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Freitag, 2. Dezember 2016

... da sind die Schulden futsch ...


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ich habe es geahnt: da mauscheln sich schuldner, gläubiger usw. eine schuldenberechnung zurecht, einen schuldenberg - eine halde - die wächst und wächst - wie seinerzeit der butterberg (hört man auch nichts mehr von ...) - von der jede interessenseite etwas hat: die u den großen dräuenden zeigefinger und den buhmann griechenland  als "schwarzen peter" in der ecke - zumal unter sozialistischer regierung - und griechenland kann so weitermachen wie bisher, die dicken zahlen keine steuer, die yachten in den häfen glucksen vor sich hin - im "status quo" all überall -  und der sozialistische herr tsipras ist vorn am bug als galionsfigur auf der luxusyacht fest verankert, damit alles gut geht ... - nur der fitte herr varoufakis hatte den braten rasch gerochen - und ging gerne zurück in die reihe und lacht sich mit herrn zizek - ebenfalls ein durchblicker - ins fäustchen ... - und der olle schäuble kann weiter sudoku spielen während der haushaltsdebatte: so funktioniert politik und finanzpolitik heute alle dölmern vor sich hin, "hängen den verschiedenen interpretationsschulen nach": nennwert-schulden oder zeitwert-schulden - das ist hier die frage ... - schreiben dazu schlaue bücher, die kein mensch liest, halten teuerst bezahlte vorträge dazu - löffeln ihre suppen im 4-sterne-restaurant ... - und sagen auf dem nachhauseweg zum chauffeur: "was war das wieder für ein tag - die begreifen es einfach nicht" ... - und der chauffeur sagt: "ja - leider verstehe ich nichts davon" ... - und der e-chauffierte denkt leise: "und ich onnich" ... S!

Otto Dix (125)

Schonungsloser Realist

Vor 125 Jahren wurde Otto Dix geboren – Kunst gegen Militarismus

Unbequem, sperrig, berüchtigt: Mit verstörenden Kriegsbildern und schonungslosen Porträts entlarvte Otto Dix das Deutschland des 20. Jahrhunderts. Vor 125 Jahren wurde er in der Nähe von Gera geboren.


Wahrheitssuche. Dix-Selbstbildnis aus dem Jahr 1942. -FOTO: KUNSTMUSEUM STUTTGART


»Die Neue Sachlichkeit, das habe ich erfunden«, soll Otto Dix für sich reklamiert haben. Sein monumentales Triptychon »Großstadt« im Kunstmuseum Stuttgart vereint die Facetten seiner beißenden Gesellschaftskritik wie kein zweites Werk. Dix scheut sich nicht, rohe Gewalt, nackte Angst und die Not des Proletariats sowie die aufgestaute Lebensgier einer Großstadtbourgeoisie abzubilden. »Dix suchte das Typische seiner Zeit in den Extremen«, fasst Direktorin Ulrike Groos zusammen.

Im Kaiserreich in Dresden ausgebildet, sei er zum »berüchtigten Malerstar der Weimarer Republik« avanciert, sagt Olaf Peters vom Institut für Kunstgeschichte der Uni Halle-Wittenberg. Seine dadaistischen und schonungslos wirklichkeitsnahen Kriegsbilder seien skandalisiert worden. »Seine Porträts galten als zu entlarvend und sein zunehmend altmeisterlicher Stil wurde von linken Kritikern als reaktionär verunglimpft.« In Abkehr von Expressionismus und Dadaismus wollte Dix die Weimarer Republik so zeigen, wie er sie sah.

Otto Dix wurde 1891 in Untermhaus bei Gera geboren und starb im Sommer 1969 mit 77 Jahren in Singen am Bodensee. Der Realist und Expressionist ist der einzige deutsche Maler der Gegenwart, der sowohl in der DDR als auch in der Bundesrepublik ausstellte und offiziell anerkannt wurde. Obwohl er im Westen lebte, reiste er regelmäßig nach Dresden, wo er ein Atelier hatte. Später war es sein ausdrücklicher Wunsch, dass Stuttgart Standort seines Hauptwerks »Großstadt« wird. Dort porträtiert er gleichermaßen Dirnen, Verbrecher und Spießbürger.

Mehr als 400 Arbeiten umfasst die Geraer Sammlung. Der 300 Werke umfassende Bestand des Kunstmuseums Stuttgart gilt als weltweit bedeutendster Fundus – mit dem »Selbstbildnis als Soldat« und dem »Bildnis der Tänzerin Anita Berber«.

Viele Dix-Werke sind Anklagen gegen Krieg und Militarismus. Besonders der Erste Weltkrieg, dessen Gräuel Dix als Soldat an der Front erlebte, hinterließ tiefe Spuren. Dix malte ausgemergelte Strichmädchen, vergnügungssüchtige Großstadtmenschen zwischen Luxus und Elend, aber auch Selbstmörder. 1934 verhängten die Nazis ein Ausstellungs- und Malverbot. Viele seiner Werke wurden aus den Galerien verstoßen, als »entartete Kunst« diffamiert und verbrannt. Dix ging in die innere Emigration. »Ich sitze immer zwischen den Stühlen«, soll er über sich selbst gesagt haben. »Er war einer der ersten Künstler, der die Schrecken des modernen Krieges und die zerrissene Nachkriegsrealität in seinen Werken festgehalten hat«, betont Ulrike Groos. Viele Werke klagten die Sinnlosigkeit des Krieges, seinen falschen Heroismus und die technisierte Wucht der Vernichtung an. Dix sei aber auch ein begnadeter Porträtmaler gewesen.

Zum 125. Geburtstag gibt es bundesweit zahlreiche Ausstellungen. So zeigt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf vom 11. Februar bis 14. Mai eine große Schau mit dem Titel »Otto Dix – Der böse Blick«. In Friedrichshafen beginnt heute eine große Retrospektive mit mehr als 400 Arbeiten im Zeppelin-Museum (bis zum 17. April). Ebenfalls heute wird in Gera das Geburtshaus mit einer Sonderausstellung zu den Silberstiftzeichnungen wiedereröffnet. (Text: dpa - WESTFALEN-BLATT)



S!|video


Donnerstag, 1. Dezember 2016

Advent: Das Dix-Bild "Verkündigung" in Bezug auf den "Isenheimer Altar" in Colmar Musée Unterlinden

Verkündigung
Bild: ART-magazin


Die Frage, ob er an Gott glaube, hat der Künstler Otto Dix öffentlich nie beantwortet. Wie sehr sich der Maler der Neuen Sachlichkeit allerdings mit religiösen Themen auseinandersetzte, zeigt seine intensive Beschäftigung mit den Gemälden des Isenheimer Altars von Matthias Grünewald. Das Original sah Dix zum ersten Mal 1945 als Kriegsgefangener in Colmar. Grünewalds schonungslose Darstellung von Kriegsgräueln zog den Expressionisten in ihren Bann und beeinflusste seine eigene Interpretation des Kriegshorrors.

Anlässlich des 125. Geburtstages von Otto Dix und des 500-jährigen Bestehens des Isenheimer Altars zeigt das Musée Unterlinden in Colmar bis Ende Januar die Ausstellung Otto Dix – Isenheimer Altar. - PublikForum



verkündigung a.d. isenheimer altar
-gedreht-
an dem Bild der "verkündigung" von otto dix ist die darstellung der maria so authentisch und zeitgemäß: sie war ja wohl ein junges mädchen (eine "jung"(e)frau) - vielleicht 15/16 jahre alt, als ihr diese "kunde" überbracht wurde ... - und genauso hat dix sie unter einhaltung aller ikonographischen konventionen gemalt - zumindest wenn man das "original" auf dem isenheimer altar spiegelverkehrt wiedergibt ... S!

Peter Henisch: Zur Religion und zur Rettung des "Christlichen Abendlandes" | impuls für die woche







PETER HENISCH - S!|art nach einem imago-foto

SPIEGEL ONLINE: Welche Rolle spielt eigentlich Religion in Österreich? Geht es auch hier, wie manche Rechte in Deutschland anführen, um die Rettung des christlichen Abendlandes?
Der Schriftsteller Peter Henisch: Dass nun auf einmal so vielen Leuten das christliche Abendland am Herzen liegt, ist ja eigentlich ein Witz. Bis vor relativ kurzer Zeit war Religion hier fast kein Thema mehr. Das Leben der meisten Taufscheinchristen ist zunehmend profan verlaufen. Hier wie auch in vielen anderen europäischen Ländern hat das immer blasser werdende Christentum kaum mehr mit der eigenen Identität verbunden. Dass die Religion jetzt als Vorwand missbraucht wird... dass man sein angebliches Christentum in Abgrenzung zu den Muslimen wiederentdeckt... dass man sich eine Identität einredet oder einreden lässt, die vor allem die eigenen Ressentiments rechtfertigt...: Also das ist eine Frechheit, die zum Himmel schreit. Hier in Österreich wird dann von manchen auch die Erinnerung an die Türkenbelagerungen heraufbeschworen, da war ja Wien das Bollwerk, an dem die Muslime gescheitert sind. Die Berufung darauf ist besonders komisch, in einer sonst so geschichtsvergessenen Zeit. Man weiß nicht recht, wer man ist, woher man kommt, wohin man geht und wozu das alles führen soll. Aber wer DIE ANDEREN sind, die nicht hierher gehören, das weiß man wieder.

Das ganze Interview lesen: CLICK HERE


Zur Person

Peter Henisch, geboren 1943 in Wien, ist einer der bekanntesten Schriftsteller Österreichs. Er hat mehrere Romane geschrieben, die stark autobiografisch geprägt sind. Bekannt wurde er 1975 mit "Die kleine Figur meines Vaters", in dem er sich mit seinem Vater auseinandersetzt, der offizieller Kriegsfotograf der Wehrmacht war und später für die Sozialdemokraten arbeitete. In seinem neuesten Roman "Suchbild mit Katze" beschäftigt er sich mit seiner Kindheit im Wien der Nachkriegsjahre, mit einer Zeit, die so anders war als die heutige: Die Wegwerfgesellschaft sei damals "undenkbar" gewesen, der Materialismus nicht ausgeprägt. Den Aufstieg der Populisten, die Angst vor Überfremdung und die Lage der muslimischen Flüchtlinge sieht er mit Sorge.

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tja - da unterscheidet sich die österreichische seele wohl kaum von der deutschen - und von der bayerischen ja wohl noch weniger - wie überhaupt die abgrenzungen zwischen all den staaten nur überkommene füllsel aus der monarchistischen geschichte sind, ansonsten haben sie mit dem normalen alltäglichen leben eigentlich nichts zu tun, es sind wohlgepflegte hirngespinste - die psychiatrie würde sie mit "fixen ideen" umschreiben müssen - aber um die kriege geführt werden und menschen getötet ...

ansonsten sind die staatengrenzen vielleicht noch für "fußball-'länder'spiele" wichtig und für den medaillenspiegel bei olympischen "spielen" - und für diese spielerei mit "pässen" und "visum" - und dem veralteten "blut-&-boden"-denken ... - aber die gene und die menschen haben mit dem stücksken landschaft auf dem sie herumtollen nichts gemein, außer "postfaktischen" gefühlen - grenzen und nationen sind eigentlich kein "faktum" - sondern ideen und gefühle ...

und so wird auch jeweils nach gutdünken um das sogenannte "christliche abendland" zumindest in den jeweiligen beton-köpfen eine imaginäre natodrahtbewährte "grenze" bis hin sogar zur mauer gezogen, obwohl man schon seit jahr & tag keine kirche mehr von innen gesehen hat - und man ja längst vergessen hat, dass der jude jesus von nazareth ein gleichnis erzählt von der selbstlosen errettung eines samariters und er am jakobsbrunnen eine samariterin trifft, also mitglieder einer von den frommen juden damals verachteten sekte und gleichzeitig die bewohner einer angrenzenden verfeindeten provinz - sicherlich mindestens so unterschiedlich wie juden und muslime zum christentum heutzutage ... jesus bemüht sich also darum, grenzen in den herzen und köpfen und auf der landkarte abzubauen - und brücken zu bauen zum hinüber und herüber ...: also der vermeintliche begründer des "christentums" schottete sich keinesfalls ab - sondern lebte und kommunizierte über alle grenzen hinweg, auch über die "grenzen" der gene, des glaubens, der ideologien, der gesellschaftlichen kasten und gruppen und zwischen reich & arm ...

ach - wenn diese holz- und betonköpfe des "christlichen abendlandes" doch einmal wieder ihr neues testament in die hand nehmen würden, und den tatsächlichen geist der bergpredigt, der feindesliebe und all der gleichnisse zum "reich gottes" lesen und be-"herzigen" würden ... - beten wir darum ... S!

Ein neuer Auspuff .... - das deutsche CHARLIE HEBDO


Rotzfrecher Satire-Import

Experiment: Der Terroranschlag auf Charlie Hebdo hat das Magazin zu einer internationalen Ikone gemacht. Ab heute erscheint die bissige Satire auch auf Deutsch

Von Sebastian Kunigkeit

Charlie Hebdo lässt seinen bissigen Humor auf Deutschland los. Das französische Satiremagazin bringt an diesem Donnerstag erstmals eine deutschsprachige Ausgabe in den Handel - ein Experiment. "Wir haben Deutschland gewählt, da wir bei Veranstaltungen hier so warm willkommen geheißen wurden", erklärte das Team.

Mit dem Terroranschlag vom 7. Januar 2015, bei dem Islamisten zwölf Menschen ermordeten, war das Magazin weltweit zu trauriger Berühmtheit gekommen. Auch in Deutschland machten viele Menschen sich den Solidaritäts-Slogan "Je suis Charlie" (Ich bin Charlie) zu eigen und entdeckten die provokante Satire des Blattes, das in Frankreich seit Jahrzehnten die Politik durch den Kakao zieht. Die "Nummer der Überlebenden" eine Woche nach dem Anschlag verkaufte sich in Deutschland 70.000 Mal. Sie erschien allerdings nur auf Französisch.

Nun soll die Sprachbarriere wegfallen: Die deutsche Ausgabe erscheint wöchentlich und hat 16 Seiten, wie die französische. Zunächst wird sie auch in weiten Teilen eine Übersetzung der Originalausgabe sein. Allerdings will die Pariser Redaktion auch exklusive Texte und Zeichnungen schaffen und damit allzu Frankreich-spezifische Themen ersetzen. Für später ist auch die Zusammenarbeit mit deutschen Satirikern gewünscht. Zum Start werden 200.000 Exemplare gedruckt.

Gesteuert wird das Ganze von einer deutschen Chefredakteurin, sie arbeitet aus Sicherheitsgründen unter Pseudonym und nennt sich Minka Schneider. Knapp zwei Jahre nach dem Anschlag entsteht Charlie weiterhin an einem geheimen Ort und unter strengem Polizeischutz.

Die große Frage ist jetzt: Kann der scharfe Ton des Blattes auch auf der anderen Seite des Rheins funktionieren? "Humor gibt es ja überall, selbst in Deutschland, da bin ich sicher", sagte der Zeichner und publizistische Leiter Riss dem ARD-"Europamagazin". "Das ist ein Experiment für uns, dass wir Charlie Hebdo in einer Fremdsprache herausgeben und versuchen, neue Liebhaber für die Zeitschrift zu finden, die sie dann verteidigen können."




Auf einem Werbeplakat zum Start der deutschen Ausgabe sitzt Kanzlerin Angela Merkel auf der Toilette und liest Charlie Hebdo. Darunter steht: "Wirkt befreiend."

Im Vergleich zu manch anderen Karikaturen ist das noch ziemlich harmlos: Der Humor von Charlie Hebdo ist nicht gerade feinfühlig, sondern stets rotzfrech und oft an der Grenze zur Beleidigung. Politische Korrektheit hat die Macher noch nie geschert - und damit ecken sie oft an.

Als Europa im vergangenen Jahr vom Foto des toten Flüchtlingsjungen Aylan am türkischen Strand aufgerüttelt wurde, zeichnete Charlie ein Fastfood-Werbeschild neben die Leiche des Kindes und versah die Szene mit dem Kommentar: "So nah am Ziel. . .". Nach den Übergriffen in der Kölner Silvesternacht stellte die Redaktion die Frage: "Was wäre der kleine Aylan geworden, wenn er groß geworden wäre? Arsch-Grapscher in Köln." Empörte Stimmen warfen dem Blatt Rassismus vor, doch Verteidiger argumentierten, dass Charlie eben rassistische Haltungen karikiere. Manchmal geht es aber auch ganz humorfrei: Für die erste deutsche Ausgabe hat Riss eine vierseitige Reportage gezeichnet, die auch in der bereits am Mittwoch erschienenen französischen Version abgedruckt ist. Das Stück ist eine Art Bestandsaufnahme der sozialen und wirtschaftlichen Lage Deutschlands durch zahlreiche Interviews.

Die Redaktion von Charlie musste nach dem Terror nicht nur mit den psychologischen Folgen des Anschlags klarkommen. Die Zeitschrift habe es geschafft, ihren Geist zu bewahren, meint Riss heute. "Wären wir nicht in der Lage gewesen, das wiederzufinden, dann wären wir nicht in der Lage gewesen, Charlie weiterzumachen. Das war die Herausforderung, diesen Geist der Reflexion, des Witzes wiederzufinden, der Provokation."

Titel der deutschen Ausgabe


Text: © 2016 Neue Westfälische, Donnerstag 01. Dezember 2016

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Das inzwischen makaber berühmte "CHARLIE HEBDO" im "Böhmermann-Land" - wenn das man gut geht ... - denn die französischen und spektakulären Zeichnungen schockieren - und sollen das auch ...: nach meiner bisherigen Interpretation muss man ein wenig "um die Ecke denken", um lachen zu müssen - sie sind also etwas hintergründig ...

Vordergründig steht wie gesagt der schreierische Schock, aber den muss man quasi durchdringen zu dem tieferen Sinn dahinter:

So auf einer der "typischen" CHARLIE-HEBDO-Karikaturen, die seinerzeit dem Bild des toten Aylan (†3) am Strand von Bodrum offensichtlich nachempfunden wurde... Auf dem Strand daneben steht ein Werbeschild, darauf ist ein einladendes Clownsgesicht zu sehen, das an die frühere Ronald-McDonald-Figur einer Fast-Food-Kette erinnert. Dort steht auf Französisch: "Angebot: Zwei Kindermenüs zum Preis von einem".Überschrieben ist die Karikatur mit dem Ausruf: "Willkommen, Flüchtlinge! SO NAH AM ZIEL ...":


Ja - es ist so -
Kinder werden von McDonalds und Konsorten zur Kindergeburtstags-Fete und mit "Sonder-Pooah-eeeeihhh-sind-die-Dick-manns" mit samt ihrem elterlichen Anhang natürlich gekonnt mit viel werbestrategischem Herzblut geködert - und in den Einkaufsmärkten verführt man sie mit Süßigkeiten im Kassenbereich und sorgt so für viele tränenreiche und unschöne Stresssituationen - aber die vielen Kinder, die unter dem Stacheldrahtverhau herkriechen müssen, die auf dem Arm des Vaters vor Erschöpfung eingeschlafen sind, die jetzt mit ihren Eltern an der Grenzmauer von Syrien in die Türkei gestoppt werden - nachdem sie dem Bombenhagel in Aleppo entkommen sind - sie sind die Marginalen, die Randerscheinungen, die nur am äußersten Rand der Iris ins Gewahrwerden rücken bei den Tagesnachrichten ...

Und Karikaturen, bei denen es einem zunächst einmal kalt den Buckel herunterläuft - aber gleichzeitig ein eigentlich ungebührliches Situationskichern hochkommt, wie bei den oft etwas schrägen Leuten, die bei ihnen nahegehenden Trauerfeiern - oftmals noch am offenen Grab selbst - mit einem Lachen und Kichern reagieren, und das dann schnell hinter dem tatsächlichen "Überwältigtsein" mit vorgehaltener Hand und Sonnenbrille zu verstecken suchen - um so vielleicht einen Aspekt der Intimsphäre zu schützen - und einfach im Augenblick nur im Paradox reagieren zu können... - ein Lachen, um nicht einfach loszuheulen ... - meiner Meinung nach als eine Form von weggedrückter nicht zugelassener Scham ...

Und ähnliche Beweggründe unterstelle ich auch mal ganz allgemein der Karikatur insgesamt - der guten Satire - dem tragischen Clown vielleicht - vielleicht auch der "Tragikomödie" als Kunstgattung überhaupt ...: alles, um Momente eines einfrierenden Lächelns zu erzeugen - bzw. um umgekehrt einen inneren eingefrorenen Ernst wieder aufzutauen ... - und das ist schon noch etwas anderes, als über eine anrührende Situation einfach oberflächlich hinwegzulachen - eine Sache mit ihrem Dafür und Wider mit all ihren Aspekten wird "auf den Punkt gebracht": Auch vielleicht im Sinne dieses lapidaren: "Das Leben geht weiter - kopfhoch ...- halt die Ohren steif ... - das wird schon wieder - du schaffst das schon" - was ja als First Aid neue Kräfte mobilisieren soll nach einem emotionalen inneren Bruch ...

Eine wirklich gute Karikatur, wirklich gute Straßenkunst - wirklich gute Graffitis - provozieren ja zunächst einmal ein Innehalten - eine dann folgende Konfrontation und eine "Auseinander-Setzung" mit der vorgefundenen Situation - das kommt dann oft wie "der Blitz aus heiterem Himmel" - und dann folgt folgerichtig der Donner, das Grollen - und manchmal der Groll: Das Wahrnehmen - das tatsächliche Gewahrwerden dessen, was uns diese Situation da tatsächlich zu sagen hat - was sie alles in uns anrührt... (interessant ist in diesem Zusammenhang die sprachliche Nähe von "Gewahr"-werden und "Gefahr"-erkennen...) - das alles kann man nicht in den Sozialen Netzwerken in Sekundenbruchteilen beim Surfen ableisten und mit einem abschließendem Urteil abhaken - Karikatur und Satire brauchen so lange Zeit wie zwischen Blitz und dem nachfolgenden Donner eines vielleicht etwas entfernteren Gewitters - und manchmal "fällt der Groschen ja nur Pfennigweise" ... - wie man früher sagte -  bzw. das 10-Cent-Stück nur 1-Cent-weise ...

Und Karikatur und Satire halten wie der Till Eulenspiegel einem immer den Spiegel vor, in dem man sich gern als makellosen und pickelfreien und frisch aufgeputzten Narzissten betrachten möchte, aber oft ist es eben nur ein Zerrspiegel in dem man da blickt: Ein totes Kind lässt uns schlucken - die vielen tausend Wasserleichen verschmähen wir täglich, die Mittelmeer-Wasserleichen, für die einzig der damals neugewählte Papst Franziskus auf die Idee kam, sie vom Schiff aus vor Lampedusa zu ehren, indem er wenigstens einen Kranz ins Wasser ließ - und indem er betete ... S!

Dienstag, 29. November 2016

von goya bis "charlie hebdo" .... - geschichte der karikatur - die ins auge geht

Katakomben-"Spottkreuz" - Kritzelzeichnung/-karikatur/-cartoon zu Jesus in Rom ... (bild: pius-kirchgessner)



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Das ist so wichtig, Graffities und Karikaturen aus ihrem antiken Ursprung heraus vorzustellen: die ritzigen Höhlenmalereien, einfache Umrisse auf Felsen und verrußten Wohnplätzen, künstlerisch und ausdrucksstark ... ja - das hat natürlich auch Verwandtschaft mit der ersten Schrift - und damit mit Kommunikation, mit dem Dialog, mit der authentischen Mit-teilung (= geteiltes Leid = halbes Leid) ...

Das ist so wichtig, sich ein Bild zu machen: ein Bild sagt mehr als 1000 Worte ... - Ein-bildung ... - ge-bildet sein ...: Bildung ...

Alles, was Menschen planen, schaffen und hoffen, trägt ein unsichtbares Verfallsdatum. Was wir denken, sagen und schreiben, ist oft bald Schnee von gestern - (aber das Internet vergisst nichts ...). Vielleicht üben die Zeugnisse der Vergangenheit - ausgegrabene Steine, Knochen oder Papyrusfetzen, Höhlen, Felsen, Mumien, Katakomben - deshalb eine so starke Faszination aus, weil sie uns ein Stück "Unvergänglichkeit" vortäuschen.

Die Szene beginnt ganz harmlos. Jesus kommt zum Tempel, um dort nach Art der Schriftgelehrten einen Vortrag zu halten. Doch kaum setzt er dazu an, schleppen seine Gegner eine Frau an, die beim Ehebruch ertappt wurde.

Jesus soll über den Fall entscheiden, denn das Gesetz aus dem Alten Testament verlangt, dass diese Frau gesteinigt werden muss. Eigentlich stecken hinterhältige Motive dahinter. Jesus hatte sich dazu bekannt, das Gesetz erfüllen zu wollen. Andererseits hat sich Jesus zum "Freund der Sünder und Zöllner" erklärt und gesagt: "Ich richte niemanden!" Das Vorgehen der Ankläger ist eine Falle: Jesus soll Stellung nehmen, damit er durch seine Antwort selber zu Fall gebracht werden kann. Dann ist nicht die Frau, sondern er angeklagt.

Doch die Souveränität Jesus zeigt sich darin, dass er sich dieser Alternative durch eine vielsagende Geste entzieht: Er bückt sich und "schreibt" oder malt - macht sich seine "Planungsskizze" - seine "Begrifflichkeit" in den Sand auf den Boden. Die Ausleger früherer Zeiten haben sich oft gefragt, was Jesus da wohl in den Sand gekritzelt hat. Jesus lässt sich nicht zu einem schnellen Urteil verleiten. Er bewertet nicht gleich. Er denkt nach. Er überlegt. Er lässt sich Zeit. Er unterbricht die Aufgeregtheit der Ordnungshüter.

Als seine Gegner dennoch weiterfragen, richtet sich Jesus nur kurz auf, sagt seinen berühmten Satz "Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein!" und bückt sich erneut und schreibt weiter.

Das waren die Inhalte der ersten Karikaturen, der ersten geritzten Umrisse, der ersten Skizzen und Pläne. Problemlösungen, Ehrfurcht vor der Schöpfung, Kommunikation und Auseinandersetzung ...

Die ersten Karikaturen waren keine "Witzzeichnungen": das waren im wahrsten Sinne des Wortes "Mindmaps" ...

Machen wir uns ein Bild - rücken wir das alles ins "richtige" und angemessene Licht ... - S!


Jesus "schreibt": nachzulesen in Johannes 8, 2-11


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Montag, 28. November 2016

Blasen von den Filterblasen

Erkenntnistheorie
Der Mythos von der Filterblase

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Ist die vielzitierte Filterblase in sozialen Medien tatsächlich so entscheidend für die politische Polarisierung der Gesellschaft? (Foto: imago/Ikon Images)


Kathedralen & Brandstifter | Konrad Kästner



Mit "Der Auftrag" (siehe Besprechungen unten) schließt Konrad Kästner an seinen preisgekrönten Dokumentarfilm "Kathedralen" an. In dem er zusammen mit der Kamerafrau Eva Katharina Bühler Bilder einer Stadt in China eingefangen hat, die für eine Million Menschen gebaut wurde, aber leer steht. Eine Geisterstadt, Investitionsblase. Babylon nach der Zerschlagung. Oder davor.
Als Untermalung der entseelten Bilder ertönt eine Erzählung von Michael Ende: "Die Bahnhofskathedrale stand auf einer großen Scholle." Ein Feuerwehrmann, der als Einziger versucht, die Menschen aufzuhalten, die von einem Prediger angestachelt das goldene Kalb Mammon anbeten und in den eigenen Untergang taumeln, wird von diesen als "Ungläubiger" niedergemetzelt. Es ist gut, sich an den Feuerwehrmann zu erinnern, wenn man den "Auftrag" sieht.
Denn wie der Bahnhof auf der großen Scholle steht das experimentelle Stück auf den kapitalismuskritischen "Kathedralen" und führt vor Augen, dass ein derartiges Ungleichgewicht in der Geldverteilung, wie wir es uns realiter leisten, geradezu zwangsläufig Demagogen gebiert.

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Im Rahmen der experimentellen Reihe FORMATE entsteht Konrad Kästners multimediales Projekt, das die Grenzen von Dokumentarfilm und fiktionalem Theater auflöst. Der Dokumentarfilmer macht sich mit seinem Filmteam auf in den Osten der Republik. In einer widersprüchlichen Region zwischen Flüchtlingsheimen, Tagebau, Selbstironie und Angst vor Veränderungen sucht er nach nichts Geringerem als der nackten Wahrheit. Es entsteht ein wildes Roadmovie, ein multimediales Theaterspektakel frei nach der Novelle Der Auftrag – Vom Beobachten des Beobachters der Beobachter von Friedrich Dürrenmatt. Woher kommt dieses Gefühl, unsere Sicherheit und Kultur – wenn nicht gar unsere ganze Zivilisation – sei bedroht? Entspricht der rote Faden der andauernden Krisen unserer unmittelbaren Lebenswirklichkeit, ist er empfunden, Realität oder journalistisch herbeigezaubert? Sind die Algorithmen der sozialen Netzwerke ein Echo unserer Erlebniswünsche? Steuern wir unsere sozialen Cluster oder werden wir manipuliert? Konrad Kästner knüpft mit dieser Arbeit an seinen preisgekrönten Dokumentarfilm Kathedralen an. Ihn beschäftigt nun die Wechselwirkung zwischen Medien und dem Objekt der Berichterstattung. Bei seiner Recherche findet er mysteriöse Spuren, die von den karstigen Landschaften des Ostens quer durch Deutschland bis ins Herz Nordrhein-Westfalens führen, das überraschenderweise hier, in Bielefeld, im TAM ZWEI zu schlagen scheint. Ein Abend über den Menschen im Zeitalter der Beobachtung. (Theater Bielefeld)



Geistige Brandstifter: Georg Böhm spielt Steve Zänke. FOTO: PHILIPP OTTENDÖRFER | NW

Dem Populismus auf der Spur

Uraufführung: Konrad Kästners nach Dürrenmatt konzipierter Theateressay "Der Auftrag" erzählt im Bielefelder Theater am Alten Markt von der dunklen Kunst des Feuerlegens

Von Antje Doßmann | NW

Dieses Stück ist eine Zumutung. Das fängt schon beim Platznehmen an. "Der Auftrag" ist irritierend, beklemmend, zutiefst beunruhigend. Das Gegenteil eines Katzenvideos. Man sollte es sich anschauen. Konrad Kästner hat das Stück für das Bielefelder Theater am Alten Markt konzipiert, Dariusch Yazdkhasti die Dramaturgie übernommen, am Samstag feierte es Premiere.

Frei, sehr frei, nach Friedrich Dürrenmatts Novelle "Der Auftrag oder Vom Beobachten des Beobachters der Beobachter" (Link) ist daraus ein multimediales, gesellschaftsanalytisches Sezierstück entstanden mit einem ganz zurückhaltend agierenden Georg Böhm in der Hauptrolle.

Den ganzen Bericht lesen = click here

  • Die nächsten Vorstellungen: 1. und 8. Dezember sowie am 13. und 14. Januar. Karten gibt es unter Tel. (05 21) 55 54 44. Weitere Informationen unter www.theater-bielefeld.de .

Szenenfoto:  PHILIPP OTTENDÖRFER | WB

Wir im Echoraum

In »Der Auftrag« ist der Schauspieler der »persönliche Algorithmus« des Publikums

Burgit Hörttrich | WB

Die Wahrheit tut weh. Kein Problem: Dann gibt Schauspieler Georg Böhm alias Steve Zänke (»Ich bin Ihr persönlicher Algorithmus«) uns, dem Publikum, das, was wir wollen. Katzenvideos. Und fragt anschließend: »Oder wollen Sie sich lieber aufregen?«

Im TAM-zwei war als Uraufführung ein Mix aus Video-Dokumentation und Schauspiel zu sehen: »Der Auftrag«. Konrad Kästner hat Friedrich Dürrenmatts Novelle (Link) frei, sehr frei auf die Bühne, auf die Leinwände gebracht. Die Bühne: ein Echoraum, eine Filterblase, in der jedem Nutzer vom Algorithmus eine eigene Auswahl von Neuigkeiten geliefert wird. Keine Informationen, nichts, was die eigene Weltsicht stört.

Kästner und Böhm begeben sich in die Untiefen des Populismus – in »Dunkeldeutschland«, genauer: Dresden, Kästners Heimat. Und in Bielefeld.

In einer Welt, in der Fakten unwichtig geworden sind, in einer Welt, in der die irrsinnigsten Gerüchte tausende von Likes bekommen, in einer Welt, in der es Menschen gibt, die die Apokalypse ausrufen – in dieser Welt ist es normal, dass jeder jeden beobachtet. Böhm (alias Zänke): »Der Mensch ist ein beobachteter Mensch. . . Dem Staat ist der Mensch und dem Menschen der Staat immer verdächtiger.« Aber dann wird es dunkel. Böhm alias Zänke beobachtet uns, das Publikum, nicht mehr und wir, das Publikum, nicht mehr ihn: »Wenn ich Sie nicht sehe und Sie mich nicht sehen, dann kommen Sie sich doch sinnlos vor. Nicht beobachtet, nicht beachtet, nicht geachtet, bedeutungslos, sinnlos.«

Überall Verschwörungen, überall Feinde, überall Plakate mit »Merkel muss weg«. Und die Autobahn-Moschee? Glyphosat in Spekulatius? Alles wahr, stand ja bei Facebook. Propaganda, sagt Böhm alias Zänke, Propaganda hat keine Chance mehr, denn: »Wir sind unser eigenes Massenmedium.« Dazwischen auf den Leinwänden: Pegida-Aufmärsche, der Tag der deutschen Einheit in Dresden, Identitäre, Reichsbürger, AfD, Entrüstete, Besorgte: »Ich bin ja kein Nazi, aber. . .«

Die Zuschauer im TAM-zwei werden aufs Glatteis geführt: Mal sollen sie die Plätze tauschen, dann wiederum den Schauspieler mit der Handylampe anstrahlen und weil sie dann schon mal stehen, auch gleich das Deutschlandlied singen. Ein vermeintliches Grundgesetz mit plumpen (Rechtschreib-)Fehlern ist zu sehen.

Wir, das Publikum, wir im Echoraum, fallen auf so etwas nicht herein, denn: »Wir sind schlau. Wir gehen ins Theater.«

Kurz vor Schluss – die Stimmung ist depressiv, zu Lachen gibt es wirklich nichts – rüttelt Böhm (alias Zänke) die Zuschauer noch einmal auf, holt sie in die wirkliche Wirklichkeit (?) zurück: »Ich frage mich manchmal, wer das Volk eigentlich ist? Die Mehrheit? Die Wenigen? Alle? Keiner? Ihr? Wir? Wer? Wer bestimmt das? Die? Das hier ist unser Land. Mein Land. Und das lasse ich mir nicht wegnehmen!«
Nicht von denen.

Dabei bleibt Georg Böhm immer angenehm unaufgeregt. Im Gegensatz zu denen. Den Geiferern.

70 Minuten, die alles andere sind als ein Spaß. 70 Minuten, die uns, das Publikum 2016/2017, angehen. Denn das Stück handelt von Menschen im Zeitalter der Beobachtung. Manipulation leicht gemacht. Wird es etwas ändern? Nein. Natürlich nicht.

© WESTFALEN-BLATT, Montag 28. November 2016

Sonntag, 27. November 2016

ich bin viele - soziale fantasien hat jede(r)






DIE ZEIT Nr. 49 - S. 44: Wissen  ·   Kristin Hüttmann

Ich sehe was, was du nicht siehst

Viele Kinder haben einen unsichtbaren Freund. Psychologen hielten das Phänomen früher für einen Vorboten psychischer Störungen. Heute wird es anders gedeutet 

An der Garderobe im Kindergarten baumelt eine Filzschnur. Das ist die Leine. Hector hat sie da angeknotet, für seinen Fuchs. Während der Dreijährige spielt, bastelt und turnt, sitzt der Fuchs in der Garderobe und wartet. Wenn Hector am Nachmittag von seiner Mutter abgeholt wird, zieht er sich Schuhe und Jacke an und nimmt die Filzleine in die Hand. Während er nach Hause stapft, zieht er sie hinter sich her. Außer ihm kann keiner den Fuchs sehen.

Das Tier war der erste unsichtbare Gefährte, der Hectors Kindheit bevölkerte. »Er hat Hector überallhin begleitet«, erzählt Katrin Graefe, seine Mutter. »In den Kindergarten, zum Spielplatz und zu Freunden.« Auch bei den Mahlzeiten war der Fuchs oft dabei – unter dem Tisch, wo dann auch Hector seine Brote aß. »Später gab es so ein menschenartiges Ding«, erinnert sich Graefe. »Das war der kleine Nick. Der konnte fliegen, bis unter die Zimmerdecke.« Der imposanteste von Hectors imaginären Freunden war ein goldener Feuerdrache von der Größe eines mittelgroßen Flugzeugs, der über der Familie Graefe schwebte und sie bis in den Urlaub nach Mallorca begleitete.

Mittlerweile ist Hector acht Jahre alt und geht zur Schule. Die imaginären Freunde sind schon vor zwei Jahren verschwunden, am Ende der Kindergartenzeit. Er brauchte sie nicht mehr. »Fantasiegefährten helfen den Kindern, sich weniger alleine zu fühlen«, sagt Michael Schulte-Markwort, Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf. »Sie tauchen auf, wenn ein Kind zum ersten Mal hinaus in die Welt gehen und sich von seiner Mama trennen muss.« Fachleute sprechen auch von Übergangsobjekten – das sind oft Gegenstände wie eine Schmusedecke oder Kuscheltiere, die dem Kind ein Gefühl von Geborgenheit und Halt geben. »Alle Kinder brauchen solche Übergangsobjekte«, sagt Schulte-Markwort. Während die einen sich mit einer Puppe oder einem Stofftier behelfen, erfinden andere Fantasiebegleiter. Die können eine menschliche Gestalt haben, oder es sind Tiere und Fabelwesen wie Hectors goldener Feuerdrache. Dem 60-jährigen Kinderpsychiater haben etliche Jungen und Mädchen von ihren unsichtbaren Begleitern berichtet.

»Etwa jedes dritte Kind hat zeitweise eine Freundschaft, die nur in seiner Fantasie existiert«, sagt auch Inge Seiffge-Krenke von der Universität Mainz. Die emeritierte Psychologie-Professorin und Psychoanalytikerin hat sich intensiv mit der Fachliteratur befasst, die in den vergangenen Jahrzehnten zum Phänomen der imaginären Begleiter verfasst wurde. Seit etwa 1930 forschen Psychologen daran, wobei der Fokus auf menschenähnlichen Fantasiefreunden liegt. Bis in die 1970er Jahre befürchteten Wissenschaftler, dass die imaginären Gefährten Vorboten psychischer Störungen seien. Heute weiß man, dass das Phänomen nicht pathologisch ist. »Das sind ganz normale, gesunde Kinder«, sagt Seiffge-Krenke. »Die unsichtbaren Freunde sind eine kreative Leistung, die dem Kind in schwierigen Situationen hilft und seine Entwicklung fördert.«

Imaginäre Gefährten können etwa auftauchen, wenn die Eltern sich trennen – aber auch, wenn ein Geschwisterkind geboren wird. So geschah es bei Hector, der drei Jahre alt war, als sein kleiner Bruder Fritz zur Welt kam. Die US-amerikanische Forscherin Marjorie Taylor von der University of Oregon befragte für eine Studie 152 Vorschulkinder und stellte fest, dass Kinder, die Freunde erfinden, meist keine Geschwister haben oder Erstgeborene sind. Beide fühlen sich offenbar oft einsam: Einzelkinder, weil ein Spielgefährte fehlt, und Erstgeborene wie Hector, weil das neu angekommene Geschwisterkind die Aufmerksamkeit der Eltern auf sich zieht.

Kinder im Alter zwischen drei und sieben Jahren haben besonders oft unsichtbare Freunde, aber auch bei Jugendlichen kommen sie noch vor. Dass die imaginären Gefährten erst ab einem Alter von drei Jahren auftauchen, liegt in der Entwicklung der Kinder begründet. »Es ist eine Art kognitives Spiel«, sagt die Psychologin Seiffge-Krenke, »und damit eine Frage der geistigen Reife.« Dazu passt, dass Kinder mit imaginären Freunden besonders gute Kommunikationsfähigkeiten haben: Die britischen Psychologen Anna Roby und Evan Kidd von der University of Manchester untersuchten für eine Studie die sprachliche Kompetenz von Vier- bis Sechsjährigen und entdeckten, dass Kinder mit Fantasiefreunden sich besser ausdrücken und in andere einfühlen konnten als die anderen Probanden. »Kinder lernen auch viel für sich, indem sie mit diesen imaginären Freunden in Austausch treten«, sagt Seiffge-Krenke. Das fördere die soziale Kompetenz.

Wenn Fabelwesen, Füchse und andere Kameraden zur Familie hinzustoßen, können Eltern also gelassen bleiben. Das bedeutet nicht, dass man den unsichtbaren Gast am besten ignoriert. Eltern sollten ihm besondere Beachtung schenken. Ein unsichtbarer Gefährte verrät viel über den Gemütszustand des Kindes. »Ich wünsche mir Mütter und Väter, die das nicht als Spinnerei abtun«, sagt der Kinderpsychiater Schulte-Markwort. »Sie sollten aufmerksam sein und selbst eine Hypothese entwickeln, warum der Gefährte für das Kind gerade jetzt notwendig sein könnte.« Je mehr Platz die Eltern dem Fantasiefreund einräumen, desto schneller verliere der wieder an Bedeutung.

Bleibt allerdings ein imaginärer Gefährte dauerhaft und über Jahre hinweg an der Seite eines Kindes, sollten die Eltern sich mithilfe von Fachleuten auf die Suche nach dem Grund machen. So wie bei jenem achtjährigen Jungen, an den sich Schulte-Markwort noch erinnert. »Der hatte einen Alien«, erzählt der Kinderpsychiater. »Dieser bewaffnete Gefährte war nur für die anderen bedrohlich und beschützte den Jungen vor der feindlichen Welt.« Weil der Alien partout nicht verschwand, kamen die Eltern mit ihrem Sohn zu Schulte-Markwort in die Sprechstunde. »Der Junge tat sich mit der normalen Realität etwas schwer«, sagt der Kinderpsychiater. Er nahm den Jungen in eine Gruppentherapie auf, in der die soziale Kompetenz trainiert wurde. Mit Erfolg: »Je sicherer der Junge im Kontakt mit Gleichaltrigen wurde, desto weniger brauchte er den Alien.«

So hartnäckig wie in diesem Fall sind die imaginären Begleiter selten. Meist verschwinden unsichtbare Füchse und fliegende Freunde nach einigen Wochen oder Monaten von selbst. Hectors jüngerer Bruder Fritz hat übrigens keine unsichtbaren Beschützer. »Fast ein bisschen schade«, sagt Katrin Graefe. »Irgendwie waren diese Wesen auch entzückend.«

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Lesestoff zum Thema

Soziale Fantasie bei Kindern

Auf der Grundlage wissenschaftlicher Studien beschreibt die Entwicklungspsychologin Gudula List, wie sich Kinder mit sich selbst und anderen auseinandersetzen und wie sie zu begreifen beginnen, was in den Köpfen der Mitmenschen vor sich geht.

Leichte Lektüre ist dieses Buch nicht. Die Autorin fordert ihre Leser deshalb schon im Vorwort auf, sich mit Geduld auf die komplexen Zusammenhänge einzulassen. Wer sich durchbeißt, erhält einen fundierten Einblick in die kindliche Entwicklung, besonders in die Entstehung der Sprache.

Gudula List: Wie Kinder soziale Phantasie entwickeln. Narr Francke Attempto Verlag; 271 S., 22,99 €

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ja - warum hab ich diesen artikel hier übernommen aus der neuesten ZEIT:

das ist quasi die rehabilitation vieler fantasiebegabter kinder - und auch erwachsener ... - vieler menschen, die einen "schutzengel" bei sich fühlen und mit dem sie reden - und der sie begleitet - und ihnen auch die brote unterm tisch wegisst ... - und eben auch einen schutzengel im fuchsgewand oder in puppengestalt oder als teddybär (link)... fantasiegestalten gehören zum menschsein dazu. und das wir früher diese "besten freunde" rasch pathologisieren wollten, um vielleicht ein psychopharmaka zu indizieren, sei der zusammenarbeit der kinderpsychiatrie mit der pharmazeutischen industrie geschuldet ... - eben weil jeder mensch solche gefährten sein eigen nennt, kann man mit der pathologisierung eben viel knete machen ...

die mittlerweile "ur-alte weisheit": "ich bin viele" (link) hat sich nun aber durchgesetzt ... - und das ist gut so ... - und richard precht fragt ja in einem mittlerweile bestseller: "Wer bin ich - und wenn ja wie viele?" - Eine philosophische Reise ...

und selbst die bibel berichtet ja von all solchen phänomenen - aber von dort wurden sie zu besonders "geweihten" wunderdingen hochstilisiert - an die man zu "glauben" hatte - und nur so: und der weiße engel durfte eben kein "fuchs" werden, denn den hätte der kleine hector (siehe oben) ja im kindergottesdienst erkannt - von wegen "wunder" ... - und in der "postfaktischen" zeit sind diese inneren und emotionalen phänomene sowieso die "reine wahrheit - nichts als die wahrheit ..."
S!

Samstag, 26. November 2016

impuls für die woche: Gefahr - seid wachsam ...

Sebastian Koch - Foto: © Arne Dedert (dpa)




"Die Nächstenliebe ist in Gefahr"

Der international bekannte Schauspieler Sebastian Koch spricht im domradio.de-Interview (click here) über die politische Bedeutung von Weihnachten und die Rückbesinnung auf die christliche Kultur - Nächstenliebe und demokratisches Miteinander inklusive.



im "evangelium für den tag" lautet ein text heute: 

Hütet euch aber, dass eure Herzen nicht beschwert werden durch Rausch und Saufen und mit täglichen Sorgen und dieser Tag nicht plötzlich über euch komme wie ein Fallstrick. Denn er wird über alle kommen, die auf der ganzen Erde wohnen. Wachet aber allezeit und betet, dass ihr stark werdet, zu entfliehen diesem allen, was geschehen soll, und zu stehen vor dem Menschensohn. (Lukas 21, 34-36 - Luther 2017)

und das könnte auch der "text" sein - die "überschrift" - zum domradio-interview (link) mit sebastian koch. normalerweise suggeriert uns diese bibelstelle ja immer die eschatologisch-apokalyptisch gemeinte wiederkunft jesu irgendwann am sankt nimmerleinstag, auf den wir vorbereitet sein sollen - und dann leben wir halt in den tag - und wenn er jetzt schon über 2000 jahre auf sich warten lässt, dann wird das wohl auch heute wieder nix, dass er kommt, und morgen und übermorgen auch noch nicht: also - hoch die tassen - noch 'nen glühwein auf dem weihnachtsmarkt - "so jung kommen wir nicht mehr zusammen" - prost - und fröhliche weihnachten ...

aber weihnachten ist ja jedes jahr - seit über 2000 jahren - die niederkunft jesu - unser "stehen vor dem menschensohn" an der krippe - immerzu - nicht da wo wir ihn erwarten, sondern ganz unverblümt, in einer baracke, in einer flüchtlingsunterkunft - und vielleicht wird er diesmal im lager moria auf der griechischen insel lesbos neu geboren: unverhofft kommt oft - das sagt uns der text in lukas 21. jesus wird immer wieder neu auf diese erde geboren - und es sind andere werte als diese ideologisch verbrämte "political correctness" oder das zur zeit vielzitierte "postfaktische": die verwechslung der puren "gefühlten wahrheit" anstatt der tatsächlichen "echtzeit"-realität.

das ist es ja auch, was sebastian koch umtreibt: der verlust unserer tatsächlichen werte, die einzig und allein "nächstenliebe und demokratisches miteinander" im weitesten sinne sind: als haltung immer und überall - und die wir aus diesem über 2000 jahre alten glauben an jesus von nazareth generiert haben - die sozusagen aus seiner immerwährenden weihnachtskrippe stammen und uns überkommen sind ...

da müssen wir jetzt nicht unterscheiden: für wen das gilt - und für wen denn nicht - und ob ein muslim auch unsere nächstenliebe erfahren darf: jesus war jude - und zu seiner zeit gab es weder "christliches abendland" und auch noch kein "allahu akbar" ... - sondern jesus hat es durch sein leben einfach so in die ganze welt gesetzt: "denn er wird über alle kommen, die auf der ganzen erde wohnen" - über gelbe, schwarze, grüne, blaue, muslime, buddhisten, christen, hindus, große und kleine und männer und frauen und schwule und lesben und penner und schwerstmehrfachbehinderte kinder und und und ...

jesus hat zu seiner zeit mit fast jedem seiner gleichnisse und reden und taten gegen das damals vorherrschende jüdische-römische "political correctness" des regierungs- und tempel-establishments bewusst verstoßen, um die alte gen-fixierte und dadurch eingerostet verknöcherte "blut & boden"-denke zu überwinden (dieses uralte "this land is my land" - "wir gehören zur tempel-kaste - zu diesem oder jenem der 12 stämme der "kinder israels" ... - samariter und zöllner und pharisäer und essener uns bejaminiten usw. usf. ...) hin zu einer neuen "postidentitären" realität - zu einem zugehen auf den anderen, den "nächsten", den "nächstbesten" in der menge - egal welcher abstammung, welchen geschlechts, welcher sexueller orientierung, welcher hautfarbe, welcher nationalität oder provinz, welcher berufe ... - also ohne jede rücksicht auf die uns per "gene" - per "rasse" - eingeschweißten vorurteile ... - jesus spricht mit den außenseitern der gesellschaft, mit den verlierern - schimpft auf das "globale" turbo-kapital und mistet den korrupten "markt" rund um den tempel - rund um die vatikan-bank aus - ja - und er hat den rächenden und richtenden gott - seinen "abba" - seinen "papa" - mit sich seit damals bis heute ein für allemal auf diese welt gebracht und ihn aus den fernen dräuenden himmeln direkt in die herzen der menschen gepflanzt ... 

die rolle eines "christus" und seinen von langer hand durch gott, seinen "vater", geplanten "sühnetod" für die "sünden der welt" hat ihm nach seinem tod der paulus von tarsus samt dessen clique zugedichtet, zu der auch einige der jeweiligen evangeliums-autoren zählten, damit paulus und diese anhänger sich in selbstdarstellung "unsterblich" etablieren konnten in der theologischen welt, was ihnen ja in beiden großen "christlichen" kirchenbewegungen (römisch-katholisch und protestantisch) leider auch gelungen ist: der eigentliche jesus von nazareth und seine botschaft wurde darüber in den hintergrund gedrängt - und im "glaubensbekenntnis" werden nur noch ein paar eckdaten von ihm skizziert ...

ja - das ist also advent - die zeit der "erwartung" - genau auf den tag, an dem wir sein menschwerden und sein menschsein jedes jahr neu feiern, was aber leider schon die meisten in all ihrem rausch vergessen haben ... - ja - wie er immer mit und unter uns wohnt: "Das Reich Gottes kommt nicht mit äußeren Zeichen; man wird auch nicht sagen: Siehe, hier!, oder: Da! Denn sehet, das Reich Gottes ist mitten unter euch," sagt jesus in lukas 17,21: ja - deshalb müssen wir "wachsam" sein und diesen "geist" bewahren und "hochhalten" - das "reich gottes", das ist die "herrschaft" von "nächstenliebe und demokratischem miteinander" - unverbrüchlich - und doch ohne jede doktrin - einfach weil es unser menschsein ausmacht ... S!



Freitag, 25. November 2016

Veganer

veganer: guten appetit ... | Quelle: picture-alliance / Denkou Images | WELT ONLINE

judas zelle in stammheim ... - S!|art




Versuch & Irrtum mit den "Bitteren Pillen" - Kinderversuche

CLICK HERE   (Sonderseite im Soester Anzeiger als pdf)

CLICK HERE (Bericht NEUE WESTFÄISCHE mit Kommentar) 


Hier in Bielefeld wurde aufgrund der Nähe zu Bethel schon vor Wochen dazu in der Presse und in der WDR-Lokalzeit OWL spekuliert... 

Der in den ersten Berichten genannte Arzt Dr. Wolfgang F., der 17.000 Dragees eines Wirkstoffes erhalten haben soll, ( siehe auch die Studie von Frau Wagner - uten) war mal mein "Chefarzt"... - ich habe ja Ende der 60er / Anfang der 70er in Bethel zunächst als ZDL und dann als Pflege- und heilpädagogische Fachkraft gearbeitet - aber da war die Gesamtsituation auch eine andere ... 

Die dort verabreichten Pillen dienten in erster Linie der Anfallseindämmung - und selbst die Ärzte waren ob dieses massiven Anfallsgeschehens bei den Kindern oft hilf- und ratlos - und klammerten sich mit den Eltern und uns als Pflegepersonal an jeden Strohhalm, der gereicht wurde - auch wenn der "ganz selbstlos" von der Fa. Merck kam - vor allen Dingen aber, um die Anfälle endlich einzudämmen ... 

Zumeist waren das zu meiner Zeit auf dem Markt zugelassene Medikamente - aber manche befanden sich auch noch im Versuchsstadium und trugen nur eine Registrations-Nr. (Doppel-Blind-Versuche ???) - aber die laienhaften Eltern - und wir -und wohl auch in diesen Fällen der Arzt - waren nicht Experten genug, um etwas gegen ein "Ausprobieren" eines neuen Mittels zu haben ... 

Das ganze war oft Versuch & Irrtum ... - Aber eine Tötungs- A b s i c h t  wie etwa von 1939-1945 und in den Hungerattacken danach war dabei nicht vorhanden ... - Gleichwohl - es ging oft hat an die Grenze des Legalen und an der Menschenwürde vorbei - aber die "Alternative" wäre oft der rasche Tod in einem Anfalls-Status gewesen ...

Heute - 50 Jahre später - sieht das alles pragmatischer aus ... - damals in den 60er-/70er Jahren war das alles geleitet von "Humanität" und auch "Schlechtem Gewissen" gegenüber der vergangenen "Braunen Zeit" ...: 

"Es wurden weder Kosten noch 'Mühen' gescheut", etwas auszuprobieren - aber: um zu helfen (!!!) ... - davon bin ich überzeugt ... - auch wenn formal über das Ziel hinausgeschossen wurde, und Ärzte vielleicht sogar honoriert wurden für ihre Versuchsreihe - die ohne Einwilligung der Eltern oder Erziehungsberechtigten durchgeführt wurde ...

Aber die genaue Wirkungsweise der Psychopharmaka und der Anti-Epileptika sind meines Wissens insgesamt überhaupt nicht im Detail bekannt (warum Lithium wirkt, weiß man nicht - man "diskutiert" und "nimmt immer an" ...) - und man tappt immer noch ziemlich im Dunklen - ein Schelm, wer etwas anderes behauptet ... - 

Von daher sind alle Medikamentengaben in diesem Bereich mehr oder weniger "Versuch & Irrtum" - ein Ausprobieren und ein Stochern im Nebel ...

Die unumwundene und klar propagierte Tötungsabsicht bleibt aber ein Alleinstellungsmerkmal der NS-Zeit!

Studie von Sylvia Wagner = click here

Donnerstag, 24. November 2016

HIMMEL & ÄÄD


Himmel: Der Apfel

Himmel und Erde (im Rheinland: Himmel un Ääd) 
ist ein traditionelles rheinisches, westfälisches, niedersächsisches und schlesisches Gericht aus Kartoffelpüree und Apfelmus.

Das Gericht ist seit dem 18. Jahrhundert bekannt. Seinen Namen erhielt es von der früher verbreiteten und auch heute noch in verschiedenen Regionen gängigen Bezeichnung Erdapfel für Kartoffel, so dass „Himmel“ für die Äpfel an den Bäumen und „Erde“ für die Kartoffeln in der Erde als Hauptbestandteile des Gerichts steht.

Häufig wird „Himmel und Erde“ zusammen mit (geräucherter) gebratener Blutwurst, gerösteten Zwiebeln und auch Speck oder gebratener Leberwurst serviert. In der Region um Hamburg gehört Grützwurst dazu. (Wiki)

Wenn man alles "Fleischliche" und die Kuhmilch beim Kartoffelpüree weglässt, freut's den Veganer und den Vegetarier nicht minder ... 




Ääd: eine herzförmige Kartoffel


Weitersagen: Flüchtlings-Aufschwung in der "marktkonformen Demokratie"...

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