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2 x o.T. - S!art

Prolog

Dienstag, 3. Mai 2016

lachen ist gesund ...


  ja - früher sagte man oft: "der geht ja zum lachen in den keller" wenn man ausdrücken wollte, wie schwer sich jemand damit tat, öffentlich im beisein anderer herzhaft loszulachen - oft endete das dann nur in einem verschämten prusten ... 

und in der schule - und in aus- und fortbildungen habe ich oft erlebt, dass - wenn lachen überhaupt auf der tagesordnung stand - es oft in albernheiten und klamauk endete - weil der eine den anderen mit einem - manchmal schlechtgemachten - gag zu übertreffen meinte - und sich dann das ganze wie zu einer spirale hochschaukelte ... - was man dann erst durch ein energisches "stopp" abblocken konnte, weil es oft auf kosten dritter geschah, in dem man über kurz oder lang über andere "her zog" ...

jetzt beobachte ich bei der jüngeren generation oft ein fast inflationäres und oberflächliches kurzes dauer-darüberhinwegkichern - wenn es um "nahegehende" themen geht -  was wohl ein lachen andeuten soll - aber leider gottes verlernt wurde, regelrecht und spontan einzusetzen, wo ich allerdings auch unsicherheiten dahinter vermute ...

in der sms-kommunikation mit dem handy oder dem smartphone kann man sein lachen ja auch fast nur noch mit den emojis :-)) auch in seinen abstufungen zum ausdruck bringen - und in der straßenbahn kommt dann ein plötzliches tatsächliches aufkichern beim auf-das-handy-starren oder in-das-handy-sprechen irgendwie komisch bei den mitfahrenden an ... in facebook - wo ich mich nun gar nicht auskenne - wird lachen bzw. "zustimmung" (ein anderes lachen kennen die "sozialen" netzwerke ja wohl gar nicht) mit "daumen hoch" oder irgendeinem ähnlichen "like it"-zeichen zum ausdruck gebracht - aber dabei wird oft genug danach geschielt, was denn die "freundin" wohl anclickt, damit man hinterher sagen kann: "hab ich auch" ...

aber während man früher manchmal eben zum lachen in den keller ging - muss man heute seminare für das richtige lachen an der richtigen stelle durchführen - und das lachen erst wieder "regelrecht" erlernen ... das liegt an unserer tatsächlichen kommunikationsarmut so richtig "face-to-face" und "auge-in-auge", die leider schon im kindesalter oft einsetzt: mama und papa chakern seltener mit dem baby, weil das gleich ja in die kita muss - und die erzieherin dort hat es schwer, die "hortkinder", für die sie "zuständig" ist, richtig zu "belachen": diese fachkraft-kind-relationen liegen bei gruppen mit unter 3-jährigen bei einem verhältnis von 1:3 bis 1:4, bei gruppen mit 3- bis 6-jährigen bei ca. 1:8 und bei gruppen mit 5- bis 6-jährigen kindern bei 1:10... - das muss man sich mal vorstellen ...

sterile ein-weg-kind-verpackung


mama oder papa oder die erzieherin vor ort kitzeln das kind nicht mehr einmal so richtig durch - beruhigen nicht mehr durch "reibenase" (unhygienisch!) - knuffen kaum noch - ziehen keine fratzen oder schauspielern mimisch - und da man kaum noch gemeisam miteinander isst in den familien, und die übrige zeit getrennt stumm vor medien verbringt, ist teilweise eine ganze generation zum lachen "in die emotionalen keller" hinabkommandiert worden - und benötigt ansporn da wieder herauszufinden ... - und anleitung, das "richtige" lachen nicht mit kichern zu verwechseln ... S!

... und jetzt schalte diesen verdammten pc mal ab - und knuddel dein sprössling mal so richtig durch ...

ausgelacht

Wer lacht, lernt besser

Lachforschung: Die Kölner Expertin Charmaine Liebertz kommt für ein Seminar nach Sennestadt ins Haus Neuland. Im Interview spricht sie über Humor in der Erziehung

Sennestadt. Lachen und Lernen - das gehört untrennbar zusammen. Wie das gelingt, wird die Kölner Erziehungswissenschaftlerin Charmaine Liebertz im Haus Neuland erklären. Ihr Seminar "Lachen und Lernen bilden ein Traumpaar" (30. Mai bis 1. Juni) wird in diesem Jahr nur ein einziges Mal und nur in Bielefeld angeboten. Infos zum Seminar gibt in der Sennestädter Bildungsstätte. Im Interview spricht Liebertz über die Vorzüge des Lachens für Kinder und für Erwachsene.

Ist das Lachen dem Menschen angeboren?

Charmaine Liebertz: Ja. Das Lachen gehört quasi zur Grundausstattung des Menschen - vor allem der Kinder. Kinder tun es 400-mal am Tag, zählt man ihr Kichern, Gröhlen und alle Ausdrucksformen des Fröhlichseins zusammen. Babys und Kleinkinder brauchen keinen Grund, sie nutzen einfach jede sich bietende Gelegenheit. Erwachsene dagegen lachen nur etwa 15-mal am Tag.

Wie kann man Lachen lernen?

Liebertz: Kinder lernen am einfachsten durch Vorbilder. Das gilt besonders fürs Lachen. Wenn Eltern und Erzieher also eine fröhliche Grundhaltung haben, lernen Kinder das auf ganz natürliche Weise. Aber auch Erwachsene können (wieder) Lachen lernen: Zum Beispiel, indem sie den Sinn für das Wesentliche schärfen, Kleinigkeiten wertschätzen und über Neues staunen. Gelassenheit und Heiterkeit können auch in schwierigen Situationen trainiert werden. Wer bei Streit oder bei einer Aussprache Humor an den Tag legt, kann wahrscheinlich die Situation entspannen. All das fördert die Fähigkeit, zu lachen.

Stimmt es, dass Kinder, die viel lachen, weniger aggressiv sind?

Liebertz: Auf jeden Fall. Wie sehr Kinder von einer humorvolle Atmosphäre profitieren, ist in vielen Studien längst bewiesen: Sie lernen, voller Zuversicht und Optimismus in die Welt zu gehen und anderen Menschen mit Herzlichkeit und Nachsicht zu begegnen. Je eher ein Kind die positiven Wirkungen des Humors entdeckt, umso leichter wird ihm das Erwachsenenleben mit all seinen ernsten Anforderungen fallen. Kinder, die viel zu lachen haben, bauen Aggressionen besser ab.

Und was kann Humor noch bewirken?

Liebertz: Humor hilft, Stress zu bewältigen, fördert kreatives und innovatives Denken und weist einen optimistischen Weg aus Konflikten und Krisen heraus. Eine humorvolle Grundeinstellung fördert die Frustrationstoleranz und steigert die soziale Kompetenz. Außerdem sind fröhliche Menschen ausgeglichener und bei ihren Mitmenschen viel beliebter als ein Miesepeter.

Wie lässt sich Humor in der Erziehung umsetzen?

Liebertz: Die wichtigste Voraussetzung für einen humorvollen Erziehungsstil ist eine positive Einstellung zu Fehlern. Kein Mensch ist fehlerfrei. Entscheidend ist, aus Fehlern zu lernen - und das am besten mit Nachsicht und mit einem humorvollen Augenzwinkern. Wer ein Kind lachend oder grinsend auf Fehler aufmerksam macht, bewirkt, dass es sich bloßgestellt fühlt. Besser ist es, gemeinsam über den Fehler zu lachen. Und niemals über den Menschen, der ihn begangen hat!


Das Interview führte Christina Ritzau - © 2016 Neue Westfälische, Dienstag 03. Mai 2016

Montag, 2. Mai 2016

establishment [ɪˈstæblɪʃmənt]

was ist [ɪˈstæblɪʃmənt]? - also - man nehme: ...
Establishment (englisch establishment [ɪˈstæblɪʃmənt] ‚Einrichtung‘, ‚organisierte Körperschaft‘) bezeichnet eine wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich einflussreiche Milieugruppierung oder Klasse, eine etablierte Elite. Die Verwendung des Begriffs impliziert zumeist eine ablehnend-kritische Haltung.
Geprägt wurde der Ausdruck vor allem durch die Jugend- und Studentenbewegung der mittleren 1960er Jahre als Schlagwort für die herrschenden Kräfte, deren Tun auf Festigung ihrer Macht und Unterdrückung der nicht privilegierten Schichten ausgerichtet war. Im Zuge der 68er-Bewegung war er ein ständiges Schlagwort z. B. der damals entstehenden „Republikanischen Clubs“.

Sponti-Spruch:
„Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment.“ (WIKIPEDIA)



[ɪˈstæblɪʃmənt] - wenn es nicht stimmt ist es wenigstens gut erfunden ... - die zusammensetzung eines solchen begriffs ist ja je nach soziologischer schule austauschbar: ja - das ist auch mal wieder nur ein etikettenschwindel: ich weiß nur nicht, ob die afd-bonzen selbst diesen eigentlich ja von den 68-ern adaptierten und patentierten/eigentlich copyright-geschützten begriff des "establishments" tatsächlich in den mund genommen haben, oder ob so ein paar presse-fuzzis nun diesen begriff ausgerechnet dieser rechten sammelbewegung als ihre gemeinte "angriffsfläche" unterschieben wollen ...

und der spiegel-online-kommentator janko tietz schmiert dann mit diesem begriff ganz ungeschützt drauflos: und vergleicht tatsächlich den beginn der grünen bewegung damals "gegen das establishment" jetzt mit dem beginn dieser bräunlichen brut, das leider gottes ja selbst zum großen teil zu so etwas wie einem neuen bundesrepublikanischem establishment zu zählen ist: das establishment von heute ist ja nämlich beileibe nicht der "gutmensch", den die grünen uns damals in reaktion auf die tatsächlich originale tödliche nazi-giftsoße unserer eltern-generation sanft anerzogen haben: das establishment besteht heutzutage aus eben dem "wutmensch", dem "wutbürger", der "lügenpresse" brüllt und "ausländer raus" und "der islam gehört nicht zu deutschland" und all diesen kack, der da in jeder talkshow von diesen afd-kameraden verlautet wird ...

da kann man eine einfache rechnung aufmachen: dass der islam zu deutschland gehöre, hat wohl als "marke" zuerst der bundespräsident wulff geäußert - um schon kurz danach in einer konzertierten aktion vom "establishment"-konglomerat aus bild-filz und polit-klüngel und "seriösem" bürger-kapital gefeuert zu werden - das war für mich der eigentliche beginn der afd.

als dann auch unser aller angela merkel die wulff-äußerung noch ein paar mal bekräftigt hat - da musste einfach das "seriöse christliche-rest-abendland-establishment" - bzw. das, was sich dafür hielt - ein gegengewicht setzen - und schon zauberte sich die afd aus dem hut ... - und diese "in-sorge-um-deutschland-establishment"-leute haben die afd - vielleicht auch auf geheiß aus den tiefen der globalen finanz-und handelswelt - zumindest miterfunden und herangezüchtet und gehätschelt und gepflegt: leute wie hans-olaf henkel, der heute behauptet, alles schon gewusst zu haben - und natürlich nach getaner tat rasch wieder ausgestiegen ist: denn ist der ruf erst ruiniert lebt es sich ganz ungeniert ...

kapital-baukasten - S!photo

dieser gleichzeitig nun also wie aus der wundertüte hinzukreierte neue "wutbürger" ist nun sauer, weil er plötzlich tatsächlich selber denken soll, obwohl er doch schon genug damit zu tun hat, die machenschaften des dfb bei der vergabe von weltmeisterschaften und dem hin- und hergezocke in der bundesliga auch nur zu registrieren, geschweige denn zu durchschauen - da fehlt es noch an einer passenden durchblickenden app auf seinem permanent-i-phone - und ist sauer wegen verlusten an der börse ...

ich mach' mir die Welt - widdewidde - wie sie mir gefällt ...


der statistisch ermittelte und so von einschlägigen interessengruppen in szene gesetzte "wutbüger" im osten trauert immer noch dem alten song "die partei - die partei - die hat immer recht ..." hinterher, um endlich zu begreifen, dass keine partei der welt immer recht hat ... - der "wutbürger" blickt auch nicht, dass "politik" gar nicht mehr "gemacht" wird von einem ausgemachten sich in szene setzenden alternden "parteienklüngel" und seinen akteuren, sondern unmerklich "gelenkt" wird von cleveren typen in turnschuhen mit weißer sohle, die frühzeitig erkannt haben, woanders als in der politik viel viel viel mehr geld zu verdienen und abzocken zu können - und die sich nun eben mal aus dem parteien-baukasten rasch eine afd zusammengesteckt und gebastelt haben, und die die "politik" und die parteien mit ihrem turbokapital einfach hin und her schieben auf dem großen schachbrett, das die welt bedeutet - nach alter pippi-langstrumpf-manier: "ich mach' mir die Welt - widdewidde - wie sie mir gefällt" - aber die sich in wirklichkeit ins fäustchen lachen, wenn man diese verschiedensten parteien und spielfiguren jetzt alle miteinander aufeinander los hetzen kann - das ist ein amüsantes spiel für die - ein baller-spiel wie am computer: und wie im monopoly statt der schlossstraße wird nun mal eben ein neues "establishment" hinzu erfunden und ausgerufen - und neue "gutmenschen" (pfui) und neue "wutbürger" (hui) und "lügenpresse" und "flüchtlingskrise" und "mats-hummel-verkauf" und "dfb-pokal" und "pep gardiola" auf der "whatsapp" und auf "facebook-hashtag" - und die "ttip"-dokumente, die man doch an uns allen so elegant mit obama-küsschen vorbeilancieren wollte - und all das gedöns und und ... und natürlich diese starken strategisch wichtigen spielsteine wie "is" und "al-qaida" und "taliban" und und und, die den rüstungs-wettbewerb auch noch so richtig am laufen halten und immer wieder anheizen, und mit denen echt viel knete zu machen ist - aber "auch ne menge an arbeitsplätze schafft": (man muss auch für alles immer erst nen neuen namen finden ...) - hauptsache es bleibt bei dem allen auch genug geld hängen - und nun dreht euch wieder um, wenn ihr durchgezählt habt ... S!

Sonntag, 1. Mai 2016

Krake Anna

aufgedröselt
spielland.de

Acht Arme, hochintelligent
Ist Krake Anna die neue Orakel-Hoffnung für die Fußball-EM?

Kraken sind schlaue Tiere – sie können sogar Gesichter und Formen erkennen. In einem Konstanzer Großaquarium soll jetzt Krake Anna ihre Gedächtnisleistung unter Beweis stellen. Wenn es gut läuft, könnte sie sogar das nächste EM-Orakel werden.

Anna hat momentan viel zu tun. Einmachgläser aufdrehen oder Futter in einem Labyrinth finden, gehören noch zu den leichteren Übungen ihres Trainingsprogramms. »Die Tiere müssen beschäftigt werden. Sonst gehen sie ein«, sagt Antonia Burghardt. Die 30-Jährige ist Annas Betreuerin im Großaquarium Sealife Center in Konstanz am Bodensee.

Kraken seien ausgesprochen schlau und könnten Aufgaben wie beispielsweise Puzzle lösen, die erst dreijährige Kinder bewältigen könnten, sagt die Biologin. Wenn es gut läuft bei Anna, könnte sie zur Fußball-Europameisterschaft sogar das nächste Orakel werden – vorausgesetzt die achtarmige Dame ist fußballaffin.

Die Meeresbiologin Burghardt forschte für ihre Masterarbeit zur Gedächtnisleistung von Kraken. Die Versuche haben demnach gezeigt, dass der so genannte Gemeine Krake (Octopus Vulgaris) mit etwas Training mühelos geometrische Figuren unterscheiden kann. Kraken können aber beispielsweise auch Gesichter erkennen und Besucher beobachten. »Die Sehschärfe der Tiere ist ähnlich wie von Katzen«, sagt Burghardt. Wenn sie an Annas Aquarium tritt, wird sie meist freudig von ihr begrüßt. »Kraken bauen Beziehungen zu Menschen auf.«

Hochintelligent

Weshalb Kraken so intelligent sind, ist noch unklar. »Es gibt verschiedene Theorien«, sagt Burghardt. Zum einen seien die frisch geschlüpften Tiere von Anfang an auf sich allein gestellt. »Die Mutter bewacht die Eier, bis die Jungen schlüpfen und stirbt dann«, sagt die Biologin. Daher könnten die Tiere nicht von ihren Eltern lernen. Zudem hätten Kraken viele Feinde. »Da darf man sich keine Fehler erlauben.« Die Kopffüßler gelten als raffinierte Jäger, die sich perfekt tarnen, indem sie die Optik des Untergrunds annehmen.

Wenn sie als Orakel zum Einsatz kommen, dann meist mithilfe von Leckerbissen – so war es zumindest bei dem berühmten Tintenfisch Paul, der 2010 den Ausgang aller WM-Spiele der deutschen Mannschaft richtig voraussagte und sich dazu etwa zwischen Muschelfleisch aus einem von zwei Gläsern entscheiden musste. Auch die Kraken Benedikt und Angus, die sich zur WM 2006 im Sea Life in Speyer versuchten, hatten die Wahl zwischen zwei Leckereien, die die jeweilige Nationalelf verkörperten. Bei ihren Vorhersagen für das Viertelfinale lagen sie allerdings stets daneben – und stellten das Orakeln ein.

»Je intensiver Kopffüßler untersucht werden, umso mehr Kriterien für Intelligenz erfüllen sie«, sagt der Leiter des Tintenfisch-Archivs Teuthis bei Rostock, Volker Miske. Allerdings gebe es keine allgemeingültige Definition von Intelligenz. Auch einfach gestrickte Lebewesen könnten lernfähig sein. »Höhere Intelligenz zeigt sich auch in der Geschwindigkeit, Probleme zu lösen.« Tintenfische seien zwar Weichtiere, ihre nächsten Verwandten seien Schnecken und Muscheln. Doch im Gegensatz zu ihnen hätten Kraken ein relativ großes Gehirn.

Anna lebt momentan in der Oktopus-Höhle im Konstanzer Großaquarium – einem abgedunkelten Raum hinter künstlichen Alpen-Gletschern und einer Nachbildung des Rotterdamer Hafens. Kurz vor Ostern hat das Tier hier seinen Wohnsitz bezogen. Ob Anna sich überhaupt für Fußball interessiert, ist derzeit noch unklar.

Fest steht: Als Orakel lebt man gefährlich. 

Krake Paul erhielt Morddrohungen von enttäuschten Fans. Das Internet wurde mit Tintenfisch-Rezepten überschwemmt. In der Schlussphase der Weltmeisterschaft bekam er sogar Personenschutz und das Großaquarium in Oberhausen wurde bewacht. Nach seinem Tod konnte kein anderer Krake an Pauls Erfolge anknüpfen. (Textquelle: owl am sonntag-avs)

Krake Anna in Konstanz (Bild: avs)

Donnerstag, 28. April 2016

Euthanasie in der NS-Zeit: erna kronshage "4 teens" ... - ein aufbereitetes Schüler-Interview als neuer und "jüngster" InfoBlog

zeit
S!NED!art: erna kronshage und der zahn der zeit - 2. fassung - click on the picture ...


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Aller guten Dinge sind drei ... - und so habe ich meinen bisherigen InfoBlogs zum NS-Opferschicksal meiner Tante Erna Kronshage eine dritte und ganz junge Variante hinzugefügt: Den InfoBlog "erna kronshage 4 teens"


click here



Vor einem Jahr wurde über den Bürgerfunk von Radio Bielefeld ein "Radio-Kurzwelle"-Interview gesendet, das Schülerinnen der Hans-Ehrenberg-Schule in Sennestadt mit mir geführt haben.
"Radio Kurzwelle" ist das Kinder- und Jugendradio für Bielefeld: Die "großen Töne für kleine Leute" gehen seit über 20 Jahren regelmäßig im Bürgerfunk auf Radio Bielefeld über den Sender. Die Sendungen entstehen in Projekten mit Einrichtungen der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit, bei speziellen Workshops/Ferienspielen und in Schulen. Das Besondere: Die jungen Radioredaktionen gestalten ihre jeweiligen Sendungen selber. Die Themen, Beiträge und nicht zuletzt auch die Musikauswahl werden von ihnen eigenständig realisiert. Radio Kurzwelle ist "Radio von Kindern und Jugendlichen für Kinder und Jugendliche".

Und weil dem so ist - habe ich nun dieses Interview in eine leserliche Form gebracht und mit Bildmaterial ausgestattet - da es ja auch ein wirkmächtiger Impuls dafür ist, was jungen Menschen, Teens und Kids, Schülern und Heranwachsenden oder Erstsemestern und Geschichtsinteressierten an Fragen kommen zu dem 484 Tage währenden Opfer-Martyrium Erna Kronshages. Jetzt beim Transkribieren ist mir noch einmal klar geworden, wie dabei meine "Routine"-Moderation und die Darstellungen zum Leben meiner Tante eine andere alters- und interessengeleitete neue Gewichtung bekommen ...

eine illustration aus dem in szene gesetzten bearbeiteten interview: erna kronshage in vielen varianten ...

Aus meiner ehemaligen Berufstätigkeit in der Sozialarbeit bin ich ja immer noch diesen Stichworten verpflichtet:

  • "niederschwellige Angebote machen", 
  • den "Klienten" dort abholen "wo er gerade steht", 
  • "Barriere-Freiheit" - nicht nur in den Bauten und auf der Straße sondern auch im Internet - 
  • "leichte Sprache verwenden" - verständlich sein - und nicht zuletzt dieses derzeitige "Zauberwort"
  • "Inklusion" 

- wobei ich "Inklusion" nicht nur als ein Begriff der Integrationsarbeit von Menschen mit Behinderungen oder Andersartigkeiten in eine "Normalität" verstehe (was immer darunter auch in der ausgehenden Postmoderne einzusortieren ist), sondern eine Haltung - die Haltung der "Diversity"-Philosophie und Vielfältigkeit: Vielfalt statt Einfalt - Inklusion in allen Lebensbereichen ...

Und das gerade auch als Antwort auf alle Ausgrenzungen, "Exklusionen" und Liquidationen der Andersartigkeiten, die vor allem unsere Elterngeneration - und eben besonders auch meine Tante in ihrem Lebensschicksal - in der NS-Zeit er- und durchleben mussten ... - die aber beispielsweise bei der Separierung von alten und/oder behinderten Menschen gegen ihren Willen heute immer noch nicht überwunden scheinen - und deren Überbleibsel oder auch neu Gestalt annehmenden Varianten wir jetzt im Umgang und im Zusammenleben und in der Auseinandersetzung mit den tragischen Flüchtlingsschicksalen aus dem gesamten Nahen Osten und aus Afghanistan täglich neu erleben - besonders auch dieses niederträchtige neue Entfachen der alten rechten und einfachen Ideologien und Slogans - manchmal nicht einmal in neuen Gewändern ...
..."Wie oft hat man sie schon tot gesagt: doch - hier in Innern des Landes, da leben sie noch" ... 
hat Franz-Josef Degenhardt seinerzeit den 68-ern gesungen - ein Text, der nun wieder sehr aktuell ist ...
Und dem also schon in aller Lebensfrühe etwas entgegenzusetzen - in Einklang und Ergänzung zu den bisherigen Gedenk- und InfoBlogs zum Opferschicksal Erna Kronshages - deshalb und eigentlich überfällig und notwendig - und wie schon bei den vorausgegangenen Blogs:  ganz & gar nichtkommerziell - ohne Werbung, ohneVerlag und ohne ISBN-Nr. ... - nur ein click entfernt - und ziemlich "barrierefrei" ...:

Und nochmals verbunden mit Dank an die Redakteurinnen und Fragestellerinnen und Impulsgeberinnen von "Radio Kurzwelle" Bielefeld in der Hans-Ehrenberg-Schule - und ihrer Koordinatorin Frau Sabine Köhn ... - danke.

Erna Kronshage: 3 InfoBlogs | 1 Schicksal


click this links:
I. "erna 4 teens" -
II. "erna-lite-blog" - III. "erna-k-gedenkblog"




Montag, 25. April 2016

Middelhoff arbeitet in Bethel - vom fall zum fallen - das sind nur 2 buchsaben ...

Thomas Middelhoff - Bearbeitung nach einem Foto vom "Tagesspiegel.de"

»Kein Promi-Bonus für Middelhoff«
Verurteilter früherer Topmanager will in Bethel arbeiten

Von Christian Althoff | Westfalen-Blatt, Bielefeld, 25.04.2016

Der frühere Bertelsmann-Chef und Arcandor-Manager Thomas Middelhoff (62) aus Bielefeld, der wegen Untreue und Steuerhinterziehung rechtskräftig zu drei Jahren Haft verurteilt worden ist, hat einen Arbeitsvertrag von den Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel bekommen.

Nach Informationen soll Middelhoff vom 2. Mai an als Hilfskraft in der »Werkstatt am Bullerbach« eingesetzt werden, wo geistig behinderte Erwachsene unter Aufsicht Arbeiten verrichten. Middelhoffs Anwalt Hartmut Fromm sagte, sein Mandant werde dort 1785 Euro brutto verdienen. Das Geld gehe jedoch direkt an den Insolvenzverwalter.

Eigentlich soll Thomas Middelhoff am 6. Mai seine Haftstrafe in Bielefeld antreten. Er hat allerdings einen Antrag auf Haftverschonung gestellt, über den noch nicht entschieden ist. Middelhoff soll unter anderem an Chiblain Lupus leiden – einer extrem seltenen, weitgehend auf die Haut beschränkten Autoimmunkrankheit.

Für den Fall, dass Middelhoff die Haft antreten muss, hat er sich mit dem neuen Arbeitsvertrag gewappnet: Mit einer sozialversicherungspflichtigen Festanstellung im Rücken ist es einfacher, in den offenen Vollzug zu kommen. Wird der offene Vollzug genehmigt, könnte Middelhoff tagsüber in Bethel arbeiten und müsste nur nachts und an den Wochenenden in seine Zelle.

Auch die Tatsache, dass Middelhoff bereits mehr als fünf Monate in Untersuchungshaft saß, die auf die Haftstrafe angerechnet wird, könnte dazu führen, dass er gleich in den offenen Vollzug kommt. Sein neuer Arbeitsplatz wäre nur acht Kilometer vom Gefängnis Bielefeld-Senne entfernt.

Pastor Ulrich Pohl, der Vorstandsvorsitzende der Bodelschwinghschen Stiftung Bethel, sagte gestern, es gebe immer mal wieder Anfragen von Häftlingen, die eine Anstellung suchten. »Und ab und zu können wir helfen.« Middelhoff habe sich »ganz normal beworben«. Er, Pohl, wisse darum Bescheid, sei aber nicht in die Sache eingebunden. »Das läuft ganz bewusst auf den üblichen Ebenen ab. Bei uns bekommt auch niemand einen Prominenten-Bonus.«

Rechtsanwalt Fromm sagte, sein Mandant werde sich unter anderem um behinderte Menschen kümmern. »Herr Middelhoff freut sich auf seine neuen Aufgaben im sozialen Bereich, die er, soweit ihm das möglich ist, auch im Fall einer anerkannten Haftunfähigkeit wahrnehmen wird.«
Middelhoff soll als Chef des hoch verschuldeten Arcandor-Konzerns (früher Karstadt-Quelle) unter anderem 28 Mal mit einem Hubschrauber von Bielefeld aus zur Arbeit nach Essen geflogen sein, um einen Stau am Kamener Kreuz zu umgehen. Dadurch entstand dem Unternehmen nach Ansicht der Richter 80 000 Euro Schaden. Insgesamt soll Middelhoff seinen früheren Arbeitgeber um 500 000 Euro geschädigt haben. Middelhoff wollte die Flüge nicht als Untreue gewertet wissen. Er sei mehrfach »drei bis vier Stunden« zu spät ins Büro gekommen, weil er am Kamener Kreuz im Stau gestanden habe. Das sei in der Finanzkrise für Arcandor nicht tragbar gewesen. Middelhoff hatte allerdings in Düsseldorf eine Dienstwohnung.
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tja - das ist eben bethel: als die ddr abgewickelt wurde, hat man in der damaligen zweiganstalt lobetal dem ehepaar honecker "asyl" geboten - nun bietet man deutschlands ex-top-manager middelhoff eine anstellung als hilfskraft in einer werkstatt für behinderte menschen: eine ur-christliche einstellung also - ohne beurteilung von "schuld" eben menschen immer eine chance zu geben - dem tippelbruder von der landstraße, dem alleinreisenden asyl-kind aus afghanistan genauso wie dem einstigen multi-millionär oder dem diktator und ministerpräsidenten aus der ex-ddr damals ... - ganz nach dem motto auch von margot käßmann: "niemand kann tiefer fallen als in gottes hand" ... 

arno pötzsch dichtet unter aufnahme der gedanken von psalm 139 (eg 533):

"Du kannst nicht tiefer fallen
als nur in Gottes Hand,
die er zum Heil uns allen
barmherzig ausgespannt.

Es münden alle Pfade
durch Schicksal, Schuld und Tod
doch ein in seine Gnade
trotz aller unsrer Not.

Wir sind von Gott umgeben
auch hier in Raum und Zeit
und werden in ihm leben

und sein in Ewigkeit."

aber: ist diese haltung von bethel nun wirklich in allen fällen vorbildlich - "selbstlos" sozusagen ... ??? 

als tendenzbetrieb hat bethel in der vergangenheit viele sicherlich hervorragend geeignete bewerber für eine anstellung in bethel abgelehnt, die nicht mitglied in einer christlichen kirche oder gemeinschaft im sinne der ack (arbeitsgemeinschaft christlicher kirchen in deutschland) waren - allerdings bei den zahlenmäßig knappen ärzte-bewerbungen, mit denen man den betrieb aber insgesamt aufrecht erhalten musste und geld verdienen konnte, drückte man schon mal beide augen zu, wenn der herr doktor als muslim aus syrien in bethel dringend benötigt wurde ...

und auch nach dem untergang des ns-regimes wurde beispielsweise dem herrn dr. gerke, einst gestapo-chef und ss-obersturmbannführer von prag, der dort als der "henker von prag" bezeichnet wird, 1957 eine tätigkeit als anstalt-justitiar und verwaltungsleiter eingeräumt - und als weiteres prominentes beispiel wurde die ehefrau von heinrich himmler samt ihrer Tochter und auch andere nationalsozialisten nach recherchen von dem bielefelder historiker dr. daniel siemens jahrelang in den einrichtungen von bethel untergebracht ... 

dagegen hat sich bethel durch den damaligen anstaltsleiter herrn v. bodelschwingh (hier: der 3. friedrich v.b.) 1962 im wiedergutmachungsausschuss des bundesministeriums der finanzen gegen eine entschädigung der im nazi-reich und auch in bethel reihenweise zwangssterilisierten menschen ausgesprochen: es handele sich doch dabei um menschen, "die so verkrankt und lebensuntüchtig waren, dass sie durch eine solche 'rehabilitation' doch gar nicht aus ihrer seelischen krankheitslage wirklich erlöst würden." (quelle: ernst klee: persilscheine und falsche pässe, geschichte fischer 1992, S.118)... 

also: nächstenliebe wird immer auch von beeinflussten und beeinflussbaren menschen an menschen betrieben - subjektiv und damit so schlecht & recht, wie eben die einzelnen entscheider dann im moment ticken - oder laut anweisung zu ticken haben ... in bielefeld grassiert seit jahrzehnten ein alter hohnspruch - bekannt als "7-b-satz" : "bethel bei bielefeld ... bietet barmherzigkeit bei barzahlung" ... (???).



S!-art: niemand kann tiefer fallen als ...

Freitag, 22. April 2016

Sony World Photography Awards 2016

Sony
Foto: Asghar Khamseh/ Sony World Photography Awards - Mit seiner Porträtserie "Fire of Hatred" von Opfern von Säureanschlägen im Iran gewann Asghar Khamseh den Hauptpreis des Sony World Photography Award. Die Anzahl der Säureangriffe nehmen im Iran zu, sie richten sich meist gegen Frauen und Kinder und passieren in familiären Konflikten aus Rachsucht. Die Opfer erleiden nicht nur körperlicher und seelische Qualen, sondern sind auch lebenslang gesellschaftlich stigmatisiert. - CLICK ON THE PICTURE

ERDOGANs KAMPF GEGEN TIERE - Erdogan im Spiegel der türkischen Karikatur - leider ohne Vor- oder Geleitwort vom "Moderator Böhmermann"

... dies ist leider schon die letzte der türkischen erdogan-karikaturen ...


Am Wochenende besucht unser aller Kanzlerin den strammen Kollegen Erdogan in der Türkei: Und vielleicht bringt sie ihm ja diese kleine Karikaturen-Sammlung aus der neuesten ZEIT mit, die ich hier extra dazu zu einem kleinen Magazin zusammengestellt habe ... - zur gemeinsamen Freude - und wenn sie auf den Fall "Böhmermann" anstoßen, den ja beide so souverän angegangen sind und so staatsfrau-/männisch gelöst haben ... - Ich bin echt immer noch entgeistert ...


Donnerstag, 21. April 2016

Talita kum! - die "Heilung" von Jairus 'Töchterlein' ...

Talita kum
Wie beurteilt Eugen Drewermann Jesu Heilung vom "'Töchterlein' des Jairus" - Das Problem der Pubertät und der Emanzipation ... - CLICK HERE

Montag, 18. April 2016

opa birne bekommt besuch - update






in der altenresidenz bei uns um die ecke bekommt ein wohl früher prominenterer - inzwischen aber völlig unwichtig gewordener und vereinsamter opa namens birne heute besuch von einem unverbesserlichen rechten nationalisten irgendwo aus dem verhuschten, die €U abschröpfenden ostblock-ausland ...:

opa birne hielt sich früher nämlich wohl für einen der bedeutendsten €uropa-politiker überhaupt - aber nun ist er schon ziemlich alterssenil und verwechselt da in den letzten jahren so ein paar dinge - die zeit ist an ihm einfach vorbeigegangen - und starrköpfig war er immer ...

und der besucher da aus dem ausland, dessen vorfahren selbst als migranten dorthin kamen, macht jetzt einen auf "flüchtlinge-draußenbleiben" und sperrt sich deshalb mit nato-draht ein ... - und will dem ollen opa birne nun einen "populären" besuch abstatten, da es um beide etwas still geworden ist ...

schade ist nur, dass von diesem besuch, der ausdrücklich "privater natur" sein sollte, so viele wissen, und deshalb von der lokalpresse und all dem gedöns weit über gebühr beachtet wird - und sogar ein fernsehteam will anwesend sein - zu einem "privaten besuch": 

das ist so wie mit den "hinter vorgehaltener hand" zugeraunten sprüchen , die man "aber für sich behalten" soll: bereits am nächsten tag wissen es per handy alle ... - und hier haben ja opa birne und seine zugehfrau kräftig mit reklame gemacht ...

die einen sagen, opa birne und auch der ausländische gast freuten sich darüber, mal wieder im blickpunkt der öffentlichkeit stehen zu können und opa birne habe selbst einen herausgeber von einer boulevard-zeitung dazu angerufen ... - die anderen sagen, der zugehfrau von opa birne sei das wohl alles sehr unangenehm - aber sie sei es trotzdem gewesen, die zuerst in der redaktion angerufen habe - aus pragmatisch-praktischen gründen: ob die zeitung nämlich evtl. "exklusiv"... gegen knete ... - versteht sich - ... denn sie ließe ja von einem catering extra schnittchen kommen ... - wegen der "unkosten" ...

aber sie wissen noch nicht, ob man die blumensträuße von der örtlichen afd-abordnung persönlich annehmen sollte - gemeinsam mit dem gast - oder lieber doch nicht - und ob mit und vor den laufenden kameras oder ohne ... - da lassen sie sich bis zuletzt noch vom dorfpfarrer beraten ... - und man wolle auch nicht all die nato-draht-verkaufsvertreter mit dabei haben - höchstens eine handverlesene auswahl ...

ja - opa birne wird auf seine alten tage noch recht wunderlich - und alle machen mit ... - 

am sonntag meinte ein ausländischer gast bei der trauerfeier für einen großen außenminister, der sei bei verhandlungen "zäh wie ein cowboystiefel" gewesen ... - und als man jetzt bei opa birne ins kalkül zog, ihn als "zäh wie leder - flink wie windhunde und hart wie kruppstahl" zu bezeichnen, zögerten einige schreibagenturen - und fragten nach dem zitatengeber ... S!




"Mein lieber Junge - und ich sag Dir mal wo man billig guten Nato-Draht einkaufen kann" ...
so ungefähr stellt sich S!NED! opa birne mit besucher und gesprächsthema vor - montage: S! - nach ©Raif Valiev/ DOCMA 

Sonntag, 17. April 2016

meine aktuelle Stänkerei ...


Ja - war das nicht toll - damals - weißt Du das noch ? - als unsere Kanzlerin trotzig allen Kritikern und besonders Herrn Seehofer sagte:"Wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land."...

Tja - damals - lang ist's her - Frühherbst 2015 - und inzwischen ist viel Wasser durch die Isar geflossen ...
Der olle Adenauer hat es sich da ganz einfach gemacht - und sich hinter eine alte kölsche Redensart versteckt: „Wat kümmert misch ming Jeschwätz von jestern? ... Ed kann misch doch niemand daran hindern, jeden daach klüger zo wööde!"...
Ja jetzt haben wir endlich das tolerante offene Deutschland: Kuschen vor dem Despoten Erdogan - ganz offiziell - alle Grenzzäune inzwischen zulassen - nix mehr mit intervenieren: Pegida, AfD, Orbán, Erdogan, die Staatschefs aus dem "Ostblock", Seehofer, all die Bosbachs - sie alle haben gewonnen ... 

Jetzt führen sie uns an der Nase herum - und wir sperren die Flüchtlinge ein - bis wir sie nach kurzem Aufenthalt und ein paar unverbesserlichen Kirchenasylanten hier und da wieder "nach Hause" ("go return to syria") fliegen können - un gutt is ... - wohlgemerkt: Für eine Luftbrücke aus der Türkei und dem nahen Osten war nie Geld da - aber wenn wir sie wieder abschieben können - bekommen sie rasch ihr Ticket und ihren normalen Flug ... Und wehe es sagt jemand - das wäre "verlogen" ...
Na - dann - Prost Wahlzeit - und die AfD regiert schon mal, obwohl sie noch nicht mal im Bundestag sitzt ...:

Oh wie schön ist Panama - (für unsere Knete ...) - und
oh wie schön ist Idomeni und Lesbos (für unser gutes "teutsches" Gewissen ...)

Morgen sollte ich mal wieder "Chrillchut" kaufen - und dann mit einem schönen griechischen Salat - und einem spanischem Roséwein - einfach herrlich - und scheiß was auf Politik ... Und dann singen wir am knisternden funkenstiebenden Grill aus Leibeskräften:"This land is your land and this land is my land" ...- und ich hoffe - Angela Merkel stimmt lautstark mit ein - und verschluckt sich nicht... - (immer dieses scheiß Sodbrennen hinterher ...)- und nochmal: Prost Wahlzeit ... - mal sehen wer da noch hingeht ... S!






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