon jetzt gibt es auf allerengstem raum ohne probleme und besserwisserei und in großer toleranz zueinander gelebte sprachliche barrieren - wenigstens hier bei uns im plattdeutschen - aber oft auch gepaart mit verwandtschaftlichen beziehungen hinüber und hernüber - etwa wie früher zwischen ddr und brd - und erinnert sei auch wieder im fußball an die "derbys", wo mannschaften einer stadt oder region aufeinandertreffen, die mit aller verbissenheit - aber ohne ausbruch eines krieges - ausgespielt werden ...

die politiker sind samt und sonders arme hascherl, die am fadenkreuz des kapitals hängen und etwas wirr und planlos herumstrampeln ...: schaut sie euch an: die camerons, die mays, den feigling brexit-johnson - die trumps und die oval-office clintons und den vorab-"friedens"nobelpreisträger obama ("ich werde guatanamo abschaffen"), und die strohpuppe assad in syrien, den putin und den erdogan oder den orbán mit ihrer paranoia, ihrem jähzorn, ihren pathologischen macken, ihrer machtbesessenheit und die populistische bäumchen-wechsel-dich-flüchtlings-versteherin und -verräterin merkel - und den herumtapsenden tanzbär gabriel - um nur einige zu nennen ... ich wenigstens kann keinem und keiner von ihnen vertrauen schenken ... -

das sind schauspieler in einer großen undurchschaubaren inszenierung: genau wie die fußballer - um mal auf die obige ausgangslage zurückzukehren: fußball ist durchweg eine marken-unternehmens- bzw. vereinsdominierte und vom kapital versaute "sport"art, die in jeder mannschaft immer wieder elf verwechselbare litfass-säulen kreiert ...

und die sogenannten "nationalmannschaften" sind ja durchweg auswahlmannschaften der jeweiligen durchgesponserten nationalen verbände - in deutschland also die dfb-auswahl, die mit schwarz-rot-goldenen fähnchen am autofenster eigentlich nichts zu tun hat und mit der nationalhymne - das ist alles firlefanz und vermarktung ... die fähnchem müssten eigentlich grün sein, mit dem logo des dfb "geschmückt", wenn man da nach all den skandälchen überhaupt noch von "schmuck" und "zierde" sprechen kann ...

und nun verkündet der dfb stolz: löw bleibt trainer - zumindest bis 2018: toll ... - nur - was hat er geschafft ???: die "weiterentwicklung" der auswahl geschah in seiner zeit durch kopie der in den vereinen vorherrschenden systeme: in südafrika der reine konterfußball - bei der weltmeisterschaft in brasilien erweitert um das guardiola-hafte ballhaltende tiki-taka - und nun in frankreich modifiziert um die tuchelschen stoß-abwehrspieler auf jeder seite: hier vor allen dingen hector und kimmich - was bei dortmund dann schmelzer und piszczek oder subotic "spielen" ... - und obwohl jogi löw beteuert, er kenne keine "lieblingsspieler", mussten die indisponierten schweinsteiger und podolski jungen wertvolleren spielern die plätze im aufgebot klauen - und zu weiteren entwicklungen hat löw ja auch gar keine zeit, sondern nur mit diesen adaptierten systemen punktgenau auf den jeweiligen "gegner" vorzubereiten ... - das war's - ansonsten muss sich der supereitle löw um seine vermarktung kümmern - mit stilberater und coaches und kommuniktionstrainer: eine kunstfigur wie dem männermagazin entsprungen mit kleinen lässlichen unbewussten fehlern - von denen die massenmedien um so lieber dann natürlich schadenfroh berichten (z.B. "taschenbillard" und nasepopeln) ...

aber diese alle 2 jahre stattfindenden angeblichen "nationen-wettbewerbe" verkürzen nur unnötig die dringend benötigte regenerationszeit der einzelnen ausgelaugten artisten und markenträger und markenkreierer, zu denen sich die akteure und protagonisten haben abrichten lassen: THE SHOW MUST GO ON ... - und geld stinkt nicht ... - denn ihre aktive halbwertzeit wird immer kürzer: im vergleich zwischen uwe seeler und mario götze hat sie sich bereits halbiert - also ran an die buletten ... - es wird bei solchen unnötigen "wettbewerben" folglich nur noch "rasenschach" gespielt  mit dem jeweilig benötigten "bauernopfer" - mit kleinen abgerichteten soldaten-figuren, die sich nur noch mit verschiedenen rückennummer voneinander unterscheiden und an den verschieden neonfarbenen schühchen erkennbar sind - je nach ausrüster und sponsor -: hinten alles dicht machen - und vorne hilft der liebe gott  ... - und da "spielen" 24 nationen den europameister aus -- und die effizienteste - beileibe nicht die beste - lügt sich geschickt und mit viel glück dadurch und "siegt" - auch ohne dem fußball-godfather cr7 - cristiano ronaldo, der nach 25 minuten bitterlich weinend bandagiert werden muss - nur um hinterher humpelnd und strahlend der welt seine von ihm vertriebene unterhosen-marke doch noch zu zeigen bei der "siegerehrung" - das ist doch nur noch peinlich ... S!

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QUEEN: THE SHOW MUST GO ON SONGTEXT 

ÜBERSETZUNG

Leere Räume - wofür leben wir?
Verlassene Orte - ich denke, wir kennen die Bewertung...
Immer weiter und weiter!
Weiss denn irgend jemand wonach wir alle suchen?

Wieder mal ein Held - ein weiteres sinnloses Verbrechen.
Hinter dem Vorhang, wie bei einer Pantomime.
Bleib dran!
Wer will sich das eigentlich alles noch antun?

Die Show muss weiter gehen!
Die Show muss weiter gehen!
Auch wenn mir das Herz innerlich bricht,
Auch wenn mein Make-up langsam abblättert,
Mein Lächeln werde ich behalten!

Was auch passiert, ich nehme es, wie es kommt.
Egal ob Liebeskummer, oder eine weitere unerfüllte Liebe.
Immer weiter und weiter...
Gibt es überhaupt irgend jemanden, der weiß, wofür wir leben?
Ich denke, ich bin dabei zu lernen,
dass ich herzlicher werden muss.
Nicht mehr lange, und ich werde nicht mehr da sein.
Draussen bricht gerade der neue Tag an,
aber mitten in der Dunkelheit sehne ich mich danach frei zu sein.

Die Show muss weiter gehen!
Die Show muss weiter gehen!
Auch wenn mir das Herz bricht,
Auch wenn mein Make-up langsam abblättert,
Mein Lächeln werde ich behalten!

Meine Seele ist bunt angemalt, wie die Flügel eines Schmetterlings,
Märchen von gestern werden wachsen aber niemals sterben.
Seht her, ich kann fliegen, meine Freunde!

Die Show muss weitergehen!
Die Show muss weitergehen!
Ich nehme es mit einem Grinsen!
Ich gebe niemals auf!
Weiter mit der Show!

Ich setze noch einen drauf!
Ich werde alles übertreffen!
Ich muss einfach den Willen haben, weiter zu machen.
Weiter, einfach weiter mit der Show!


Die Show muss weiter gehen.