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Montag, 29. August 2016

anthropozän - ähhh ???




die menschen haben einen knall ...
welch ein "eckpunkt" für das "anthropozän" - und die menschheit an sich: die a-bombe ... (AP)

Verändert der Mensch die Welt so stark, dass er ein neues Erdzeitalter, das Anthropozän, eingeleitet hat? Geologen haben jetzt dafür gestimmt. Ihrer Ansicht zufolge begann die jüngste Epoche mit einem Knall.

Forscher wollen wegen der beispiellosen menschlichen Einflüsse auf den Planeten ein neues Erdzeitalter ausrufen. Demnach leben wir derzeit im Anthropozän, dem Menschenzeitalter.

Umstritten war allerdings, wann das Menschenzeitalter beginnen sollte. Mit der Entdeckung Amerikas? Mit dem Start der Industrialisierung?

Die Arbeitsgruppe schlägt als Beginn die Mitte des 20. Jahrhunderts vor. Ein wichtiges Datum wäre der erste Atombombentest am 16. Juli 1945, dessen Folgen sich auf der Erdoberfläche weltweit nachweisen lassen.

In den kommenden zwei bis drei Jahren wollen die Wissenschaftler klären, welche in den Erdschichten abgelagerten Stoffe als Referenz für das neue Erdzeitalter dienen sollen. Dies könne etwa eine Kombination von Kunststoff, Rückständen aus Atomwaffentests oder von Flugasche aus industrieller Produktion sein, sagte Reinhold Leinfelder von der Freien Universität Berlin, der der Arbeitsgruppe angehört.

Den kompletten Bericht lesen Sie hier in SPIEGEL-online

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die menschheit hat einen knall: also - das muss man sich mal vor augen halten: da stimmen wissenschaftler dafür, dass 
  • die umweltsünden der menschheit, 
  • die hybris seiner selbst, 
  • die ungebremste ausbeutung von umwelt und mensch 
  • - zugunsten des kapitals einiger weniger - 

nun den historischen namen eines neuen "zeitalters" abgeben soll: "anthropozän" ... das klingt auch im reim noch nach "mondän" - nicht nach demut oder gar angemessener reue - sondern nur nach anmaßender menschlich übersteigerter selbstbeweihräucherung: endlich hat es der mensch geschafft, mit seinen umweltsünden diese erde namensgebend zu prägen und zu verändern ... 

der mensch hat die erde zu seinem kindersandkasten erklärt: buddelt darin ohne sinn & verstand rum, pillert in die förmchen, die aus angeschrammtem bunten plastik im sand herumliegen, baut burgen und gräbt gräben, schmeißt sand aus dem kasten - und bringt dinge ein, die da gar nicht hineingehören ...

dabei spielt der mensch ja nun den einzigen und konkurrenzlosen lenker und schöpfer - denn der mensch hat ja heimlich still und leise den ewigen schöpfergott ermordet - um die ecke gebracht - und schwingt sich nun auf, größenwahnsinnig den anbruch seines müllzeitalters nach sich selbst zu benennen ... - 

ja - "wir sind die eingeborenen von trizonesien", sang man in den ersten kabarett-veranstaltungen nach dem krieg - und besang so die "tri-zone" - die westlichen besatzungszonen deutschlands: frankreich, großbritannien und die usa ... - die dann die brd bildeten ... - im gegensatz zu der "ost-zone", die dann ddr wurde: heutzutage sind wir also auch wieder die erfinder und die "eingeborenen eines anthropozäns" ... - und sind womöglich auch noch stolz darauf ...

es sind in erster linie unsere missetaten und unsere abfälle, die das "anthropozän" als solches bestimmen: welch eine fragwürdige  "leistung" ... - welch ein denkmal setzt sich die menschheit mit einer solchen namensgebung ...???

dabei hat sich die menschheit ja gar nicht selbst erschaffen - sie ist ja dabei immer noch auf "fremde" hilfe angewiesen - alles was die menschheit in diese welt eingebracht hat war: 

  • die atombombe, 
  • die verbreitung von plastik(müll - und partikel - sand) auf millionen jahre hinaus, 
  • aluminium, 
  • beton-partikel, flugasche und 
  • radioaktives fallout, 
  • großräumige veränderungen der kreisläufe 
  • etwa von kohlenstoff, stickstoff und phosphor, 
  • die beispiellose globale ausbringung von tier- und pflanzenarten, 
  • den klimawandel ... - 

ähhh - sind das etwa "leistungen", um ein zeitalter danach zu benennen ... ???

psalm 90 der bibel drückt des menschen abhängigkeit treffend und mit viel demut und innerer erkenntnis und einsicht aus ... - die fehlt nun nach 2100 jahren gänzlich - und in diesem vermaledeiten  "anthropozän" kann dann niemand mehr den tatsächlichen schöpfer er-innern: 
Herr, du bist unsere Zuflucht 
Jahr um Jahr. 

Ehe die Berge entstanden 
und die Erde und die Welt 
geschaffen wurden, 
bist du gewesen 
und bist Gott 
von einer Ewigkeit zur anderen. 

Du lässt die Menschen sterben 
und rufst sie zurück in den Staub: 
Kommt wieder, Menschenkinder! 

Denn tausend Jahre 
sind für dich wie der Tag, 
der gestern vergangen ist, 
wie ein paar Stunden 
in der Nacht. 

Du säst Menschen aus 
in die Welt 
Jahr um Jahr. 

Wie das Gras, das nachwächst, 
kommen sie aus deiner Hand. 
Wie Gras, das in der Morgenfrühe aufwächst 
und blüht und am Abend welk wird 
und verdorrt, 
welken wir hin unter deiner Glut, 
verdorren plötzlich unter deinem Zorn. 

Denn du siehst all unser Unrecht. 
In deinem Licht ist es sichtbar, 
so verborgen es ist 
unserem eigenen Herzen. ...

aus Psalm 90 - Jörg Zink ...
ob irgendwelche geschöpfe nach uns - wo und wie auch immer - diese erd-epoche eines tages als das "anthropozän" bezeichnen werden - werden wir nicht mehr erleben - in anderer schöpfungsexistenz können wir uns ja vielleicht noch dran erinnern: mir ist so - als wäre da mal etwas gewesen ...



was du nicht willst das man dir tu das füg auch keinem andern zu --- verbale entgleisungen



»Die Sprache hat sich verschärft«
Anja Reschke ein Jahr nach ihrem TV-Kommentar

Vor gut einem Jahr ergriff Anja Reschke (43) das Wort. In der Hochzeit der Flüchtlingskrise thematisierte die Fernsehjournalistin in einem Kommentar für die ARD-Tagesthemen die üble Hetze und Stimmungsmache gegen Flüchtlinge im Netz. Sie forderte zum Aufstand der Anständigen auf. Zu einer vernünftigen Gesprächskultur, zu einem menschlichen Umgang ohne Hass. Sie bot den Hass-Schreibern Paroli.

Im Netz gab es dafür Beifall, aber genau so viel von den widerlichen und hasserfüllten Kommentaren, die sie mit ihrem deutlichen Worten angeprangert hatte.

Anja Reschke
Doch wie sieht es ein Jahr danach aus? Anja Reschkes Urteil fällt eindeutig aus: »Seit vergangenem Sommer haben sich die Sprache und der Umgang miteinander weiter verschärft. Üble Beleidigungen und Verleumdungen sind inzwischen Teil unserer alltäglichen Kommunikation, nicht nur im Netz«, schrieb sie nun, ein Jahr nach ihrem Kommentar, in einem Beitrag für den NDR.

Ihre Beobachtungen verdeutlichen, dass eine sachlich-kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Flüchtlinge im Netz immer noch kaum möglich erscheint: »Wer traut sich denn heute noch, ein Anständiger zu sein? Die Gesprächskultur ist derartig angespannt, dass man auf jeden Beitrag, der auch nur am Horizont die Situation der Flüchtlinge thematisiert – eventuell auch deren Nöte – eine Flut von beschimpfenden Kommentaren erntet.«

Denen, die Hass säen und hetzen, das Feld zu überlassen, kommt für Reschke nicht in Frage. Sie will diesen Menschen weiter die Stirn bieten: »Ich würde den Kommentar von vor einem Jahr – trotz aller Erfahrungen, die wir seitdem gesammelt haben – genauso wieder sprechen. Weil ich einfach glaube, dass es sich ohne Hass besser lebt.« 

WESTFALEN-BLATT|WB/sba


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keine angst - die spielen nur ...


tja - ein jahr danach hat sich die situation der gesellschaftlichen debatte  - bzw. für das was man dafür hält - eindeutig verschärft: im netz wütet das verbale "noch schäbiger" - "niedermachen" - "diskriminieren" ... 

das ist zu einem nicht immer regel- aber durchaus -rechten "sport" geworden: die täter feixen und lachen über ihren eigenen mut - überbieten sich mit bußgeld-zahlbefehlen und sozialstunden-ableistungen - schließen wetten dazu ab - und freuen sich über ihre "likes" auf ihre immer bewusst und gezielt tumber daherkommenden hasstiraden ...: 

mal so richtig "die sau rauslassen" ... - anonym natürlich ...: wie im turbo-kapitalismus: immer größer, immer mehr, immer mehr akzep-tanz" - mit extra großen "unterwander-stiefeln" ...

bei youtube stehen noch die anti-reschke kommentare der rechten szene im netz - die den tv-kommentar zum beispiel als "antideutsche hetze" bezeichnen ... (bei bedarf - selber googeln ... - so'nen mist verlinke ich nicht ...)

wie gesagt: aber es sind zum glück auch "nur" sprachspiele, die da gespielt werden nach immer wieder vorübergehenden und nur relativ stabilen regeln, die genauso rasch wieder absterben wie sie gewachsen sind: es geht zumindest den rechten wie in den fußball-fanblocks darum: wer und wie kontert man die fangesänge des gegners ... und natürlich: "wer hat den längsten" ...- und wann stellt man die gegner - und haut ihnen eins aufs maul ... - und wie produziert eine minderheit am besten durch eine fülle von leserbriefen, hetzparolen, youtube-beiträgen, pegida-märschen und fernsehauftritten sowie all den füllsel in den medien-news - facebook und twitter nicht zu vergessen - den anschein einer mehrheit "mitten aus dem volk heraus": aus vielleicht einem block von 10-15 % der bevölkerung generiert man sich durch list und tücke so, als wären sie schon 85 % ... ein "trojanisches pferd" mit dem anschein von größe - das aber als eigentliche verschwindende minderheit versucht, sehr verschlagen zu unterminieren ... - ein "trojaner" - nicht nur für die virtuelle netzwelt - sondern in ganz "real life" - ein rechtslastiger "trojaner" mitten in unserem sosein ... - und der infiziert und infiziert ... - und er ist in wirklichkeit so einfach & simpel gebaut, dass sich die überkomplizierten abwehrrecken schwertun, ihn erfolgreich abzuschütteln ...

auf der linken seite sang man vor 40 jahren: "wir sind erst angefangen - wir werden immer mehr" ... - und dieser kampf der 68-er dient (leider gottes) heute als blaupause für diese rechte braune suppe ... - um sich breit zu machen: bei jim knopf  und seinem lokomotivführer lukas gibt es ja für solch phänomen den sogenannten "scheinriesen" tur-tur - der gar kein riese ist - und den wir nur dazu machen ... - und der im weggehen - in der entfernung - immer größer ist als tatsächlich ...
solche tatsächlichen zahlen und einschätzungen kann man gut mit "statistischen zahlen" in der wirklichkeit - im real life - aufpäppeln:
wer hätte das gedacht - so gehen
 in ganz anderen gesellschaftlichen aktivitäten z.B. fast 1,5 mio. der deutschen 1 x pro woche  zum gottesdienst in die kirche - aber in den 9 bundesliga-stadien werden pro spieltag nur knapp 0,5 mio. zuschauer gezählt - setzt man diese beiden zahlen mal ins rechte licht und ins verhältnis zueinander verschiebt sich der blick etwas: und da redet man immer von gesellschaftlicher relevanz, einfluss, tv-schwerpunktsetzungen usw. 
aber all diese "sprachspiele" im gesellschaftlichen konsens und mit dem entsprechenden  "insider"-"fachvokabular" verlieren irgendwann an bedeutung - und werden durch andere spiele abgelöst - durch andere begriffe, durch andere zusammenhänge, andere werte ... - und letztlich ist es auch nur die von den medien gepäppelte "sau, die durch's dorf getrieben wird" ... - um der einschaltquoten willen - umd der "likes" und der "clicks" ...: damit sich der akteur in seinen springerstiefeln morgens im spiegel anschauen kann, ehe er sein hartz vier abholt: "ich bin wieder wer" ..." ... 

erinnern sie sich noch an die "schill-partei" - die dvu, die "republikaner" - sie sind für die rechten längst schon wieder der stoff - aus dem die träume sind ... S!

Samstag, 27. August 2016

Sommer-Bild-Spielereien 2016 | S!NED!|art

Mein Sonntags-Bonus: 
Mein Sommer-Bild-Katalog mit kleinen Spielereien:

CLICK HERE


Donnerstag, 25. August 2016

burka oder so ähnlich ...


S!art: Burka









 da macht man ja soviel aufhebens um die vielleicht 1000 frauen - "unter 80 millionen" - die in deutschland vielleicht mit einer burka herumlaufen:
und dann sieht man den wald vor lauter bäumen nicht mehr:

burkaähnliche öffentliche alltagsbekleidung in deutschland sind:


  • jede motorradfahrer-montur mit helm (weit mehr als 1000 "unter 80 millionen")
  • viele schauspieler - zirkusclowns
  • viele priester und geistliche im ornat
  • ordensschwestern
  • bundeswehr-soldaten mit helm und tarnfarbe im gesicht
  • viele karnevals-kostüme
  • sek-polizeibeamte im einsatz
  • windsurfer und taucher im neopren-anzug
  • feuerwehr und thw in speziellem einsatz
  • manche handwerker in schutzanzügen
  • frierende radfahrer(innen) mit schal vor dem mund
  • eishockey-spieler
  • sportrennfahrer im rennauto
  • viele geschminkte personen sind unerkennbar und haben mit ihrem passfoto nichts gemein ...

burkaähnliche bekleidungen


vielleicht fallen dir auch noch ein paar weitere beispiele ein ...

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Montag, 22. August 2016

Seele & Spiele





Die XXXI. Spiele sind zu Ende

Seelenloses Olympia

Ein Kommentar von Ex-Präses Alfred Buß


Seit Melbourne 1956 bin ich dabei, erst am Radio, bald am Fernseher, nicht selten ging's bis in die Nacht. Nun ist Olympia wieder ad acta gelegt ...

Großartig ist die olympische Idee: Rivalitäten austragen in sportlich-fairem Wettstreit, im Geiste von Völkerverständigung und Toleranz. Doch spätestens mit Rio wurde mir klar: Wer das noch so glaubt, der muss selber gedopt sein. Meine Begeisterung bekam einen deutlichen Knacks. Die olympischen Idee hat ihre Seele verloren.

Viele Illusionen sind ja schon lange geplatzt. Dabeisein ist längst nicht mehr alles. Die olympischen Sportler stehen unter erheblichem Druck. Nur wer erfolgreich ist, wird oben bleiben und großes Geld verdienen. Schon wer Vierter wird, erringt nur die "Holzmedaille".

Schon immer wird Olympia von der Politik vereinnahmt. Und auch Doping verzerrt die sportliche Fairness schon lange. Doch schienen das alles hereingetragene Probleme zu sein, die im Gegensatz standen zur olympischen Idee und ihrem Regelwerk.

Aber jetzt stinkt der Fisch vom Kopf her: Doping ist für das IOC - und seinen Präsidenten Bach - offenbar zur lässlichen Sünde geworden. Ausgeschlossen von Olympia aber wurde Julia Stepanowa, die offenlegte, wie Staatsdoping geht. Ausgeschlossen wegen angeblicher ethischer Defizite.

Der größte Verstoß gegen die olympische Idee ist jetzt wohl Zivilcourage. Die Botschaft an die Olympioniken ist klar: Klappe halten - oder ihr fliegt raus. Was hülfe es dem Menschen - so fragte Jesus, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele? The show must go on.

Für Rio 2016 wurden Zigtausende aus ihren Hütten vertrieben. Favelas mussten weichen. Brasilien bezahlt die Party aus Steuergeldern, den Gewinn aber streicht nicht das brasilianische Volk - den streichen andere ein. Die olympische Idee hat ihre Seele preisgegeben. Sie wurde verkauft. Die Welt gewinnen - aber die Seele verlieren. Das ist der Knackpunkt.

Muhammad Ali bei Papst Johannes Paul II.


1960 in Rom gewann ein 18-jähriger die Goldmedaille - als Boxer im Halbschwergewicht. An ihn will ich erinnern. Der weigerte sich, seine Seele preiszugeben. Wurde Boxweltmeister. Legte seinen Namen ab, der aus der Sklavenzeit kam. Wurde Muslim. Nannte sich Muhammad Ali. Verweigerte den Kriegsdienst in Vietnam. Verlor daraufhin die Box-Lizenz und alle Titel. Sollte gar ins Gefängnis. Und blieb doch unbeirrbar im Einsatz für Menschen- und Bürgerrechte.

Ex-Präses Buß
Als er jetzt im Juni starb, verneigte sich die Welt vor ihm. Zehntausende säumten die Straßen von Louisville, als sein Leichnam durch seine Heimatstadt gefahren wurde. Die Menschen spürten: Hier hatte sich einer geweigert, seine Seele preiszugeben, zeitlebens. Auch Jesus hatte wohl seine Freude an ihm.

Alfred Buß war von 2004 bis 2012 Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen mit Sitz in Bielefeld.

© 2016 Neue Westfälische
03 - Bielefeld Süd, Montag 22. August 2016



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schön - dass alfred buß - unser ex-präses - sich am ende dieser ge- und verkauften olympischen "spiele" an muhammad ali erinnert, als jemanden, der nie seine seele verkaufte ... - 

und dafür einstand, was seine überzeugungen waren: kriegsdienstverweigerer zu sein, wenn man schwergewichts-boxweltmeister ist, das wäre auch bei jeder prüfungskommission in deutschland seinerzeit bei einer verhandlung zur kriegsdienstverweigerung schwierig gewesen in allen motivnuancen zu übersetzen und darzulegen ...

und den "sklavennamen" cassius clay sausen zu lassen, um als muslim muhammad ali weiterzuleben und weiter zu siegen, wäre ebenfalls heute in deutschland fast undenkbar ... - da hätte die sporthilfe und das sponsorentum bestimmt einwände geltend gemacht.

was war das jetzt für ein aufschrei, als der diskuswerfer christoph harting sich bei seiner gold-siegerehrung nicht ganz konservativ regelrecht verhielt - und bei der hymne versuchte, vor freude zu tanzen und die melodie mitzupfeifen ... - seine "aktion" war die pure freude, das irgendwie paradoxe nichtwissen, wohin mit dem ganzen adrenalin - und sein überschießendes ego: ich bin ich - und was juckt mich schwarz-rot-gold - eine rein egoistische und völlig unpolitische veranstaltung ...


vlnr: peter norman, tommie smith, john carlos -
olympiasieger über 200m - 1968 mexico
aber so etwas ist gerade 2016 im angesicht von afd und pegida und flüchtlingsstreit wieder ein sakrileg - obwohl wir ja aus den 68er jahren ganz andere aktionen - allerdings politischer natur - gewohnt sind: als die beiden schwarzen "black-panther" 200-m-läufer aus den usa, tommie smith und john carlos, bei den olympischen spielen in mexico-stadt aus protest gegen die unterdrückung der schwarzen beim abspielen der us-hymne bei der siegerehrung die schwarze handschuh-faust in die luft reckten - und mit gesenktem kopf ihren unmut ausdrückten ...: da lohnt es sich, mal in wikipedia dazu reinzuschauen: 
Am Morgen des 16. Oktobers 1968 stellte der Sprinter Tommie Smith (USA) mit 19,83 Sekunden einen neuen Weltrekord auf und gewann die olympische Goldmedaille in dieser Disziplin. Der Australier Peter Norman wurde Zweiter und John Carlos aus den USA Dritter. Bei der Siegerehrung wurde die US-amerikanische Nationalhymne für Smith abgespielt. Carlos und Smith senkten die Köpfe und erhoben jeweils eine Faust, die mit einem schwarzen Handschuh bekleidet war. Smith trug ein schwarzes Tuch um den Hals, um den Schwarzen Stolz („black pride“) zu symbolisieren, Carlos trug die Trainingsjacke offen, um seine Solidarität mit den „blue collar workers“, den Arbeitnehmern, zu symbolisieren. Außerdem trug er eine Kette, um an „diejenigen zu erinnern, die gelyncht oder anders ermordet wurden, diejenigen, für die nie gebetet, derer niemals gedacht wurde. Für die, die man auf dem Weg nach Amerika über Bord geworfen hatte“. Alle drei, Smith, Carlos und auch Norman trugen Anstecker des Olympic Project for Human Rights (OPHR). Norman war ein Gegner von Australiens rassistischer White Australia Policy, und wollte so seine Solidarität zeigen. Norman war es auch, der vorschlug, Smith und Carlos sollten für den Protest ihre schwarzen Handschuhe teilen, nachdem Carlos sein Paar vergessen hatte.
“If I win, I am American, not a black American. But if I did something bad, then they would say I am a Negro. We are black and we are proud of being black. Black America will understand what we did tonight.”
„Wenn ich siege, bin ich Amerikaner, kein schwarzer Amerikaner. Aber wenn ich etwas Schlechtes mache, sagen sie, ich sei ein Neger. Wir sind schwarz und wir sind stolz darauf. Das schwarze Amerika versteht, was wir heute gemacht haben“
– Tommie Smith
ja - das ging schon eher an diese oben von buß beschriebene haltung muhammad alis heran, der zwar auch immer ein großmaul war - und der sich selbst am meisten feierte - aber dahinter stand immer eine große portion selbstmotivation und eine protesthaltung gegenüber dem damaligen "establishment", wo er selbst sich ja von ganz unten (er stammte aus ärmlichsten verhältnissen) nach ganz oben "geboxt" hatte - und vom ioc zum "sportler des 20. jahrhunderts" gewählt wurde ... 

oder als fritz teufel im "hohen" gerichtssaal seine erheiternden aber trotzdem auch substanziellen verulkungen startete: 
wieder aus wikipedia dazu: - Am 2. Juni 1967 wurde Teufel unter dem Vorwurf, einen Stein geworfen zu haben, während der Demonstration gegen den Schah Reza Pahlavi verhaftet und saß bis zum Verhandlungsbeginn im November in Untersuchungshaft. Während der Verhandlungen fiel Teufel vor allem durch – aus Sicht der Staatsanwaltschaft – respektloses Verhalten auf. Als er eine längere Stellungnahme abgeben wollte, wurde er vom Richter ermahnt, er möge nur Tatsachen vorbringen, die der Wahrheitsfindung dienten. Etwas später kam er dann der Aufforderung des Richters, sich zu erheben, mit der Bemerkung nach: „Wenn’s denn der Wahrheitsfindung dient.“ Dieser Satz wurde zu einem geflügelten Wort. Am 22. Dezember 1967 wurde Teufel freigesprochen.
dagegen ist das herumwuseln des christoph harting bei siergerehrung und hymne und schwarz-rot-goldener flagge nur ein fliegenschiss - worüber sich aber auch schon alle welt mokiert ... 

hymne mitsingen, hände an die hosennaht, auf die flagge starren während des hochziehens am siegermast, möglichst mit einer träne im knopfloch - und immer an die sporthilfe denken - und dankbar sein ... - unendlich dankbar ... 

"in einem Land, in dem ein olympiasieger 20.000 prämie bekommt und ein "dschungelkönig" 150.000 €, sollte sich niemand über fehlende medaillen wundern", schrieb das frühere schwimm-as deibler (26) bei facebook. der kurzbahn-weltrekordler über 100 m lagen hatte seine karriere vor knapp eineinhalb jahren beendet... - und am nächsten "dschungelcamp" nimmt jetzt sogar diese gina-lisa lohfink teil und streicht sich dieses sümmchen ein ... (aus rechtlichen gründen: details zu der "nein-heißt-nein"-gallionsfigur lohfink - welch ein "seriöses" aushängeschild für eine so wichtige bewegung - bitte nachgoogeln) ...

der präsident des deutschen olympischen sportbundes (dosb), alfons hörmann: "50 prozent mehr goldmedaillen - das ist nicht so schlecht." - aber: "wir haben in manchen bereichen probleme, das weltweit steigende niveau im spitzensport mitzugehen." in einigen fachverbänden habe das deutsche team die ziele "schlichtweg nicht ansatzweise erreicht"... 

das ist nicht die rechnung eines wahren sportlers, sondern eher die eines zockers: mit wieviel einsatz heben wir was an prestige und ehre zurückbekommen ...

bei einer solchen milchmädchenrechnung hat natürlich wieder der christoph harting recht, wenn er das "nationale" an seiner medaille zu verhöhnen versucht - in seiner paradoxen augenblicks-gefühlssituation: so wie manche menschen bei der beerdigung eines nahen verwandten eben laut loslachen müssen - ohne zu wissen warum ... 

hat nun der christoph harting mit viel blut, schweiß und wohl auch tränen seine goldmedaille gewonnen - oder hat deutschland eine medaille mehr in der endabrechnung des herrn präsidenten hörmann ... ???

noch ehrlicher wäre es, wenn der christoph nicht mehr mit der sporthilfe gesponsert würde, und auf eigene rechnung und eigenem trikot starten dürfte - ganz ohne dieses vermaledeite nationale gedöns und getue - denn grenzen und nationen sind von menschen erdacht und erstritten mit blut- und boden-kriegen ... - und bringen im sport dann "staats-doping" aus prestige-gründen und repräsentation-gier in extra-flügen und staatskarossen hervor ...

christoph harting pfeift auf die hymne ... - foto: getty images|express.de

für mich hat der christoph harting mehr von seiner seele in olympia eingebracht - als viele brave "schauspielerInnen", die sich verschämt beim klang der hymne das tränchen aus dem äuglein wischten - meine mutter hätte gesagt: "ist doch nur sport" ... 

mit einer sportlichen leistung hat ein staat oder eine nation mit seinen attributen genuin nichts zu tun ... - die seele kann nur das individuum in seinen sport mit einbringen - keine flagge flattert einer seele voran ... - und stahlhelme oder flaggen auf särgen sehen für mich so etwas von komisch - ja "übergriffig" - aus ... S!


und stahlhelme oder flaggen auf särgen sehen für mich so etwas von komisch - ja "übergriffig" aus




Samstag, 20. August 2016

Denn er hat seinen Engeln befohlen - für Omran (5) - mein Beitrag zur "Leidenspornographie" - die ich brauche ...

S!NED!|art: Aylan Kurdi (3) - Wasserleiche am Strand von Bodrum

S!NED!|art: Omran Daqneesh (5) - Rettung aus dem Bombenhagel in Aleppo






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 Bild-Ikonen Omran und Aylan – und die Frage nach der Macht dramatischer Fotos

Das Bild des kleinen Omran geht um die Welt. Und wieder steht die Frage im Raum: Was kann diese neue Bild-Ikone, die den Syrienkrieg auf erschütternder Weise deutlich macht, überhaupt bewirken? Und ist es nicht bald schon wieder vergessen? Anders als vor einem Jahr, als der tote Junge Aylan am Strand des Mittelmeers gefunden wurde, gibt es in den Medien dieses Mal keine ethische Debatte.

Ein kleiner Junge sitzt blutverschmiert und voller Staub von Bombentrümmern in einem Rettungswagen. Das Bild von Omran aus Aleppo geht um die Welt. Für den Krieg in Syrien ist es nach mehr als fünf Jahren und Hunderttausenden Toten ein Schlüsselfoto. Die Zeitungen heben es auf den Titel, im Internet verbreitet es sich rasant.

Ähnlich war das im Spätsommer 2015, als das Bild des drei Jahre alten Aylan viele Menschen erschütterte. Seine Leiche wurde an einen türkischen Strand gespült. Der syrische Junge war einer von Hunderten von Flüchtlingen, die im Mittelmeer ertranken. Es wurde eines der Symbolfotos der Flüchtlingskrise – in dem Sommer, als Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren berühmten Satz sagte: „Wir schaffen das.“

Was kann das Foto von Omran aus Aleppo bewirken? Sicher ist: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Sicher ist auch: Ein Omran allein kann den Krieg nicht stoppen.

Der Medienethiker Alexander Filipović meint: „Es kann viel bewirken, weil es dem Leid ein Gesicht gibt.“ Es erhöht aus seiner Sicht den Druck in der Öffentlichkeit und könnte der Politik einen Schub geben.

Die ethische Debatte um Omran ist anders als bei Aylan. Der Junge aus Aleppo wurde aus den Bombentrümmern gerettet, er hat überlebt. Bei Aylan wurde diskutiert, ob man ein totes Kind überhaupt so zeigen darf. Ist das respektlos? Nimmt es ihm seine Würde? Dass der chinesische Künstler Ai Weiwei das Bild des ertrunkenen syrischen Flüchtlingsjungen später am Strand einer griechischen Insel nachstellte, fanden manche ziemlich daneben.

Die Bilder aus Aleppo entstehen generell nicht ganz zufällig. Medien-Aktivisten suchen Motive mit dem Ziel, ikonische Bilder zu schaffen. Sie wissen sehr genau um die Wirkung, die von den Aufnahmen ausgehen kann. Im Fall von Omran war es das oppositionelle Aleppo Media Center, das am Mittwochabend nach einem Luftangriff ein Video aufnahm. Der Fotograf Mahmud Raslan war dabei.

Natürlich löse das Bild von Omran Mitleid aus, sagt Marion Müller, Professorin für Massenkommunikation an der Jacobs University Bremen. Aber es sei eine zweischneidige Sache: „Ein einmal gesehenes Bild können wir nicht löschen.“ Es bestehe die Gefahr der emotionalen Abstumpfung.

Anders als im Sommer 2015, als es bei den Toten im Mittelmeer eine offensichtliche Möglichkeit zum Handeln gab, könne es diesmal eine Ohnmacht auslösen, nach dem Motto: „Wir schaffen es eigentlich nicht. Die Welt ist schlecht, wir können nichts tun.“ Wichtig ist für sie, dass die Medien das Bild nicht wie jedes andere Pressebild behandeln, sondern in einen genauen Kontext setzen – und dabei nicht „leidenspornografisch“ und voyeuristisch sind.

Bilder von Kindern: Das löst oft große Emotionen aus. So war es vor Jahrzehnten bei den Hungerbäuchen von afrikanischen Kindern, auch als Biafra-Bäuche bekannt. Berühmt ist das Bild der neunjährigen Vietnamesin Kim Phúc, die nackt vor einem Napalmangriff flieht. Es wurde 1972 ein Symbol für das Grauen des Krieges in Vietnam.

„Schockbilder erwecken Aufmerksamkeit und rütteln wach“, sagt Rudi Tarneden, Sprecher von Unicef Deutschland. „Aber sie überfordern oft auch und erzeugen Abwehr und Angst.“ Auf die Spendenbereitschaft hätten sie daher wenig Einfluss. „Als Hilfsorganisation zeigen wir Bilder, die dokumentieren, wie trotz schwierigster Situationen Kindern geholfen werden kann.“

Gibt es sie also, die Macht der Bilder? Sie ist begrenzt, sagt Karen Fromm, Professorin für Fotojournalismus in Hannover. Im täglichen Mediengeschäft würden die Bilder des Tages zuvor leider schnell von immer wieder neuen eingeholt.

Die Problematik solcher Aufnahmen sei, dass sie für die unterschiedlichsten politischen, kommerziellen und religiösen Zwecke funktionalisiert würden. Auch bei dem „unendlich traurigen“ Bild von Omran sieht Fromm diese Gefahr. Und: „Es geht nie nur darum, dass etwas gezeigt wird, sondern immer auch darum, wie, wann, warum und wo etwas gezeigt wird und wer es zeigt. Und, was eben gerade nicht gezeigt wird.“


Text: Caroline Bock | DPA - MEEDIA


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Und mir (69) hilft dann - und wann - auch die Gewissheit, dass dieser mit Dreck und Blut verkrustete Omran wenigstens noch lebt - wo ich heute erfahren habe, dass sein 10-jähriger Bruder seinen Verletzungen im Bombenhagel in Aleppo erlegen ist  - und deshalb habe ich für sie dieses Lied aus Mendelssohn-Bartholdy's "Elias"-Oratorium: "Denn er hat seinen Engeln befohlen" ... dazumontiert - und bitte - tut das nicht als meinen Beitrag für eine Art "Leidenspornographie" ab... (s.o.) 

Ich denke, "Leidenspornographie" soll wohl übersetzt heißen: "das Leiden extra - ganz besonders brutal zur Schau - in den Mittelpunkt stellen" - mit allem Ekel und aller Gewalt, die das auch auslösen kann - also nochmal einen draufsetzen - und sich daran ergötzen - und nicht genug davon bekommen - also ganz schön krank und daneben ... - 

Das Wort "Leidenspornographiehabe ich doch tatsächlich oben im Artikel heute zum ersten Mal gelesen und gehört und gegoogelt ... - und dann muss ich mich bei solch neuen Begriffen immer reflexartig selbst bespiegeln - bin ich davon etwa auch infiziert ...??? Hänge ich zu sehr im "Leiden" fest - und zu wenig in dem Sinn und der Tat meines Lieblingswortes: "heilfroh" - für das ich auch die Wortpatenschaft beim Verein für Deutsche Sprache übernommen habe - und stelle ich diese vielleicht zu radikale "Einseitigkeit" hin zum "Leid" mit den Bildern oben noch einmal besonders zur Schau? Ist das etwa eine neue innerpsychische "Spur" für mich .. ???

Nun erforsche ich ja seit 30 Jahren das "Euthanasie"-Opfer-Schicksal meiner Tante Erna Kronshage (s.d.) - und habe fast 40 Jahre mit und bei zum Teil mehrfach- und schwerstbehinderten Menschen - ja - sogar Kindern - gearbeitet - und da frage ich mich, ob ich wohl besonders anfällig bin für diese oben gemeinte "Leidenspornographie" - eben auch wenn ich mich anrühren lasse von so ein paar medial ausgelutschten Bildchen mit Wasserleichen und blut- und staubverkrusteten kleinen Jungen ... Ich bin sogar überzeugter Kriegsdienstverweigerer aus der frühen Ära vor 50 Jahren - alles für manche sicherlich wohl eindeutige Indizien für einen viel zu weichgespülten Warmduscher - ein Weichei wie er im Buche steht - in Sport immer ne "fünf" gehabt - und deshalb vielleicht heimlich seit Jahren ein exzessiver "Leidenspornograph", der einfach nicht genug bekommen kann - vom Leiden in dieser Welt - und von allen Vorkommensformen und Verkommensformen dieses Phänomens ...- vom Leiden der Armen unter den Reichen - vom Leiden der Menschen im Krieg - und der nicht verdrängen kann - und der sich darauf einlässt, im Gegensatz zu den vielen Alltags-"Helden", die vor allem "Rührenden" und "Traurigen" vor Angst weglaufen und es weggrölen und es ersäufen... - als "Rückseite dieser Medaille" ...

Ich frage mich - hat "Leidenspornographie" eigentlich schon als eigenständige psychiatrische Diagnose eine international gültige Registraturnummer und Einordnung in den Diagnosesystemen in den USA und Europa (diagnostisches und statistische Manual psychischer Störungen = DSM - Internationale Klassifikation von Krankheiten der Weltgesundheitsorganisation = ICD) die ja gern immer mal wieder diese Manuale auffüllen, damit die Pharmazie entsprechende Gegenmittel "erforschen" und absetzen kann ...

Nur - worunter leiden die Menschen - denen all das sowas von "am Ar..." vorbeigeht, die einfach sagen, lasst die Toten ruhen - und gegen Kriege in der Welt kann man doch nichts machen - und naja - Kinder - sind doch nur Kinder - nur wir hier wollen unsere Ruhe haben und Olympia gucken und die Kinder spielen draußen mit dem Handy - und gleich das Pokalspiel - und ne Wurst auf'm Grill umdrehen ... - un gutt is ... - leiden diese Typen an Alexithymie (bitte nachgoogeln) ???

Ich wenigstens kann mir nun mal diese Welt nicht schöner malen als sie ist - obwohl ich auch viele Sonnenauf- und -untergänge und Wolken photographiere und bearbeite - genausowenig darf man ständig im Schlamm herumwühlen - ist klar ... - aber man muss sich von seiner Umwelt im Moment auch angemessen anrühren lassen - und vielleicht sogar langverdrängte "Familiengeheimnisse" lüften, um ernsthaft persönlichen Ballast zu bearbeiten ...: und das ist keine Pornographie sondern - für mich wenigstens - kann das Seelenerleichterung sein - hin zu diesem weiten und erleichternden Begriff: "heilfroh" ... S!




Freitag, 19. August 2016

Kreuzung von Mensch und Tier - Womit heilen wir diesen Machbarkeits-Wahnsinn


"die ich rief, die geister / werd ich nun nicht los." - S!|kritzel|graphic


Plan: Kreuzung von Mensch und Tier

Tagesthema: 
US-Behörde könnte Forschung finanziell fördern. Kritiker stellen moralische Fragen


Miami (AFP). Forschungen, bei denen Tier-Embryos mit menschlichen Zellen versehen werden, könnten in den USA künftig staatlich gefördert werden. Das sieht ein Vorschlag der US-Forschungsbehörde NIH vor, der in den nächsten Wochen öffentlich diskutiert werden soll. Während die Befürworter auf einen Durchbruch bei der Erforschung von Alzheimer, Parkinson oder Unfruchtbarkeit hoffen und mit solchen "Chimären" Organe züchten wollen, verweisen Kritiker auf komplexe moralische Fragen.

Demnach sollen künftig Forschungsprojekte finanziert werden, die menschliche Stammzellen in Embryonen bestimmter Tierarten einschleusen - darunter auch Projekte, die das Tiergehirn mit menschlichen Zellen substanziell modifizieren. 

Welche Aktivitäten konkret gefördert werden, soll ein interner Steuerungsauschuss überwachen. "Ich bin zuversichtlich, dass die vorgeschlagenen Änderungen es der Forschergemeinde des NIH ermöglichen, dieses vielversprechende Forschungsgebiet verantwortungsvoll nach vorne zu bringen", erklärt Carrie Wolinetz, NIH-Direktorin für Wissenschaftspolitik. 

Noch vor einem Jahr hatte die US-Behörde ein Moratorium über solche Forschungsprojekte verhängt, weil sie als zu kontrovers galten. Manche Experten reagieren alarmiert auf den Sinneswandel: "Stellen wir uns vor, wir hätten Schweine mit menschlichen Gehirnen, die sich dann fragen, warum wir an ihnen experimentieren", sagt der Wissenschaftler Stuart Newman vom New York Medical College. "Und wenn wir Menschenkörper mit Tierhirnen haben, heißt es "Naja, sie sind keine echten Menschen, wir können Versuche an ihnen vornehmen und Organe entnehmen?." Er fürchtet, seine Warnungen könnten ungehört verhallen. "Die Leute gewöhnen sich allmählich daran." Andere verweisen auf die Chancen: "Wenn wir Schizophrenie, Alzheimer und Depression weiter erforschen wollen, können wir nicht einfach an den Gehirnzellen von lebenden Menschen mit diesen Krankheiten experimentieren", erklärt Robert Klitzman, der den Masterstudiengang Bioethik an der Columbia University leitet. Der NIH-Vorschlag sei ein "großer Schritt in die richtige Richtung mit gewaltigem Potenzial, Millionen Menschen zu helfen".

Felszeichnung von sogenannten "Reptos"/Reptilienmenschen aus dem "Gilf Kebir" (Ägypten) - einem 8000 qkm großen heute wüstenähnlichen Felsplateau ...

Trotzdem fordert er, auch Ethiker in das Kontrollgremium zu berufen. "Mit menschlichen Gehirnzellen müssen wir vorsichtig sein. Was wir nicht wollen, sind Mäuse oder Schimpansen, die plötzlich menschliche Eigenschaften haben. Das schafft enorme moralische Probleme."

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Forschungsstand
Menschliche und tierische Zellen werden schon seit Jahrzehnten gemischt, etwa wenn Wissenschaftler menschliche Tumore in Mäuse einsetzen und Herzklappen von Schweinen und Kühen in Herzpatienten.
"Diese Art Forschung wird in den USA seit vielen Jahren betrieben, und weltweit ist es ohnehin gängig", sagt der Medizinethiker Samuel Packer von Northwell Health in New York. 
© 2016 Neue Westfälische
03 - Bielefeld Süd, Freitag 19. August 2016



Bild aus: Sebastian Münster: Cosmographei. Basel, 1558. - Unterschrift: ""Wundersame Völker Indiens" - coloriert von S! ...


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Mensch-Tier-Kreuzung

Geht gar nicht

Viktoria Bartsch | NW


Mischwesen aus Tier und Mensch sorgen bei vielen Menschen für Angst. Zu Recht. Die Grenze zwischen Mensch und Tier würde verschwinden. Und das geht gar nicht.

Forscher argumentieren, sie könnten irgendwann möglicherweise Krankheiten wie Alzheimer, Depression oder Schizophrenie mit Hilfe der Kreuzung des Erbgutes von Mensch und Tier heilen. Vielleicht. Aber selbst wenn es ihnen gelingen würde: Das Risiko, dass jemand sein Wissen missbraucht oder dass es ungewollt zu Ziegen mit menschlichen Gesichtern oder zu Affen mit menschlichen Gehirnen kommt, bleibt.

Wenn Genforschung, dann mit klaren Regeln, hohen Sicherheitsstandards - und eindeutigen Grenzen. Zum Beispiel verspricht die neue Methode Crispr bei der DNA-Forschung zumindest weniger ungewollte Mutationen, weil keine artfremde DNA zum Einsatz kommt. Doch diese Methode ist im Vergleich zu den herkömmlichen so einfach, dass manche Experten schon deshalb vor Missbrauch warnen.

Auch wenn es Forschern gar nicht darum geht, neue Lebewesen zu erschaffen, würden Kreuzungen aus Mensch und Tier die Gesellschaft vor immense Herausforderungen stellen und eine Vielzahl von rechtlichen und moralischen Fragen mit sich bringen. Nicht alles was geht, muss auch gemacht werden. Und nicht alles darf erlaubt sein.


viktoria.bartsch@ihr-kommentar.de | © 2016 Neue Westfälische 


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die idee ist ja uralt - schon in zigtausend jahre alten höhlenbildern und felszeichnungen wurden sogenannte "chimären" - (wesen: halb mensch - halb tier) - zumindest fantasiert oder vielleicht sogar aus der natur ab-gebildet - das weiß man nicht so genau - und in mythen und sagen verehrt und besungen -  ... - vielleicht sind solche fantasiegebilde ja sogar geradezu genetisch bedingt: unsere ureigenen in uns schlummernden urformen drängen in träumen und bildern ans licht - wollen gestalt werden - denn heute leben ja diese fabelwesen als allgemeingut in fantasy-spielen, in comic-figuren, und in der horror-/science-fiction-film-scene immer noch fort - und natürlich sind die vertellekens um graf dracula und seine spezies aus dem nahen rumänien nicht zu vergessen ...

die alten höhlenzeichnungen und heldensagen veranlassten viele zumeist fantasiereiche amateur-forscher nun anzunehmen, dass es als vorläufer auf die sich entwickelnden humanoiden (menschen)rassen mehrere durchgangsstadien und "urahnen" gibt - und nicht nur den affen ... - und dass das alles in zig millionen jahren sich bewerkstelligt hat - eben als immerwährende schöpfung in der entwicklung, woran ich ja als christ auch glauben kann: gottes schöpfung hört nimmer auf - und seine wege dabei sind unergründlich und begleiten uns ...

rekonstruktion eines 
theropoden - wiki
dazu noch: die lieben kleinen vögelchen und auch die größeren gefieder waren ehemals raubdinosaurier (theropoden) aus der gruppe der maniraptora, die wahrscheinlich nicht ganz so "süß" ausschauten ...

insofern sind die neuesten geplanten heiklen forschungen in wirklichkeit vielleicht kein schritt nach vorn für die menschheit - sondern eher viele  - vielleicht dumme - schritte zurück - "zurück in die zukunft", wie mal ein fantasy-/science-fiction-filmtitel lautete ... - und der mensch in der wissenschaft und der damit verbundenen machbarkeits-verblendung fühlt sich so stark, dem ollen darwin und dem noch olleren lieben gott dabei ins schöpferische handwerk zu pfuschen ... - und da werden die gängigen - vielleicht in wirklichkeit durch eine unachtsamkeit oder dummheit auch selbstgezüchteten derzeitigen haupt-krankheiten (krebs, schizophrenie, alzheimer und depression) als grund ins feld geführt, um mit solchen hanebüchenen forschungen dann "vielleicht heilende forschungen am halb-mensch-halb-tier-hirn durchführen zu können" ...

doch das wissen wir ja genau: in diesem globalen neoliberalen turbokapitalismus, der diese zeit beherrscht und kennzeichnet, geht es immer nur um das eine: ums geld und um "wachstum" - das wird zwar durch hehre zielsetzungen zu verschleiern versucht - doch wehe dem: der olle goethe dichtete schon so weitsichtig in seinem "zauberlehrling": "die ich rief, die geister / werd ich nun nicht los." (s.u.)


Populäre Darstellung von Veränderungen des Körperbaus im Verlauf der Hominisation - der "Menschwerdung" - der Entwicklung des Menschen

die kommentatorin oben bemängelt, dass bei einer chimären-züchtung 
"die grenze zwischen mensch und tier verschwinden würde" - und das ginge gar nicht ...: aber zum teil und wohl auch zum glück wird ja auch mit einer völlig entgegengesetzten argumentation diese vielleicht ja künstlich gezogene grenze durchlöchert (wie alle grenzen überhaupt entspringt auch diese grenzziehung ja nur der menschlichen einordnungswut - "unter ihm" als die "gottgegebene krone der schöpfung" natürlich) - nämlich wenn ich aktuell nur an die augenblicklich populären bücher von peter wohlleben denke: "das seelenleben der tiere" und "das geheime leben der bäume" ... in denen ja "menschliche ur-attribute" wie die der seele und der gefühle in nichtmenschliches leben hineininterpretiert werden - völlig zu recht - wie ich meine - denn an ein seelenleben im tier glaubt auch jeder gute christ - und damit an eine gewisse "verwandtschaft" zwischen mensch und tier - und betrachtet seine umwelt als belebt und als gleichberechtigte gefährten des menschen ... - und von daher schon verbietet sich ein herumexperimentieren mit leben als "material" - vom menschen gemacht ... - 

in der embryogenese hat fast ein jahrhundertlang die lehre von haeckel dominiert: das menschliche embryo soll in der entwicklung auf kurze und unvollständige weise die stadien der evolution der wirbeltiere durchlaufen. zu beginn fänden sich etwa beim menschlichen embryo typische merkmale von fischen wie kiemenanlagen, die im laufe der ontogenetischen entwicklung verschwänden. dieser zusammenhang wurde von haeckel als einer der „wichtigsten und unwiderlegbaren beweise“ der evolutionstheorie betrachtet, da nichtevolutionäre ansätze keine plausible erklärung dieses phänomens anbieten könnten. beim betrachten von abbildungen von embryonen steigen bei mir auch vergleiche auf von amöben, fischen, kaulquappen-amphibien, engerlingen, raupenpuppen u.a. - wenigstens sind ja diese ähnlichen formsignaturen erkennbar und kommen meiner meinung nach nicht von ungefähr daher: um sich zu "ent-wickeln" ist man eben "natürlich" zuvor eine zu entwickelnde klumpig-schneckige und aufgewickelte urform ... 


fotografie eines menschlichen
embryos in der 5. Woche 
inzwischen wird jedoch diese theorie gerade auch von den christlich-ultraorthodoxen "intelligent design"-vertretern besonders in den usa als glatte "fälschung" bezeichnet, da sie der sehr vagen kreationistischen auffassung folgen, dass sich bestimmte eigenschaften des universums und des lebens auf der erde am besten durch einen intelligenten urheber erklären lassen und nicht durch einen vorgang ohne solche leitung, wie die natürliche selektion. der mensch also aus der rippe evas und aus lehm und mit dem odem gottes ins leben geblasen ...

wenn auch die abbildungs-vorlagen haeckels in seinen werken im vorvergangenen jahrhundert zur untermauerung seiner thesen "zurechtgebogen" wurden, wie er selbst zugab, lässt sich die äußere ähnlichkeit der embryonalen erscheinungen bei den wirbeltierentwicklungen allgemein kaum bestreiten - und weiter war die wissenschaft damals noch nicht - und erst um den milleniumswechsel vor 15 - 20 jahren werden auch histologische untersuchungen und befunde dazu durchgeführt, die haeckel nur zum teil bestätigen, die jedoch nicht an die grundfeste der evolutionstheorie rütteln können ... 

so kann's nämlich kommen: dass diese "wissenschaftlich" gezüchteten ausgeburten dann diese welt übernehmen: und so ein wenig sind wir ja schon im moment in einer "trainings-phase" für ein solches szenario: mit diesen unpolitischen aber populistischen ego-"monstern" wie donald (!) trump und dem britischen außenminister johnson (hat schon mal jemand von dem etwas gehört ...?), oder den herren erdogan und orbán - und den le pens und mijnheer wilders oder der derzeitigen polnischen regierung, mit herrn putin und herrn poroschenko und dem herrn assad und all den arabischen herrscherhäuser-söhnen, mit den is-dschihadisten, al-qaida, den taliban, mit herrn netanjahu und seinen schwarzbau-siedlern und permanent-zündelern - wenn die alle zusammen in dieser welt das sagen bekommen, dann sind wir ja - das kann man sich leicht ausmalen - von einem historischen tohuwabohu nicht weit entfernt - und dann werden diese oben gefürchteten und dann gezüchteten chimären recht bald kommen, denn wer will diesem "machbarkeits-wahn" dann noch einhalt gebieten ... 
fazit: die atom-bedrohung dieser welt ist längst von einer ur-menschlichen ego-bedrohung durch ungebremste machbarkeits-wahnideen abgelöst worden bzw. wurde ihr an die seite gestellt - und wahrscheinlich ist das tausendmal gefährlicher - weil wir es nicht mehr mit dem "gleichgewicht der kräfte" bezähmen können: die kreuzung jedenfalls von mensch & tier kann rasch zur kreuzigung von mensch & tier und aller lebewesen werden - bis dahin aber: lebt wohl ... schönes wochenende: S!
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und zur erinnerung: 

Der Zauberlehrling

Hat der alte Hexenmeister
sich doch einmal wegbegeben!
Und nun sollen seine Geister
auch nach meinem Willen leben.
Seine Wort und Werke
merkt ich und den Brauch,
und mit Geistesstärke
tu ich Wunder auch.

Walle! walle
Manche Strecke,
daß, zum Zwecke,
Wasser fließe
und mit reichem, vollem Schwalle
zu dem Bade sich ergieße.

Und nun komm, du alter Besen!
Nimm die schlechten Lumpenhüllen;
bist schon lange Knecht gewesen:
nun erfülle meinen Willen!
Auf zwei Beinen stehe,
oben sei ein Kopf,
eile nun und gehe
mit dem Wassertopf!

Walle! walle
manche Strecke,
daß, zum Zwecke,
Wasser fließe
und mit reichem, vollem Schwalle
zu dem Bade sich ergieße.

Seht, er läuft zum Ufer nieder,
Wahrlich! ist schon an dem Flusse,
und mit Blitzesschnelle wieder
ist er hier mit raschem Gusse.
Schon zum zweiten Male!
Wie das Becken schwillt!
Wie sich jede Schale
voll mit Wasser füllt!

Stehe! stehe!
denn wir haben
deiner Gaben
vollgemessen! -
Ach, ich merk es! Wehe! wehe!
Hab ich doch das Wort vergessen!

Ach, das Wort, worauf am Ende
er das wird, was er gewesen.
Ach, er läuft und bringt behende!
Wärst du doch der alte Besen!
Immer neue Güsse
bringt er schnell herein,
Ach! und hundert Flüsse
stürzen auf mich ein.

Nein, nicht länger
kann ichs lassen;
will ihn fassen.
Das ist Tücke!
Ach! nun wird mir immer bänger!
Welche Miene! welche Blicke!

O du Ausgeburt der Hölle!
Soll das ganze Haus ersaufen?
Seh ich über jede Schwelle
doch schon Wasserströme laufen.
Ein verruchter Besen,
der nicht hören will!
Stock, der du gewesen,
steh doch wieder still!

Willst am Ende
gar nicht lassen?
Will dich fassen,
will dich halten
und das alte Holz behende
mit dem scharfen Beile spalten.

Seht da kommt er schleppend wieder!
Wie ich mich nur auf dich werfe,
gleich, o Kobold, liegst du nieder;
krachend trifft die glatte Schärfe.
Wahrlich, brav getroffen!
Seht, er ist entzwei!
Und nun kann ich hoffen,
und ich atme frei!

Wehe! wehe!
Beide Teile
stehn in Eile
schon als Knechte
völlig fertig in die Höhe!
Helft mir, ach! ihr hohen Mächte!

Und sie laufen! Naß und nässer
wirds im Saal und auf den Stufen.
Welch entsetzliches Gewässer!
Herr und Meister! hör mich rufen! -
Ach, da kommt der Meister!
Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister
werd ich nun nicht los.

"In die Ecke,
Besen, Besen!
Seids gewesen.
Denn als Geister
ruft euch nur zu diesem Zwecke,
erst hervor der alte Meister."

Johann Wolfgang von Goethe

Donnerstag, 18. August 2016

der reiher


... lern vom reiher mancherlei ... - S!NED!|photography - XXL = click here



Der Reiher
Wenn spazieren geht der Reiher,
Denkt er über manches nach:
Ob sich's besser fischt am Weiher
Oder besser noch am Bach.
Endlich hat er sich entschlossen,
Geht zum Weiher hin und fischt,
Und da weilt er unverdrossen,
Bis er einen Fisch erwischt. 
Warten, das versteht er prächtig,
Langeweile kennt er nicht;
Was er tut, er tut's bedächtig,
Und Geduld ist seine Pflicht. - 
Willst du irgendwas erringen,
Lern vom Reiher mancherlei,
Und Geduld vor allen Dingen
Bestens dir empfohlen sei. 
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)

Mittwoch, 17. August 2016

mit diesem porträt sollten sie sich bekannt machen ...

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aber der kunde damals hat ja tatsächlich dieses porträt nicht angenommen und deshalb auch nicht abgenommen - und mich damit in meinem atelier und all den investierten kosten nach 15 intensiven sitzungen sitzen lassen  - ja - nur weil er meinte, er sei nicht so gut "getroffen" worden - dieser kunstbanause der ...

dabei ist die arbeit selbst ihm - dem auftraggeber - wie aus dem gesicht geschnitten - aber ihm fehlt der blick - der blick - der kreative blick - ihm fehlt das eintauchen ...

als beweis: fototechnische
original-abbildung
des auftraggebers, der sein
porträt nicht abgenommen hat
also in so ein porträt muss ich natürlich ganz tief eintauchen - quasi bis ins gehirn durchtauchen - und hinein mit all den windungen in den ostereierfarben dort
um diesen eigenständigen charakter zu erfassen ... ich muss mich einlassen - mich selbst verlieren - um in tiefer empathie der andere zu werden ...
aber ich dachte - das wäre längst allgemeingut draußen in diesem unserem lande: kunstbetrachtung ist immer ein sich-selbst-loslassen-können - um sich im gegenüber neu aufzufinden ...

ich hoffe nur - liebe(r) betrachter(in) - dir gelingt dieser spagat aus dem hier und jetzt - gleichzeitig ins transzendente virtuelle ...
und du erkennst: just in dieser bildgebenden datei spiegelt sich dein alter ego wider ...

im porträt eines menschen liegt nichts als die wahrheit - die einzige wahrheit überhaupt - wenn sie verstehen was ich meine ... S!

burka - diesmal von innen - S!NED!|graphic & eine bento-reportageburka

burka-blick von innen - S!art  | XXL = CLICK HERE...

CLICK HERE zur bento-/burka-/reportage aus dem innern

Dienstag, 16. August 2016

wer rastet - rostet


wer rastet - rostet ...
foto: g. funden: click here


Gesundes Leben: Lob des Liegens

Eine SPIEGEL.de-Kolumne von Margarete Stokowski (click here)

recht hat sie, die maggy stokowski, dass sie auf das "gesunde liegen" hinweist - als alternative zu jogging, marathon, allgemeine bewegungsübungen und warming ups - eben um gesund zu leben - und das durch und durch schädliche sitzen zu überwinden.

aber es sei eine kurze entgegnung eines notorischen sportabstinenzlers erlaubt: im altenheim hört man oft den zynischen satz aus berufenem und oft zahnlosen mund: "ich soll mich hinlegen und mehr schlafen ...??? - liegen und schlafen kann ich noch lang genug, wenn ich gestorben bin ..." - und daran ist ja auch etwas ... ich finde liegen und den mittagsschlaf ausgesprochen sympathisch - heißt es doch schon im 14. kapitel des markusevangeliums in vers 18: "und als sie bei tische lagen und aßen ....": und trotzdem - alles mit maßen - auch das liegen: denn - alles hat seine zeit: gehen hat seine zeit, stehen hat seine zeit, sitzen hat seine zeit (manche menschen sitzen natürlich viel zu lange ein: aber auch "lebenslänglich" hat seine zeit ...), joggen hat seine zeit, walken hat seine zeit, liegen hat seine zeit, (ar...)kriechen hat seine zeit, essen hat seine zeit, verdauen hat seine zeit - ...

.... frei nach: prediger/kohelet kapitel 3 - aus der bibel - die verse:
1 Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: 2 geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit; 3 töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit; abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit; 4 weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit; 5 Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit; herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit; 6 suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit; 7 zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit; schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit; 8 lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit; Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit.
9 Man mühe sich ab, wie man will, so hat man keinen Gewinn davon.
10 Ich sah die Arbeit, die Gott den Menschen gegeben hat, dass sie sich damit plagen. 11 Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende. 12 Da merkte ich, dass es nichts Besseres dabei gibt als fröhlich sein und sich gütlich tun in seinem Leben. 13 Denn ein Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes.
kurz & gut: man kann auch alles übertreiben ...: maßhalten und ausgewogenheit nach den ureigensten persönlichen kriterien und normen schaffen die allerbeste gesundheit - ohne dem ständigen schlechten gewissen und dem ewigen schielen nach der angeblichen super-fitness mit allem pi-pa-po der nachbarn von gegenüber -  und auch aus der apothekenzeitung lassen sich wunderbare wurfschwalben basteln - zum lustigen hinterherlaufen und auffangen ...S!