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Mittwoch, 22. November 2017

ikonen stehen auf ...

Zwei skulpturale Arbeiten des französisch-algerischen Künstlers Adel Abdessemed (geb. 1971) nach berühmten Fotografien - zwei Kinderopfer des Krieges: 






1. Der anonyme Junge, der von einem SS-
Mann bei einem Überfall auf das Warschauer Ghetto fotografiert wurde, ist zum Symbol der Vernichtung europäischer Juden und der nationalsozialistischen Gewalt geworden: "My Child" - "Mon Enfant", 2014

2. Kim Phuc wurde das „Napalm Girl“ genannt - bekannt durch eine Fotografie von Associated Press bei einem Bombenangriff während des Vietnam-Krieges: "Cry" -  "Cri", 2012 ... 

Diese beiden Bilder sind jetzt zu Ikonen des kriegsbedingten Leidens geworden - und als dreidimensionale Skulpturen noch eindrücklicher.

lass es hirn regnen ...

papa - hilf !!!




bin ich eigentlich im falschen film?

nach dem abbruch der ersten(!) sondierungs(!)runde zur bildung einer neuen koalitionsregierung rennt man zum bundespräsidenten - und der re(a)giert auch prompt ("danke - endlich kann ich wieder mitmischen" ...) ...
der begriff sondierung, abgeleitet von dem werkzeug sonde, steht allgemein für untersuchungen zur beurteilung und abschätzung bestimmter verhältnisse - nicht mehr und nicht weniger ...

1. frau merkel hat als erste den auftrag, eine neue regierung zu bilden. dazu hat sie die grünen und die blau-gelben zu ersten sondierungsgesprächen eingeladen. diese sondierungen scheiterten nun nach 4-5 wochen - aus welchen gründen auch immer ...

2. nun muss frau merkel sich weitere ideen ausbrüten oder ausbrüten lassen, wie eine stabile mehrheit für eine koalition zusammenkommt ...(u.a. könnte sie selbst zurücktreten - und schauen, welche dynamiken sich daraus entwickeln ...)

stoßgebet: o herr - lass es hirn regnen ...


3. man kann mit den grünen unter tolerierung der spd eine minderheitenregierung bilden ... - z.b. - dazu hätte man auch bereits erste schritte unternommen...
die spd will ja nicht - die grünen wollen - die spd hat bereits mit grünen und cdu/csu gemeinsame regierungskoalitionen gebildet ... - ich finde: das sind gute voraussetzungen ...

es gibt im willy-brandt-haus gallionsfiguren,
die sind bei aller solidarität nicht unbedingt
für ewig in stein gemeißelt
4. frau merkel könnte auch mal über den eigenen schatten springen - und unterhalb des radarschirms der medien und der öffentlichkeit mit den "richtigen" sozialdemokraten sprechen (da wäre z.b. über sigmar gabriel und einem abhörsicheren handy bestimmt etwas zu machen ...) - dann würde sich das blatt bestimmt nochmal wenden - auch ohne neuwahlen (martin schulz scheint mir nicht aus wetterbeständigem marmor als gallionsfigur für ewig in stein gemeißelt)...

aber da läuft man lieber gleich zum bundespapa - und bittet um hilfe ...

die fdp hat gezeigt, dass sie nicht will - mit der afd geht's nicht - also ...
- wieso braucht es da neuwahlen für 100 millionen uro???

aber - wir wählen lieber solange neu - bis wir ein akzeptables ergebnis haben ... - und das nennen wir dann die "souveränität des wählers" ... und wenn frau merkel keine lust mehr hat - soll es eben der steinmeier richten ... was ist das denn ??? auch wahlkampfmodus kann also zu einer sucht werden ...

über so viel dummheit kann ich nur fassungslos mit irgendetwas schütteln - und wenn es auch der kopf ist ...


Dienstag, 21. November 2017

inhumane


Othman Khunji, Bahrain: "Inhumane", 3-D-Druck-Skulptur - Foto: nach AFP/YASSER AL-ZAYYAT -
The HUB Gallery Kuwait

das foto dieser skulptur hat mich beim anblick tief berührt: ein unschuldiges ungeborenes ist mit seiner nabelschnur mit einem schnellfeuer-gewehr verbandelt - anscheinend schon im mutterleib: dazu fallen mir die waffengesetze in den usa ein, die nach jedem amoklauf dort diskutiert werden - aber zumeist ohne jede ergebnisse.

diese skulptur könnte also gut den waffenkatalog eines einschlägigen versandhauses "zieren" ... und vielleicht kommt die abgebildete waffe ja sogar aus der bundesdeutschen waffenschmiede ...

oft hört man ja auch den satz: bald kommen schon die babys mit handys zur welt - aber im nahöstlich-arabischen raum trägt schon das ungeborene eine waffe im arm - in der vorstellung dieses künstlers: 
"inhumane" - "unmenschlichkeit" hat othman khunji aus bahrain seine 3-d-druck-skulptur benannt - und ich bekomme gänsehaut bei ihrem anblick: mich schaudert's ...

mausetoter firmis

Kunst-Krimi um "Salvator Mundi"



Abb. nach leonardo & spiegel|daily (wenn es nicht  - wie auf dieser replik - "grinsen" würde)


"Das Bild ist tot"

Entpuppt sich das teuerste Gemälde der Welt als Fake? Die Indizien.

Das Gemälde "Salvator Mundi" (Erlöser der Welt) ist das teuerste Bild aller Zeiten: Vergangene Woche erwarb es ein Unbekannter bei einer Versteigerung des Auktionshauses Christie's - für umgerechnet rund 450 Millionen Dollar. 

Doch jetzt ist unter Experten eine Debatte über die Echtheit des Gemäldes entbrannt. Insgesamt drei Indizien sprechen dafür, dass Leonardo da Vinci nicht wie vermutet der alleinige Urheber des Bildes ist.

Das Alter

Schon in der Datierung des Werkes sehen Kritiker ein Problem. "Das Bild ist tot", schreibt der New Yorker Kunstkritiker Jerry Saltz. Es sei derart häufig restauriert worden, dass es "gleichzeitig jung und alt" aussehe. Denn ungezählte Restaurateure hätten es stellenweise immer wieder übermalt. Andere Experten bezeichnen das Bild deshalb als "Wrack".

Der ursprüngliche Zustand des Gemäldes wäre wohl zu rekonstruieren - wenn mehr über seine Geschichte bekannt wäre. Und darin sehen die Zweifler schon das zweite große Problem.

Die Herkunft          

Zwar wurde die Existenz des Meisterwerks nie grundsätzlich infrage gestellt, doch es galt jahrhundertelang als verschollen. Einige Provenienzforscher  vermuten, dass Leonardo "Salvator Mundi" wohl vor 1503 gemalt haben könnte, also etwa zur gleichen Zeit wie seine "Mona Lisa". Nach dem Tod des Universalgenies gelangte das Werk zunächst in die Sammlung des englischen Königshauses, ehe es 1763 versteigert wurde. Dann verliert sich seine Spur - für 237 Jahre.

Erst 1900 tauchte das vermeintliche Da-Vinci-Werk wieder auf. Ein englischer Kunstsammler erwarb es für seine Sammlung. Allerdings gingen die Experten damals davon aus, dass das Bild nicht vom Meister selbst stammt. Stattdessen wurde es seinem Schüler Bernadino Luni zugeschrieben.

Das hatte Auswirkungen - nicht zuletzt auf den Preis. Als das Gemälde 1958 erstmals versteigert wurde, lag der Erlös nicht bei 450 Millionen Dollar, sondern bei lausigen 45 britischen Pfund, rund 60 Dollar also. Jahrzehntelang verblieb das Bild daraufhin in Privatbesitz, ehe ein Konsortium US-amerikanischer Kunstsammler es erwarb, umfassend restaurieren und untersuchen ließ.

Die große Stunde des "Erlösers der Welt" kam 2011. Nach sechsjähriger Recherche erklärten Experten das Gemälde für echt: Die Urheberschaft liege zweifelsfrei bei Leonardo höchstpersönlich. Eine Weltsensation. Schließlich war es die erste Wiederentdeckung eines Da-Vinci-Bildes seit 1909. So sagte man. Und bald darauf kaufte ein russischer Milliardär "Salvator Mundi" für 127 Millionen US-Dollar. Ein Schnäppchen, bedenkt man den nun aktuellen Marktwert.

Die Technik 

Derweil wollen die zweifelnden Stimmen nicht verstummen. Der deutsche Kunsthistoriker Frank Zöllner etwa weist darauf hin, dass "Salvator Mundi" wohl später gemalt wurde als von seinen Kollegen angenommen. Die bei dem Bild angewandte Maltechnik weise eher auf die um 1520 aktiven Schüler da Vincis hin. Zöllner geht daher davon aus, dass es sich bei dem Bild um eine Werkstattarbeit handelt. Der große Meister sei bei der Fertigstellung des Bildes unterstützt worden. Darüber hinaus ist bekannt, dass Leonardo selbst von vielen seiner Bilder mehrere Kopien anfertigen ließ.

Auffallend ist auch, dass alle anderen Porträts von der Hand des Meisters die Menschen in komplexen Posen zeigen. Der "Salvator" hingegen ist fast primitiv frontal von vorn gezeichnet. Völlig untypisch für den Künstler.

Aber ob es sich bei dem teuersten Gemälde der Welt um ein authentisches Da-Vinci-Bild handelt oder nicht, lässt sich noch nicht mit letzter Sicherheit klären. Dem anonymen Käufer kann das egal sein - so lange das Gegenteil nicht zweifelsfrei bewiesen wird.

SPIEGEL-DAILY

Christie's Auktion


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Montag, 20. November 2017

da hat es bumm gemacht ...

gif-Bildquelle: SPIEGEL-DAILY
ja - dass es so eine art hat: da gibt es doch tatsächlich zwei schlitzohren in der fdp, die es diesen "etablierten altparteien" mal so richtig geigen wollten - fast so wie die afd das immer vorhat - aber die kommt ja eh nicht an die futtertröge ... und diese beiden einzigen vorzeigbaren granden in der fdp finden das echt klasse - die beißen nicht - die wollen nur spielen: alles mal aufmischen - ein bisschen herumgezocke, mitmischen, image pflegen - sich in szene setzen: das sei politik, dachten sie ... beide zogen für irgendwelche lobbyagenturen ins feld: alles mögliche mal anstoßen - und ein bisschen geld bleibt dabei immer hängen - wenn sie verstehen was ich meine ...

aber - da gibt es doch tatsächlich leute in berlin, die tatsächlich "echte" politik machen wollen, so mit background und mit herzblut und moral - und denen es um diese bundesrepublik geht - und die taktieren bei verhandlungen - und die können das genausogut wie die beiden kaschperl von der fdp ... und die faseln andauernd was von "basisdemokratie" und "mitgliederbefragung" und echter "demokratie" - und die wollen tatsächlich "ihre basis" anrufen - ehe sie einem verhandlungspunkt zustimmen - die sind ernsthaft bei der sache, die haben sitzfleisch - und die "ringen" doch tatsächlich um sogenannte "sachthemen" - und die nehmen das alles wichtig - echt wichtig - und so lange, wie die verhandeln wollten: da reichen die frischen oberhemden ja gar nicht hin ...

und der andere hatte die "ausstiegsformel" längst geschrieben - schon im september mal in einer stillen stunde - und alles zu papier gebracht - denn irgendwann - kurz bevor es echt "ernst" wird und der spaß im halse steckenbleibt - wollten sie natürlich aussteigen - sich vom acker machen - ach was ist das eine gaudi - diese "ernsthaften" genasführten werde augen machen, wenn diese fdp-ler plötzlich aufstehen und gehen ... - von wegen "mitgliederbefragung" und "basisdemokratie" - so'n scheiß - also bitte - "was bin ich verschwitzt und dreckig - und alles nur mit 4 stunden schlaf - über tage und wochen ..." neee - also wissen se - neee - soooo nich ...

und der eine fdp-ler ist ja anwalt mit gutgehender kanzlei - wo er doch viel mehr knete macht, als in solch einer regierung als minister etwa - und der andere macht seit abiturszeiten irgendwelche finanzgeschäfte und rührt rum - und wie sportler in die sportkompanie gehen, ging er beim militär in einschlägige schreibstubentätigkeiten - und half dem kompaniechef beim anlagenkauf mit einem "todsicheren" tipp - und ist eben "vollprofi" auf allen gebieten ... 

aber ihn würde so'n echter ministerposten mit selbstdisziplin und allem drum und dran auch nach kurzer zeit dermaßen anöden - das weiß er - also - "schuster" bleib bei deinen leisten - rechtzeitig die reißlinie ziehen - was in der fdp ja schon was heißen will ...

aber war ansonsten ganz prima - auch wie sie jeden tag diese altehrbare "liberale" fdp vernatzen und sich unter den nagel gerissen haben ... - und die darinnen - die merken das gar nicht - es ist seit möllemann und guido eben nur noch eine spaßpartei mit großem heiterkeitserfolg, weil man immer wieder drauf reinfällt - einfach unfassbar* ... - taraaa -S!

*... und die wählen welche - und lachen mit - das ist einfach unfassbar - aber macht spaß ... - wenn sie verstehen was ich meine ...

scheiße gelaufen: ja-maika - nein-maika


Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister
werd ich nun nicht los.

frische oberhemden ...

Christian Lindner hat die Liberalen gründlich umgekrempelt: 
Mit seiner Partei ist heute kein Staat mehr zu machen. (SPIEGEL.de)

Sonntag, 19. November 2017

hoffentlich haben wir gerade nochmal schwein gehabt ...


ich weiß - ich kreiere hier in meinem blog und in meinem nachbar-kunstblog "S!NEDi|art" solch fantastische werke, dass selbst multimillionäre hier vorbeischauen, um sich hier echte unkommerzialisierte standesgemäße werke zum behängen ihrer wohn- und schlafzimmer-wände "downzuloaden"...

und weil diese meine kunstwerke hier nix - ja - in echt: nullkommanüscht kosten, habe ich eine idee - nach der lektüre des obigen artikels: 

statt 450 millionen für einen vielleicht unechten leonardo rauszuhauen - und in anbetracht des gratis-downloads eines echten S!NEDi - solltest du ein paar hundert millionen $ollar oder uro übrig haben, um ein paar quadratkilometer, morgen oder hektar geschundene böden und äcker aufzukaufen - um sie - pekuniär zwar renditelos aber dafür mit einem umwerfenden super-tollen und moralischen herzensgewinn - ... einfach unbebaut und ungedünkt und unbearbeitet und unbesprüht - einfach so liegen lassen, damit sich die natur diese echten "liegenschaften" zurückerobern und einverleiben kann.

und bei der nächsten cocktail-party mit deinesgleichen animierst du gleich deine golf- und reiter- und parteifreunde zu eben solch einem tun - und ihr werdeet sehen: flora und fauna erholen sich rascher als uns lieb ist, denn im nächsten- oder übernächsten herbst summen die wespen wieder, wenn du auf der golf-clubhaus-veranda dein bourbon-vanilleeis-sekt schlürfen willst ... - wohl bekomm's: trotzdem und gerade deshalb ... -  danke - ich werde dich für den verdienstorden vorschlagen ... -S! ...


S!|art: chinin

Die gute Nachricht: "Super!"

„ZEUGEN ÜBERFORDERT“

Kinder versorgen Schwangere nach Autounfall

Eine Schwangere kracht im baden-württembergischen Calw mit ihrem Wagen in mehrere Autos. Alle stehen unter Schock. Zwei Kinder beobachten den Unfall und reagieren vorbildlich. Die Polizei ist schwer begeistert.


S!NEDi|art: materialveränderung


Es sind wahre Helden des Alltags: Nach einem Verkehrsunfall im baden-württembergischen Calw ist eine Schwangere von zwei Kindern mustergültig versorgt worden. Die 31-jährige wurde bei dem Unfall, der sich bereits am Donnerstag ereignet hatte, leicht verletzt.

Die Fahrerin eines Skodas war den Angaben zufolge in Richtung Nagold unterwegs, als zwei vor ihr fahrende Fahrzeuge bremsen müssen. Sie steigt auf die Bremse, doch es ist zu spät. Sie kracht in das Auto vor ihr und schiebt die beiden Autos aufeinander.

Zwei Kinder beobachten den Unfall und eilen zu Hilfe. Einer der beiden, ein elfjähriger Junge, ergreift die Initiative und stellt ein Warndreieck auf. Anschließend rennt er zur naheliegenden Polizeistation und alarmiert die Beamten.

Während dieser Zeit kümmert sich ein zwölfjähriges Mädchen um die schwangere Frau, die den Polizeiangaben zufolge „massiv unter Schock“ stand. Alle Unfallbeteiligten seien mit der Situation überfordert gewesen, heißt es in der Mitteilung weiter.

Auch die Beamten waren von den Alltagshelden begeistert. Die Pressestelle des zuständigen Polizeipräsidiums Karlsruhe beendete ihre Mitteilung mit dem Wort „Super!“

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jamaika nervt | S!NEDi|art

 jamaika nervt | S!NEDi|art

Samstag, 18. November 2017

"Euthanasie" in den kirchlichen Einrichtungen in OWL

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zu dem Bericht im WESTFALEN-BLATT vom 18.11.2017

Zum Digitalen Gedenkbuch der Stiftung Eben-Ezer →CLICK HERE

Auch wenn der oben genannte Bericht in der Unterzeile überschrieben ist mit: "... Wie OWL mit der NS-"Euthanasie" umging..." werden einige für Ostwestfalen-Lippe eigentlich bekannte Fakten darin nicht explizit genannt - werden aber z.T. wenigstens in dem neuen "Digitalen Gedenkbuch" der Stiftung Eben-Ezer von Frank Konersmann angerissen (z.B. dort in der Fußnote 20) - und sind aber unbedingt bei einem Überblick "für OWL" mit festzuhalten:

Denn leider bleiben in dem Zeitungsbericht oben die über 120 Personen der zumeist tödlich ausgegangenen "Verlegungen" von 1943-1945 aus der Anstalt Eben-Ezer, Lemgo, in die Anstalt Lindenhaus in Brake b. Lemgo - und wohl auch auf der Gedenk-Stele - unerwähnt ... (s. Frank Konersmann in: "Für ein Leben in Vielfalt", Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld  2012, S. 219). Diese "Verlegungen" geschahen "auf Anordnung" - jeweils wohl zur Umwidmung von Anstaltsplätzen in akute Lazarettbetten ...  

Die Mehrheit dieser eigentlich bis dahin ausreichend genährten betroffenen Bewohner (begünstigt durch die der Anstalt Eben-Ezer angeschlossenen Landwirtschaft) waren aber insgesamt "seit längerem" (!) (Konersmann) stark vernachlässigt und starben plötzlich infolge dieses ad-hoc-Umzugs tatsächlich einen unnatürlichen Hungertod in der Anstalt Lindenhaus - und sind somit sicherlich einzureihen in die sogenannte dezentral organisierte - früher sagte man "wilde ... - Euthanasie", die oft durch bewusst und organisiert massenhaftes Hungersterben und/oder Medikamentenüberdosierungen herbeigeführt wurde (s. dazu Literatur von: Heinz Faulstich: Hungersterben in der Psychiatrie 1914-1949, Freiburg 1998)  - und das vollzog sich letztendlich in nur vielleicht 3 km Luftlinie Entfernung - in Brake bei Lemgo - eben in der Anstalt Lindenhaus  (vgl. dazu Jutta M. Bott: "Da kommen wir her ...", Landesverband Lippe, Detmold 2001, S. 343-346 und 449 - 457). 

Auch die plötzliche signifikante Verdreifachung der Todesziffern zwischen 1944-1946 [sic!] in Eben-Ezer (eben trotz der angeschlossenen Landwirtschaft)  – “harrt noch einer Erklärung” ... schreibt Frank Konersmann in: "Für ein Leben in Vielfalt", Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld  2012, S. 220 und 221...

Die Fachtagung hat Bezug genommen auf den "Umgang mit der NS-"Psychiatrie" lediglich in den kirchlichen Einrichtungen in Ostwestfalen-Lippe: 
  • In Bezug auf das gesamte "Euthanasie"-Geschehen in Ostwestfalen-Lippe ist unbedingt die geradezu massenhafte Deportation in den Tod von Patienten der Gauheilanstalt aus Gütersloh zu erwähnen. Heute erinnert dort eine Gedenkstätte (Namens-Leuchtband in der Kapelle und ein steinerner Obelisk) an diese insgesamt mindestens 1017 Opfer des Nationalsozialismus von dort.
  • Insgesamt kann man also seriös von mindestens ca. 1500 “Euthanasie”-Ermordeten aus den Einrichtungen aller Couleur in OWL ausgehen ... - trotz allen hinhaltenden oder mutigen "Widerstandes an der Grenze zur Kollaboration" der kirchlichen Anstalten hier ... - aber auch weil die "Verfügungsgewalt" der konfessionellen Anstalten über die "staatlich" finanzierten Patienten nur begrenzt war im Rahmen der subsidiären* Unterbringungsbestimmungen und Finanzierungsverträge - da wurden einfach "Verlegungen" behördlicherseits "befohlen", mit dem Ziel Pflegegelder einzusparen aber damit auch politisch und ideologisch Druck auszuüben - und im Endstadium des Krieges Betten frei zu bekommen für die Lazarettnutzung - letztlich dann durch die Ermordung der Hilfsbedürftigen, das war dann unschlagbar die "billigste" Lösung ... (da waren die jüdischen Patienten aus Bethel - wohl auch Deportationen aus Bethel mit verschleiernden Umwegen über staatliche "Zwischenanstalten", jedoch letztlich dann in die einschlägigen Tötungskliniken - deportierte Patienten aus dem Wittekindshof, aus Eben-Ezer Lemgo und die Hungertoten der Anstalt Lindenhaus - u.a.)  S!
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* Subsidiaritätsprinzip: Seit der Weimarer Republik werden genuin staatliche Betreuungsaufgaben auf konfessionelle und gemeinnützige Einrichtungsträger vertraglich verteilt. Diese nichtstaatlichen Einrichtungen umsorgen aber jeweils auch die sogenannten "Privatzahler". Die staatlich untergebrachten Patienten konnten also auf Geheiß jeweils auch als "Verfügungsmasse" je nach Auslastung und Kostensatz und politischer Ideologie hin und her geschoben werden: In der Regel war der Tagespflegesatz in den staatlichen Einrichtungen (z.B. die "Gau-Heilanstalten") günstiger als in konfessionellen oder gemeinnützigen Einrichtungen.
Die jeweiligen Aufnahmeverträge entschieden aber auch die personelle Ausstattung in ärztlichen oder pädagogisch-sozialen Diensten und stellten so ein existenzielles Druckpotenzial dar, besonders für kleine "freie" Wohlfahrtsträger ...

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und hier der Bericht von der Lippischen Landeszeitung in Detmold:

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Freitag, 17. November 2017

sie haben die ganze nacht gefischt ....

S!NEDi|art: sie haben die ganze nacht gefischt

nicht ich, der ich der ich bin ...



Donnerstag, 16. November 2017

17.11. . todestag von jacob böhme - 1575-1624




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nach einem posthumen Bildnis Jakob Böhmes (1575–1624); Portrait von Gottlob Glymann | ohne Jahr | WIKIPEDIA


der zweck heiligt die mittel ...




Bildquelle: Getty Images



REKORDSUMME

da Vincis Porträt von Christus ist das teuerste Kunstwerk der Welt

Weltrekord: Für die Summe von 450,3 Millionen Dollar ist ein Gemälde von Leonardo da Vinci versteigert worden.
Es handelt sich um das Werk „Salvator mundi“ (Heiland der Welt), das Christus zeigt und auf das Jahr 1500 datiert ist.

Laut Auktionshaus Christie's ist es das letzte bekannte Gemälde von Leonardo da Vinci in Privatbesitz.

Das nach Angaben des Auktionshauses Christie's letzte bekannte Gemälde von Leonardo da Vinci in Privatbesitz ist in New York für die Rekordsumme von 450 Millionen Dollar (etwa 383,6 Millionen Euro) versteigert worden. Nach Angaben des Auktionshauses ist dies damit das teuerste jemals auf der Welt versteigerte Kunstwerk. Ursprünglich war mit einem Preis von rund 100 Millionen Dollar gerechnet worden.

Den bisherigen Weltrekord hatte das Picasso-Bild „Die Frauen von Algier (Version 0)“ gehalten, das 2015 für 179,4 Millionen Dollar versteigert wurde.

Wer das Werk „Salvator Mundi“ am Mittwochabend (Ortszeit) ersteigerte, teilte Christie's zunächst nicht mit. Bei dem um 1500 entstandenen Gemälde des italienischen Künstlers (1452-1519) handelt es sich um ein Porträt von Jesus Christus in Öl auf Walnussholz. Es hatte zuletzt dem russischen Milliardär Dmitri Rybolowlew gehört. Er hatte das Gemälde vor vier Jahren für umgerechnet rund 108 Millionen Euro gekauft.

Das 66 Zentimeter hohe Kunstwerk zeigt Jesus in Roben im Renaissance-Stil, seine rechte Hand ist wie zum Segen erhoben. In der linken Hand hält er eine Kristallkugel.

Kunstexperten kritisieren Preistreiberei

Viele Kunstexperten kritisierten die Entscheidung, das mehr als 500 Jahre alte Bild in der traditionell umsatzstärksten Auktion für Kunst der Nachkriegszeit und der Moderne anzubieten, als Preistreiberei.

Christie hatte das öffentliche Interesse an Leonardo da Vinci, einem der größten Künstler aller Zeiten, für sich genutzt. Eine Medienkampagne rund um „Salvador Mundi“ lautete „Der letzte da Vinci“. Vor der Versteigerung wurde das Gemälde in Hongkong, San Francisco, London und New York ausgestellt.

Zeitweilig war angenommen worden, dass das Werk zerstört worden sei, bis es wieder entdeckt wurde. Einer der früheren Besitzer war der englische König Karl I., anschließend verschwand es bis zum Jahr 1900 aus der Öffentlichkeit. Danach ordneten Kunstsammler es einem von da Vincis Schülern zu und nicht dem Meister selbst.

Die Expertenmeinung über das Gemälde änderte sich später zwar, aber bis heute gibt es noch immer Zweifler. Manche kritisieren, eine umfangreiche Restaurierung habe es schwer gemacht, den wahren Urheber festzustellen.

Die alljährlichen Herbstauktionen in New York laufen seit Montag und sollen am Donnerstag zu Ende gehen.

Quelle: click here

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LESEN SIE MILLIONARDO DA VINCI - 
IM SPIEGEL-DAILY vom 16.11.2017:

Abb. nach leonardo & spiegel|daily

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soso - da hat der leonardo also seinerzeit mit pinsel und staffelei vor jesus gesessen - und ihn kurzerhand authentisch auf eine walnuss-holzplatte "porträtiert". ich frage mich, wieviel "sitzungen" jesus mit leonardo dafür vereinbart hatte ...

ja - da ist immer von einem "christus-porträt" die rede - und dabei handelt es sich doch um ein fantasie-gebilde des leonardo bzw. seiner werkstatt und seiner schüler: wie sie sich eben diesen christus 1500 jahre nach dessen ableben vorstellten - als "heiland der welt" (als "salvator mundi"), zu dem ihn in der zwischenzeit vor allen dingen die auf paulus eingeschworene kirche in rom mit "unfehlbaren" dogmen theologisch hochstilisiert hatte - denn er war ja nach den biblischen berichten erst ein einfacher handwerksbursche und dann ein wanderprediger, der das damals verkrustete judentum revolutionieren bzw. reformieren wollte - und der seinen nahen vielleicht "inneren" gott seinen "abba" - seinen "papa" - nannte...

das wird heute oft vergessen: jesus von nazareth war nie "christ" und auch nicht "begründer" einer kirche, sondern ein jude, der predigend nur ein paar jahre durch das kleine galiläa zog, mit einer kleinen gruppe von frauen und zotteligen männern, die mit ihm zogen: nicht mehr und nicht weniger - alles andere ist theologie und fantasie und "meditation" ...

ja - und 450 millionen dollar sind relativ viel - aber fußballspieler und heulsuse neymar war ja seinem jetzigen besitzer immerhin auch schon 222 millionen wert - also alles ist relativ...

das umstrittene kunstwerk selbst strahlt trotz aller von skeptikern beanstandeten ungenauigkeiten eine faszinierende ruhe auf mich aus - und ist somit sicherlich ein spitzenwerk in der weltkunst: die auktionssumme zeigt aber auch den stand der allgemeinen inflation an ... - und zeigt, dass die schere zwischen den gesellschaftlichen schichten allen unkenrufen zum trotz immer weiter auseinanderklafft: eine upperclass, die sich jetzt eine weitere trophäe in den safe legen kann - auf nimmerwiedersehen - aber so wird die allgemeinheit nichts davon haben: ein jesus für reiche - eingebunkert vor sich hinschlummernd - von wegen "heiland"... na - dann "gute nacht" - S!

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https://www.welt.de/kultur/article170661163/Das-dunkle-Geheimnis-der-maennlichen-Mona-Lisa.html